Mittwoch, 26.09.2018

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Gunzenhausen: Brauchtum begeisterte Zuschauer

Gelungene Darbietung verschiedener Akteure zur Kirchweih 2018 - 10.09.2018 18:16 Uhr

Wo die Axt verwendet wird, da fallen Späne. Das Frankenmuther Quartett packte kräftig an und stellte seine Qualitäten beim Holzhacken unter Beweis. © Horst Kuhn


Schon vor dem Einmarsch der Gruppen, der Bandltänzer des Trachtenvereins D’Altmühltaler und der Schäfertanzgruppe, der Schuhplattler "Frankenmuda Fratz’n", und der Mertinger "Goislschnalzer", herrschte unter den Besuchern eine Stimmung, wie man sie seit Jahren auf dem Marktplatz nicht mehr erlebt hatte. Dies lag vor allem an der "Gunzenhäuser Blous’n" um ihren Leiter Thomas Pentza, der mit dem Lied "Hurra, seids alle da" die Leute zum Mitmachen anregte.

Nach dem Einmarsch der Gruppen übernahm der Vorsitzende des Trachtenvereins Karl "Charly" Hummel das Kommando und moderierte den weiteren Ablauf.

Die Schuhplattlergruppe "Frankenmuda Fratz’n" überzeugte von Beginn an. Mit dem Lied "Paul und sei Gaul" heizte die Gruppe, bestehend aus Greg Rummel, Ed Folz, Zak McClellan und Blake Stapleton, die Stimmung der Zuschauer an, die dabei kräftig mitsangen und mitklatschten. Anschließend brachten sie den Schuhplattler "Haushamer" zur Aufführung und den "Duwackll", einen Plattler, bei die vier Akteure aus der Partnerstadt Frankenmuth bei den erforderlichen Taktschlägen der Fantasie freien Lauf ließen. Bei ihrem zweiten Auftritt zeigten sie den "Bankltanz" und "Holzhackerbuam". Säge und Handbeile kamen dabei zum Einsatz. Musikalisch begleitet wurden sie von Janice Fusi auf dem Akkordeon. Unterstützung bei den Liedvorträgen kam von Greg Rummel (Gitarre), der vor 20 Jahren die Schuhplattlergruppe mitgründete. Die Anstrengung war den vier Tänzern am Ende anzumerken. Greg Rummel: "Vor 20 Jahren hatten wir noch mehr Luft, doch heute müssen wir am Ende ganz schön nach Luft schnappen."

Die "Goislschnalzer" aus Mertingen mit ihrem Leiter Andreas Welti waren schon vor einigen Jahren Gäste in der Altmühlstadt. Der Goislschnalzer "Heinzelmännle" und "Ambospolka" standen auf ihrem Programm. Wichtig dabei war, den "Fuhrmannsschlag" zum richtigen Zeitpunkt zu schlagen, um im Rhythmus zu bleiben. Bei weiteren Stücken, kamen zwei große Schlagpeitschen zum Einsatz, dabei war ein starker körperlicher Einsatz der beiden Fuhrmannsleute erforderlich. Die am Ende der Peitsche angebrachte angefranste Schnur erzeugte einen lautstarken Knall, der über den Marktplatz donnerte.

Rund um die Krone

Etwas ruhiger ging es beim "Bandltanz" zu, der auf Anregung von Erhard Pentza aufgeführt wurde. Den sechs Tanzpaaren des Trachtenvereins und der Schäfertanzgruppe oblag es, an dem etwa vier Meter hohen Stangenbaum, dessen Ende eine Krone bildete, mit Bändern verschiedene Zopfgeflechte anzubringen. Dies gelang mit musikalischer Unterstützung der "Gunzenhäuser Blous’n", die im Dreivierteltakt spielte. Das Einflechten vollzog sich in verschiedenen Tanzformationen. Die Regie beim Bandeltanz führte Susanne Bickel, die Kinder- und Jugendleiterin des Trachtenvereins.

Die Veranstaltung am Sonntagnachmittag war Teil des umfangreichen Kirchweihprogramms und übertraf alle Erwartungen. Hier die Tanzpaare des Trachtenvereins und der Schäfertanzgruppe. © Horst Kuhn


Bürgermeister Karl-Heinz Fitz bedankte sich bei Karl Hummel und bei allen Beteiligten für die Darbietungen. Lang anhaltender Beifall zeigte, dass "Fränkisch aufg’spielt" auch in den nächsten Jahren, im Wechselmit dem Schäfertanz, ein fester Bestandteil am Kirchweihsonntag sein könnte. Als "Hinausschmeißer" spielte die "Blous’n" das Heimatlied "I bin vo Gunzerhausen". 

HORST KUHN E-Mail

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