26°

Mittwoch, 19.09.2018

|

Gunzenhausen: Burgstallbänke werden aufgemöbelt

Stadt und Staatsforsten haben sich in dieser Frage endlich geeinigt - 23.08.2018 17:29 Uhr

„Trauriger Zustand“: Viele der Ruhebänke im Burgstallwald laden nicht gerade ein, sich darauf niederzulassen. © Erich Neidhardt


In der jüngsten Sitzung des Stadtratsausschusses für Bauangelegenheiten und Stadtentwicklung war das Abkommen zwischen der Stadt und der Bayerischen Staatsforsten ein Thema. Thomas Hinterleitner, der stellvertretende Leiter des Stadtbauamts, merkte eingangs an, dass der Zustand der Ruhebänke in dem wichtigen und vielfrequentierten Naherholungsgebiet Burgstall "leider nicht zufriedenstellend ist". Dies sei im Sommer letzten Jahres auch im Altmühl-Boten thematisiert worden. Daraufhin habe man sich zusammengesetzt und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Hinterleitner informierte, dass die Zuständigkeiten für den Unterhalt der Bänke bisher nicht klar definiert waren. Mittlerweile sei allerdings ein Altvertrag aus dem Jahr 1965 zwischen der Stadt und dem Forstamt aufgetaucht, in dem geregelt sei, dass die Zuständigkeit allein bei der Stadt Gunzenhausen liegt. Definiert sei hier jedoch nicht, welche Bänke von der Stadt aufgestellt wurden und welche von der Forstverwaltung.

Um eine zukunftsfähige Lösung zu finden, wurde Hinterleitner zufolge von der Bayerischen Staatsforsten-Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt nun ein Vertrag über die Nutzung von Flächen für Freizeitanlagen ausgearbeitet. Hierin werde geregelt, dass sich um die Bänke am Rand des Burgstalls sowie um diejenigen am Bismarck-Turm (25 an der Zahl) die Stadt zu kümmern hat. Für alle restlichen Bänke innerhalb des Burgstalls sei die Forstverwaltung zuständig. In jedem Zuständigkeitsbereich obliege der Unterhalt und die Entscheidung, ob Bänke bleiben oder entfallen werden, dem jeweiligen Verpflichteten.

Das Ziel ist laut Hinterleitner, den Erholungssuchenden im Burgstall komfortable Sitzgelegenheiten zu bieten. Dabei könnten auch einige wegfallen. "Es muss nicht Bank an Bank stehen", so der stellvertretende Stadtbaumeister.

Im FFH-Gebiet Burgstall befinde sich bewusst auch viel Totholz. Eine Bank unter einem solchen Baum sei aus Sicherheitsgründen am falschen Fleck. Die für die Stadt anfallenden Investitionen — nach diesen hatte sich Gerhard Baumgärtner (Freie Wähler) erkundigt — sind für Hinterleitner "überschaubar".

Helga Betz (Grüne) begrüßte in der Ausschusssitzung die aktuelle Vorgehensweise: "Es ist höchste Zeit, dass wir da etwas machen." Sie verwies auf die vielen Spaziergänger im Burgstallwald. Auch werde das Naherholungsgebiet gern von den Patienten der Altmühlseeklinik der Stiftung Hensoltshöhe genutzt. Es sei gut, wenn der "traurige Zustand" nun bald der Vergangenheit angehöre.

Für Helga Betz haben sich Bohlen aus Recycling-Kunststoff für den Bänkebau bewährt. Sie seien langlebiger als welche aus Holz, trockneten schneller und seien auch leichter zu reinigen.

Daniel Hinderks (SPD) regte an, bei einem Austausch Bänke auszuwählen, auf denen man bequem Platz nehmen kann. Der Abschluss des Vertrags wurde von ihm wie auch von den übrigen Mitgliedern des Bauausschusses zustimmend zur Kenntnis genommen.  

Erich Neidhardt E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Gunzenhausen