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Hunde bekommen eigenen Strand am Altmühlsee

Seezentrum in Schlungenhof soll neu gestaltet werden - Weitere Neuerungen geplant - 15.03.2012 16:21 Uhr

Am Altmühlsee gibt es heuer erstmals einen eigenen Hundestrand, wie Verbandschef Joachim Federschmidt und Geschäftsleiter Daniel Burmann andeuten.

Am Altmühlsee gibt es heuer erstmals einen eigenen Hundestrand, wie Verbandschef Joachim Federschmidt und Geschäftsleiter Daniel Burmann andeuten. © Falk


„Wir reagieren damit auf stark gestiegene Anfragen nach dem Urlaub mit dem Hund“, erklärte gestern Daniel Burmann, der Geschäftsleiter des Zweckverbands.  „Wir wollen“, so Burmann, „die Konflikte zwischen frei laufenden Hunden und den Badegästen ohne Hund vermeiden“. Das Areal ist so ausgesucht worden, dass sich dort verweilende Fußgänger und Radler nicht in die Quere kommen.

Verbandsvorsitzender Joachim Federschmidt will 25 Jahre nach der Inbetriebnahme des Altmühlsees das Nutzungskonzept überarbeiten und das viel besuchte Seezentrum in Schlungenhof neu gestalten. Das beginnt bereits beim Zugang, der augenblicklich noch mit mehreren Nebengebäuden zugestellt ist. „Wir wollen den Blick auf den See freigeben“, sagt er und begründet damit etliche bauliche Veränderungen. Wenn es geht, soll heuer noch eine feste Seebühne oder Konzertmuschel gebaut werden. Dazu kommt die Modernisierung der sanitären Anlagen, die inzwischen ebenfalls in die Jahre gekommen sind.

Auch die Umgestaltung des Seegasthofrestaurants gehört dazu. Am Seezentrum Wald wird das Mobiliar des Strandcafes erneuert und entsprechend den Ansprüchen des eher jungen Publikums mit „Lounge-Möbeln“ ausgestattet. Die Bootsvermietung, die bisher die Pächter der Kioske mit übernommen haben, soll künftig privatisiert werden. Dann wird es auch die neuen „Wasser-Pendelecs“ geben.

Kinder- und Jugendzeltplatz

Heuer gibt es am Westufer des Altmühlsees einen Kinder- und Jguendzeltplatz, der unter der Trägerschaft der St. Georgs-Pfadfinder betrieben wird. Die Organisatoren haben bereits 5000 Übernachtungen fest in den Büchern. Das Gelände am ehemaligen Kulturpavillon ist rund 17.000 Quadratmeter groß. Ob heuer schon der geplante Erlebnisspielplatz am Seezentrum Wald gebaut werden kann, hängt davon ab, ob die Zuschüsse aus dem Wirtschaftsministerium bald fließen. Das Projekt auf 1,2 Hektar wird nach den Vorstellungen von „eibe“ realisiert und soll im ersten Abschnitt rund 400.000 Euro kosten. Es stellt eine räumliche Verknüpfung mit dem See dar und ist noch erweiterungsfähig.

Unter dem Finanzierungsvorbehalt stehen auch noch zwei andere Projekte: die „schwimmenden Inseln“ gegen Algenbildung und der interaktive Lehrpfad auf der Vogelinsel. Bereits fertig ist dagegen der neue Surfstrand am Surfzentrum Schlungenhof.

Servicenetz für „Stromtreter“

Was die einen als E-Bike bezeichnen, das nennen andere das Pedelec. Im Fränkischen Seenland ,und auch in den Regionen Naturpark Altmühltal, Romantisches Franken, Hopfenland Hallertau, Stadt Ingolstdt und Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, sprechen die Touristiker vom „Stromtreter“. Unter diesem Namen ist ein touristische Projekt entwickelt worden, dessen Ziel es ist, ein gut ausgebautes Servicenetz von Stromrädern, Verleih- und Ladestationen zu schaffen. „An jedem Seezentrum sowie auf dem Schiff wird es schon heuer Ladestationen für E-Bikes geben“, sichert Geschäftsleiter Daniel Burmann den Besuchern zu.

Hintergrund der Initiative ist der „Siegeszug“ der E-Bikes, die von aktiven Senioren oder nicht mehr ganz so sportlichen Radlern immer häufiger genutzt werden. Im Seenland können sie auch jetzt schon im Fachhandel oder in Hotels gemietet werden.

Ein Geheimtip für Tagesgäste ist die Freizeitanlage Ornbau-Gern mit dem Altmühlüberleiter. Dort ist der Zugang zum Bootssteg für Tretbootfahrer und Kanusportler erleichtert worden. Außerdem ist die Liegewiese, die bisher eher beengt war, erweitert worden und hat einen neuen Einstieg bekommen. Zudem ist auf rund 300 Metern der populäre „Altmühl-Radweg“ von der Straße auf eine neue Radtrasse verlegt worden.

„Seepromenade“ auf Wunschliste

Auf der Wunschliste des Zweckverbands liest Verbandschef Joachim Federschmidt ganz oben eine „Seepromenade“ zwischen Gunzenhausen und Schlungenhof. In Verbindung mit dem von staatlicher Seite gewünschten Hochwasserschutz der Gunzenhäuser Altstadt wird das „ein spannendes Projekt“. In Planung ist ferner ein getrennter Geh- und Radweg zwischen dem Seezentrum Schlungenhof und der Vogelinsel bei Muhr am See, eine „Wasserfontäne“ am Seeauslauf, ein „Haus der Kuturlandschaft“ am Sudwestufer. Das Haus soll als Informationszentrum mit den Schwerpunkten Kulturlandschaft, Schaukäserei, Schaukelterei und Schauräucherei dienen. Außerdem ist der Bau eines Berufsfischereihofes geplant.

Neu auf dem Veranstaltungskalender steht heuer ein Drachenfest (27./28. Oktober), ein „Nigthskate“ am Zuleiter bei Mörsach-Ornbau, ein Alphornbläserfest rund um den See (30. September) und ein Winterevent („Dance and Ice“). 

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