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Neuer Kindergarten für Gräfensteinberg

Große Nachfrage nach Krippenplätzen: Gemeinde Haundorf baut Kindertagesstätte - 12.03.2017 06:00 Uhr

So soll die neue Kindertagesstätte in Gräfensteinberg ausschauen. Errichtet wird sie auf dem Festplatzgelände in direkter Nachbarschaft zur Schule. © Plan: Trieb + Partner


Bisher betrieb die Kirchengemeinde einen eingruppigen Kindergarten in Gräfensteinberg, in dem Jungen und Mädchen ab zweieinhalb Jahren aufgenommen werden. Doch eigentlich, erklärt Bürgermeister Karl Hertlein, sind die Räumlichkeiten dafür nur bedingt geeignet. Eine Sanierung stand im Raum, aber "dann hat uns die Entwicklung ein bisschen überrollt". Die nach einer Bedarfsfestellung 2011 vorgehaltenen Krippenplätzen in den drei Einrichtungen in Haundorf, Obererlbach und Gräfensteinberg reichen nicht mehr aus.

Steigende Geburtenrate

Grund ist die kontinuierlich steigende Geburtenrate: Erblickten vor einigen Jahren noch zwölf neue Erdenbürger das Licht der Welt, kletterte die Zahl 2015 auf 24 und im letzten Jahr waren es gar stolze 34. Schnell wurde klar, dass die bestehenden Plätze in naher Zukunft nicht ausreichen werden. Daher machte Hertlein den Vorschlag, statt in die Sanierung des bestehenden Gebäudes ohne Erweiterungsmöglichkeit lieber in einen Neubau zu investieren und dort auch eine Krippe zu integrieren.

Ein geeigneter Platz war in direkter Nachbarschaft der Schule schnell gefunden. Dort wird nach den Plänen des Gunzenhäuser Architekturbüros "Trieb + Partner" ein dreiteilig versetzter, eingeschossiger Bau mit Pultdächern entstehen. Auf rund 320 Quadratmetern ist hier Platz für eine Regelgruppe (25 Plätze), eine Kinderkrippengruppe (12 Plätze) und die entsprechenden Sanitärräume. Dazu kommen eine Küche, Räume für Leitung und Personal, für die Technik, ein Lager sowie ein Werk- und Therapieraum. Eine Spielecke und ein Elternwartebereich sind ebenfalls vorgesehen.

Über 70 Quadratmeter groß wird der Mehrzweckraum, der auch für sonstige Veranstaltungen und Treffen offen stehen soll. Die Kosten liegen laut Hertlein bei rund 1,3 Millionen Euro, wobei die Hälfte der Summe als staatlicher Zuschuss zurück erwartet wird. Als Bauherr tritt die politische Gemeinde auf, die Betriebsträgerschaft ist derzeit noch offen. Der Rathauschef könnte sich eine ähnliche Lösung wie in Obererlbach vorstellen, wo die Gemeinde bereits die Trägerschaft von der Kirche übernommen hat.

Mit den Bauarbeiten los gehen soll es dem Brügermeister zufolge sobald wie möglich, damit — so lautet das Ziel — die neue Kindertagesstätte im September 2018 bezogen werden kann. 

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