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Obstbauern freuen sich über starke Nachfrage

Kunden schätzen Branntweine und Liköre aus "Kalber" Produktion - 21.03.2017 12:07 Uhr

Bürgermeister Helmut Schmaußer (links) mit einem Teil der Ehrenamtlichen, die auch 2016 wieder viel Engagement zeigten. © Thomas Müller


Wie von Kassier Roland Jäger zu erfahren war, wurde im vergangenen Jahr in der Brennerei eine Obstmenge von 38 900 Kilogramm verarbeitet, etwa 50 Prozent Äpfel, 25 Prozent Kirschen sowie 25 Prozent Birnen und Zwetschgen, was einer Menge von 696 Litern Kirschbranntwein und 425 Litern Birnenbranntwein entspricht. An "Echt Brombachseer"-Produkten wurden 3900 Flaschen "BergKirsch" hergestellt, von den Glühweinen "KirschFeuer" und "KirschTraum" zusammen 5700 Flaschen und von der kürzlich mit dem "Pomme d’Or" prämierten Kalber Quitte 700 Flaschen. Hierfür kaufte der Verein von den Mitgliedern insgesamt über zehn Tonnen Obst an sowie für Mischsäfte nochmal weitere 3500 Kilogramm. Die Obstankaufspreise blieben 2016 stabil und können auch für das laufende Jahr garantiert werden, berichtete Jäger.

Insgesamt sei der Umsatz von Branntwein und Likör 2016 deutlich gestiegen, so der Kassier weiter, was auf die verstärkten Werbeaktivitäten zurückzuführen sei. Vor allem die Hoheiten hätten durch ihre Präsenz als Markenbotschafterinnen enorm zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen. Aber auch die Teilnahme an Ausstellungen und Märkten zeige zwischenzeitlich Wirkung. Zudem mache sich der Absatz über Dorfladen und Prunothek sowie die zusätzliche Akquisition bei Getränkemärkten und Hofläden immer mehr bemerkbar.

Im Mosthaus, über das Stefan Müller berichtete, wurden insgesamt 67 Tonnen Obst zu Säften verpresst, was fast 8000 Bag-in-Box-Beutel und 2100 Flaschen ergab. In diesem Zusammenhang strich Müller das große Engagement des Mostteams heraus, das nicht selten bis Mitternacht noch im Mosthaus bei der Arbeit sei.

Kreisbäuerin Helga Horrer sprach über "Pflanzenschutz hausgemacht", ein Thema, das der gelernten Gärtnerin sehr am Herzen liegt. "Garten erzieht zu Geduld und Gelassenheit", dieses Motto stellte sie ihrem Vortrag voran. Der Gärtner solle "nicht übermütig werden", sondern mit angemessenen Mitteln den Garten vor Schädlingen verteidigen. Der richtige Standort und genügend Licht seien der natürlichste Pflanzenschutz.

Die Gartenexpertin sprach aus langjähriger Erfahrung: Das Wichtigste sei, "nicht gegen den Boden zu arbeiten", sondern vielmehr die vielen Nützlinge und Lebewesen "bei Laune zu halten". In ihrem kurzweiligen Vortrag gab sie auch allerhand nützliche Tipps, etwa dass Ohrwürmer gegen Ameisen helfen, Kartoffeln zur Bodenreinigung eingesetzt werden können oder Vollmilch ein geeigentes Spritzmittel gegen Pilze ist.

In finanzieller Hinsicht bestimmte der nicht vorherzusehende Defekt der Feinbrandblase das vergangenen Jahr, so Vorsitzende Evi Zottmann-Reichard in ihrem Bericht. Angenehmer waren da die zwei Flurwanderungen um Kalbensteinberg, die Teilnahme am Seenlandmarkt, das KirschHofFestes mit der Proklamation von Kirschenprinzessin Julia sowie der Besuch eines Fernsehteams des Bayerische Rundfunks in der Brennerei.

Highlights waren aber auch die Aktivitäten der "Kalber Früchtchen" mit dem Jahresthema "Bienen" sowie dem erfolgreichen Verkauf des Kirschkochbuchs "Alles Kirsche oder was?", das inzwischen in der dritten Auflage mit 600 Exemplaren gedruckt wurde und sich über Märkte, Dorfläden und Buchhandlungen bestens verkauft, wie Rosenkönigin Tina Müller berichtete.

Für 2017 nehmen sich die "Früchtchen" das Jahresthema "Wald" vor. Beim Kirschhoffest wird die neue Kirschenkönigin Julia proklamiert. Ferner ist ein Umbau der Brennereiräume geplant, um den Verkauf weiter anzukurbeln. Momentan laufen erste Gespräche und Planungen. 

Thomas Müller E-Mail

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