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Streit, Prügel, Rauch und Feuer

Polizei hatte rund um den Jahreswechsel gut zu tun — Gunzenhausen blieb ruhig - 01.01.2018 18:09 Uhr

Die Polizei hatte in der Nacht auf Neujahr einiges zu tun. Am ruhigsten blieb es in Gunzenhausen. © Symbolfoto: Marianne Natalis


Es kam zu zwei Sachbeschädigungen durch Feuerwerkskörper. Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde in der Stadelner Straße in Muhr am See ein Fenster eines Rolltores vermutlich durch eine Rakete beschädigt. Am Neujahrsmorgen sprengte gegen 7 Uhr in Markt Berolzheim ein bislang unbekannter Täter einen Briefkasten in der Maximilianstraße in die Luft . Der Briefkasten wurde gänzlich zerstört, Teile wurde rund 15 Meter weit geschleudert, so dass ein Gartenzaun eines Nachbaranwesens ebenfalls beschädigt wurde. Hinweise zu den beiden Straftaten sind an die Polizei Gunzenhausen zu richten.

Tochter prügelt Mutter

Mehr zu tun hatte die Treuchtlingter Polizei. So kam es nachts in der Eisenbahnerstadt zu einer Körperverletzung zwischen Tochter und Mutter. Die 22-Jährige und die 43-Jährige gerieten zunächst in Streit. Dabei ging es um das Kind der 22-Jährigen. Im Verlauf des Streites trat die 22-Jährige ihrer Mutter mit dem Fuß in den Bauch und verletzt sie zudem an der Schulter. Als Streitschlichter musste die Polizei herhalten und zudem eine Anzeige wegen Körperverletzung aufnehmen.

Kurz nach Mitternacht kam es in der Nähe der Burg in Pappenheim zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Ein 12-Jähriger aus Asbach-Bäumenheim und sein 13-jähriger Freund aus Pappenheim warfen Böller in Richtung einer Personengruppe. Hierauf kam es zunächst zu einem verbalen Streit, in dessen Verlauf ein 19-jähriger und ein 21-jähriger Pappenheimer den 13-Jährigen mehrfach schlugen. Als es auch dem 12-Jährigen an den Kragen gehen sollte, zückte dieser ein Messer und stach auf den 19-jährigen und den 21jährigen Pappenheimer ein. Der 19-Jährige erlitt eine Stichverletzung im linken Nierenbereich. Der 21-Jährige hatte eine leichte Stichverletzung oberhalb der rechten Niere. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus Weißenburg gebracht.

Und nochmals Pappenheim: Ein 56-Jähriger stürzte nach einer Silvesterfeier stark alkoholisiert vor seiner Wohnungstür und blieb dort liegen . Eine Nachbarin fand den Mann, total vollgekotzt und zudem eingekotet, vor der Wohnungstür. Beim Eintreffen der Streife war der Mann nur beschränkt ansprechbar, worauf ein Rettungswagen gerufen wurde. Der 56-Jährige war jedoch mit dem Transport ins Krankenhaus nicht einverstanden und wollte wegrennen. Dies schlug jedoch fehl, da er auf seinem eigenen Kot ausrutschte. Die Ehefrau war über die peinliche Aktion ihres Ehemannes sichtlich entsetzt.

Frau erbricht im Taxi

Eine 32-jährige Treuchtlingerin ließ sich von einer Diskothek in Nürnberg mit dem Taxi nach Hause fahren. Unterwegs erbrach sich die Dame im Taxi. Da sie kein Geld mehr einstecken hatte, wollte sie im Haus Geld holen.

Offenbar aufgrund ihrer Alkoholisierung schlief die 32-Jährige auf dem Fußboden der Wohnung in einer Pfütze ihres eigenen Erbrochenem ein. Nachdem der Taxifahrer umsonst gewartet hatte, rief er die Polizei. Die 32-Jährige hatte vergessen, die Wohnungstür zu schließen, worauf die Beamten die Wohnung betraten. Nach dem Wachrütteln kratzte die Frau 75 Euro in der Wohnung zusammen. Die Personalien — für weitere Forderungen durch das Taxiunternehmen — und die 75 Euro wurden dem Taxifahrer übergeben. Ein Zahlungswille bei Fahrtantritt war dem Anschein nach gegeben, sodass der 32-Jährigen kein versuchter Betrug unterstellt werden kann.

Am Neujahrstag wurde ein 28-jähriger Kölner gegen 5 Uhr aus einem Lokal in der Weißenburger Innenstadt verwiesen. Aus Wut darüber schlug er die Fensterscheibe des Lokals ein. Der Täter erlitt dabei Schnittverletzungen an seiner Hand und musste im Krankenhaus behandelt werden. An der Fensterscheibe entstand ein Sachschaden in Höhe von 300 Euro.

Ansonsten verlief die Silvesternacht in Weißenburg sehr ruhig, so die Ordnungshüter der Großen Kreisstadt.

Böller verletzt 16-Jährigen

Die Nördlinger Polizei berichtet von einem Vorfall in der Silvesternacht in Oettingen. In der Schloßstraße wurde ein 16-Jähriger durch einen in seiner Nähe explodierenden Feuerwerkskörper leicht verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma und wurde vom Rettungsdienst zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Wer das Feuerwerk gezündet hat, konnte vor Ort nicht ermittelt werden. Außerdem: In der Kerschensteinerstraße in Nördlingen entsorgte ein 14-jähriger Bursche abgebrannte Feuerwerkskörper im Keller eines Mehrfamilienhauses. Leider fingen diese dort nochmals Feuer, so dass es zu starker Rauchentwicklung im Keller kam und die Feuerwehr alarmiert wurde..

In Döckingen meldeten am Samstag gegen 13.15 Uhr Angehörige einen Rentner aus Polsingen als vermisst. Der Senior hatte vermutlich im Lauf des Vormittags am Tag zuvor sein Wohnanwesen verlassen und war nicht wieder zurückgekehrt. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse wurde eine Suchaktion mit einem Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gestartet. So konnte der Vermisste schließlich nach kurzer Zeit in einem Waldstück zwischen Döckingen und Ursheim von den Rettungskräften geborgen werden. Wegen starken Unterkühlung wurde der Mann anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Ein brennender Adventskranz alarmierte am Samstag gegen 18.30 Uhr die Feuerwehr Arberg. Die 86-jährige Bewohnerin des Hauses bemerkte das Feuer zwar rechtzeitig, dennoch griff die Flamme auf ein daneben stehen-des Möbelstück über. Die Feuerwehr war sehr schnell vor Ort, brachte die Bewohnerin ins Freie und durchlüftete das verrußte Haus. Ein Gebäudeschaden entstand nicht, lediglich am Mobiliar gab es geringen Sachschaden. 

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