Dienstag, 13.11.2018

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Viel Humor beim Kirchweih-Frühschoppen

Informationen, Grußworte und Witz lösen sich ab — Bürgermeister Hans Popp übt auch Kritik - 04.09.2018 06:00 Uhr

Das humorvolle Konzept von Bürgermeister Hans Popp für den Kirchweihfrühschoppen hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt. Er konnte rund 90 Besucher begrüßen. © Petra Mai


Auch heuer sind wieder rund 90 Gäste ins Gasthaus der Familie Rohm gekommen, um sich die launigen Worte von Bürgermeister Hans Popp anzuhören und hinterher eine ordentliche Portion Bratwurst mit Kraut zu genießen. Die Atmosphäre dieses 36. Kirchweihfrühschoppens ähnelte der einer großen Familienfeier. Man kennt sich, begrüßt sich freudig, jeder weiß, wo sein Platz ist, jeder ahnt, was ihn erwartet. Und diese Ahnung wurde auch heuer erfüllt, denn Bürgermeister Popp hielt an seinem bewährten Konzept fest: Immer wieder betonte er, wie wichtig ihm die Kontaktpflege ist und wie sehr er die Verbundenheit seiner Gäste mit Merkendorf schätzt. Das alles wurde wie gewohnt mit reichlich Witzen gewürzt und immer wieder mit handfesten Informationen über das Geschehen in Merkendorf ergänzt.

So bewertete der Bürgermeister die vergangenen zwölf Monate als "gutes Jahr". Trotz vieler Projekte sei die Kommune weiter schuldenfrei. Viel investiert worden ist laut Popp in Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität. Ob Stadtgraben, Umbau der TSV-Halle zum Bürgerhaus, Sanierung des Naturfreibades oder anderes: "Die Strategie ist aufgegangen." Allein 60 Bauplätze seien in den vergangenen fünf Jahren verkauft worden, die Einwohnerzahl steige und werde wohl bald die 3000er-Grenze überschreiten. "Gigantisch viel los" war nach den Worten des Bürgermeisters im neuen Freizeitzentrum Weißbachmühle. Er habe enorm viele positive Rückmeldungen von den Besuchern bekommen. Rund drei Millionen Euro seien insgesamt für die Anlage rund um das Naturfreibad ausgegeben worden, rund 800 000 Euro Fördermittel habe es gegeben. Dafür dankte er dem Freistaat und dem Amt für Ländliche Entwicklung.

Doch Popp nutzte – ebenfalls ganz der Tradition folgend - den Kirchweihfrühschoppen auch, um Kritik zu üben. Denn die Auflagen des Gesundheitsamtes bereiten ihm Kopfzerbrechen, wie er sagte. So sei der Sommer für ihn zum "Nervenkrieg" geworden. Hätte er das gewusst, hätte er das Bad nicht saniert. Im Übrigen ständen die Bedenken des Gesundheitsamtes "in einem krassem Widerspruch zu der hervorragenden Wasserqualität" und der Akzeptanz der Bevölkerung. Der Bürgermeister zeigte in seinen Ausführungen insgesamt eine breite Palette der aktuellen Merkendorfer Themen auf.

Eine gute Stunde hat sich der Bürgermeister für seinen lockeren Wechsel von Begrüßungen, Informationen und Witzen Zeit genommen, inzwischen waberte der Duft von Bratwürsten und Kraut verheißungsvoll durch den Gastraum. Doch bevor diese aufgetragen wurden, gab es noch die Grußworte.

Dürre auf dem Zinsmarkt

Den Anfang machte Jürgen Pfeffer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Gunzenhausen, die erneut den Frühschoppen gesponsert hatte. Er zog einen Bogen vom heißen Sommer zu der "Dürre auf dem Zinsmarkt", unter der die Finanzwelt leide. Hier sei keine Änderung in Sicht; Banken und Sparkassen müssten sich Gedanken machen, wie es weitergehen solle.

Landtagsabgeordneter Manuel Westphal war voll des Lobes über den Merkendorfer Bürgermeister. Dieser hege und pflege die Unternehmer über die eigenen Grenzen hinaus und kenne die Herausforderungen von Projekten. Zum ersten Mal Gast beim "legendären Kirchweih-Frühschoppen", wie er sagte, war der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer. Er dankte Popp und dessen Amtskollegen für die "hervorragende Zusammenarbeit". Abschließend sprach noch Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, der das "beeindruckende Naturfreibad" lobte. Es sei nicht verständlich für viele Bürger, wenn jede Woche "der Adler des Einstellens" über dem Projekt kreise 

pem

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