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Werbeträger für das Handwerk

63 Junggehilfen konnten in den Karmeliterkirche ihre Prüfungszeugnisse entgegennehmen - 25.09.2012 15:33 Uhr

Gunzenhausen  - 63 Junggehilfen erhielten nach dreijähriger Ausbildung in der Weißenburger Karmeliterkirche ihre Prüfungszeugnisse. Das Handwerk sieht sich im Bereich der Ausbildung wieder gefragt.

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens hieß Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich zur Gesellenfreisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mittelfranken-Süd in Weißenburg willkommen, darunter Robert Westphal als Vertreter des Landkreises. Von den beruflichen Schulen waren Schulleiter Klaus Drotziger sowie sein Stellvertreter Thomas Grad für das Berufliche Schulzentrum Gunzenhausen und Franz Luber sowie Robert Böhm für die Staatliche Berufsschule Weißenburg anwesend.
Dietrich bezeichnete die Freisprechungsfeier als den Abschluss des ersten Ausbildungsabschnitts nach dem Schulbesuch, wobei der Schulbesuch nach seinen Worten während der Berufsausbildung natürlich nicht endet, sondern die Berufsschule im dualen Ausbildungssystem weiter ein wichtiger Wissensvermittler ist. Dieses duale System, das Dietrich als das beste System der Welt bezeichnete, biete einen Unterricht mit Praxis, unterstützt durch weitere Kurse bei den Handwerkskammern.
„63 junge Menschen werden heute aufgerufen. Jeder, der heute sein Abschlusszeugnis überreicht bekommt, ist ein Sieger, unabhängig ob er die Prüfung gerade so oder mit großer Bravour bestanden hat!“ – so der Kreishandwerksmeister weiter, der auch die weiteren Möglichkeiten der Weiterbildung wie Vorarbeiter, Meister, Techniker oder gar Studium aufzeigte. Abschließend erläuterte Dietrich, dass das Handwerk in 153 Berufen bei einer Million Handwerkbetrieben in Deutschland fünf Millionen Beschäftigte habe, einen Umsatz von 500 Milliarden Euro erwirtschafte und 500 000 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stelle.
Die Festrede hielt der Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken Heinrich Mosler. Darin stellte er fest, dass heute Damen wie selbstverständlich eine Ausbildung in Berufen absolvieren, die früher eine reine Männerdomäne waren. Sie seien keine Exoten mehr, sondern würden die geforderte Leistung mit Charme, Können und Bravour abrufen. Nach dem Motto „Wir sind Handwerker, wir können das“ seien selbstbewusste und aufgeschlossene Mitarbeiter die besten Werbeträger, denn zu hervorragenden Kopfarbeitern wie Architekten gehörten auch hervorragende Handwerker, die die Ideen ausführen können.

Die Absolventen aus dem westlichen Gebiet der Kreishandwerkerschaft mit Geschäftsführer Sebastian Dörr (Zweiter von links), Präsident Heinrich Mosler (Dritter von links) und Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich (Sechster von rechts). Ganz rechts Landratsvize Robert Westphal und links dahinter Bürgermeisterin Gabriele Schlör aus Weißenburg.
Die Absolventen aus dem westlichen Gebiet der Kreishandwerkerschaft mit Geschäftsführer Sebastian Dörr (Zweiter von links), Präsident Heinrich Mosler (Dritter von links) und Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich (Sechster von rechts). Ganz rechts Landratsvize Robert Westphal und links dahinter Bürgermeisterin Gabriele Schlör aus Weißenburg.
Foto: Fritsche
Die Absolventen aus dem westlichen Gebiet der Kreishandwerkerschaft mit Geschäftsführer Sebastian Dörr (Zweiter von links), Präsident Heinrich Mosler (Dritter von links) und Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich (Sechster von rechts). Ganz rechts Landratsvize Robert Westphal und links dahinter Bürgermeisterin Gabriele Schlör aus Weißenburg.
Die Absolventen aus dem westlichen Gebiet der Kreishandwerkerschaft mit Geschäftsführer Sebastian Dörr (Zweiter von links), Präsident Heinrich Mosler (Dritter von links) und Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich (Sechster von rechts). Ganz rechts Landratsvize Robert Westphal und links dahinter Bürgermeisterin Gabriele Schlör aus Weißenburg.
Foto: Fritsche


Mosler rief die Absolventen auf: „Engagieren sie sich, bringen sie sich ein, Vereine, Organisationen, Parteien und Gremien wie Prüfungskommissionen sind auf sie angewiesen!“ Die notwendige Zeit dafür bringe man immer auf, wenn man es möchte, so der Kammerpräsident. Als bestes Beispiel für das eigene Engagement nannte er die Sportler bei den Paralympischen Spielen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Landratsstellvertreter Robert West­phal führte aus, dass das Handwerk das Rückgrat in den Städten und Dörfern sei. Die Anerkennung und Achtung vor dem Handwerksberuf nehme wieder zu und auch in schwierigen Zeiten sei der Handwerker vor Ort gefragt, auch wenn die öffentliche Hand auf Grund der Ausschreibungsrichtlinien nicht immer auf die Betriebe der Region zurückgreifen könne.
„Nun ist der Gedanke der Eltern entkräftigt, dass aus den Kindern vielleicht nichts wird,“ meinte Gabriele Schlör als Vertreterin der Stadt Weißenburg. Auch sie stellte fest, dass die örtlichen Handwerker derzeit gut ausgelastet sind und wünschte den Absolventen immer einen sicheren Arbeitsplatz.
Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich überreichte anschließend mit dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Sebastian Dörr und den jeweiligen Innungsobermeistern die Gesellenbriefe an die Junghandwerker. Die Prüfungsbesten erhielten dabei einen vergoldeten Granitwürfel sowie einen Buchpreis. Dies waren: Maurer: Matthias Siebentritt (Gunzenhausen; Ausbildungsbetrieb: Hittmeyer, Unterschwaningen); Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik: Michael Hoffmann (Ehingen, Ausbildungsbetrieb: Rehart, Ehingen); Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt: Fleischerei: Anja Vogt (Unterschwaningen, Ausbildungsbetrieb: Metzgerei Leberle, Oettingen) und Friseure: Stefanie Bauernfeind (Nennslingen; Ausbildungsbetrieb: Beate Zachmann-Regler, Nennslingen).
Weiter erhielten aus dem Raum Gunzenhausen ihre Urkunden: Maurer: Timo De Mattia (Markt Berolzheim; Ausbildungsbetrieb: Josef Kraus, Pappenheim); Simon Filipp (Gunzenhausen; Hittmeyer, Unterschwaningen); Michael Fuchs (Unterwurmbach; Ottmann, Absberg); Julian Härtlein (Polsingen; Fritz Remberger, Gnotzheim); Max Lechner (Meinheim; Karl Eckert, Alesheim); Dominik Streibel (Heidenheim; Karl Schmidt, Dittenheim). Fliesenleger: Fabian Chudalla (Bechhofen; Nürminger Immo und Konzept, Gunzenhausen). Zimmerer: Nicolas Hörber (Westheim; Ernst Maurer, Döckingen). Maler: Heike Lehmann (Gunzenhausen; Stark, Treuchtlingen). Fahrzeuglackierer: Dino Lacher (Gunzenhausen; Lackierzentrum Kießling, Weißenburg); Kai Rosenbauer (Muhr am See; Lackierzentrum Kießling, Weißenburg). Metallbauer, Fachrichtung Kons­truktionstechnik: Simon Brand (Haundorf; Hermann Grillenberger, Gunzenhausen); Sebastian Fleischner (Merkendorf; Höger, Merkendorf); Marcel Müller (Arberg; HMS Metallbau, Bechhofen); Kevin Schindler (Bechhofen; Richard Ulfig, Bechhofen); Jens Schlicker (Gunzenhausen; Wegerer, Stirn); Vitali Twerdochlebow (Bechhofen; HMS Metallbau, Bechhofen); Simon Zatschker (Gunzenhausen; Glotz, Gunzenhausen). Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Peter Becher (Haundorf; Hermann Rupp, Muhr am See); Kevin Prosiegel (Dittenheim; Rachinger, Pfofeld). Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik: Markus Gersler (Heidenheim: Wenzl, Bieswang); Sebastian Horn (Schopfloch; Stadtwerke Dinkelsbühl); Alexander Schmidt (Heidenheim; Braun, Gunzenhausen); Simon Schmutterer (Polsingen; Elektro Hüttinger, Treuchtlingen). Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Fleischerei: Ina Kühnl (Heidenheim; Ludwig Reißlein, Wettelsheim); Jasmin Lober (Wassertrüdingen; Johann Rebelein, Gunzenhausen). Fleischer: Andreas Lutz (Pfofeld; Marco Kleemann, Pfofeld); Tobias Rettlinger (Gunzenhausen; Johann Rebelein, Gunzenhausen); Jan Hüttmeyer (Dittenheim; Hermann Fischer, Gunzenhausen); Max Sterner (Gunzenhausen; Peter Völk, Weißenburg). Friseure: Kristina Dürr (Ehingen; Monika Kränzlein, Gunzenhausen). 

Fritsche


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