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Gynäkologische OPs: Die Sieger beim NZ-Klinikcheck

Das Nürnberger Krankenhaus Martha-Maria hat die Nase vorn - 15.07.2017 05:45 Uhr

Mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung klärt Dr. Ewald Schanz, Chefarzt im Krankenhaus Martha-Maria, bei einer Patientin eine Eierstockzyste in der Frühschwangerschaft ab. © Krankenhaus Martha-Maria


Besonders im Fokus stehen minimalinvasive Bauchspiegelungen (Laparoskopie) an den Eierstöcken.

Auch für diesen medizinischen Fachbereich haben Gesundheitswissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg das Ranking aus öffentlich zugänglichen Daten der Kliniken zur gesetzlichen Qualitätsmessung erstellt. Gesamtsieger unter 25 bewerteten Kliniken wurde das Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg.

Die Grafik in höherer Auflösung gibt es hier. © NZ-Infografik


Ebenfalls mit Top-Werten folgen das Universitätsklinikum Erlangen und das Klinikum Neumarkt auf den Plätzen dahinter.

In der Printausgabe der Nürnberger Zeitung erläutert der für die gynäkologischen Operationen zuständige Chefarzt des Krankenhauses Martha-Maria (Nürnberg), worauf es bei den Operationen  ankommt. Eine betroffene Patientin berichtet, wann ihre Zyste am Eierstock entdeckt wurde, warum sie operiert werden musste und wie sie sich nach dem Eingriff gefühlt hat.

Versorgungsqualität verbessern

"Ziel unserer Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt Prof. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement. In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten.

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Im NZ-Klinikcheck schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab. Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten. Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann."

Von Häusern in der weniger guten Kategorie 3 ist keineswegs allgemein abzuraten. Für ihre schlechteren Ergebnisse im regionalen Vergleich sind teilweise geringe Unterschiede ausschlaggebend. Obwohl das Ranking zur Krankenhauswahl beitragen könne, dürfe es nicht die einzige Informationsquelle sein, rät Martin Emmert. "Es ist natürlich weiterhin wichtig, dass Patienten mit ihrem Arzt darüber sprechen und gemeinsam entscheiden."

Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck hier. 

Stephanie Rupp

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