Mittwoch, 19.12.2018

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Begrüßungstanz mit Trommeln

Mitglieder der Pfarrei Hannberg besuchten ihre Partnerpfarreien in Uganda - 15.08.2010

Hannberger Frauen werden Afrikanerinnen: Beim Besuch der Hannberger in ihren Partnerpfarreien in Uganda steckten die Gastgeber ihre Gäste aus Deutschland kurzerhand in traditionelle ugandische Gewänder. © privat


Mittlerweile sind Roswitha Wintrich und zehn weitere Pfarreimitglieder aus Hannberg bereits wieder in ihrer Hannberger Heimat. Doch die lebhaften Erinnerungen an die zehntägige Afrikareise sind noch immer präsent. Nicht nur der Besuch des Murchison Falls National Parks mit seinen über 6000 Nilpferden und über 600 Giraffen sorgten für diesen bleibenden Eindruck.

Es waren vor allem die Begegnungen mit den Menschen und deren herzliche Gastfreundschaft, die für die Seebachgründer unvergessen bleiben werden. In den Pfarreien Mbirizi und Busagula, im Südosten des Landes, erwarteten jeweils über tausend Einwohner die Besucher aus Deutschland mit Tanz und Trommelspiel. "Kinder über Kinder, Frauen und Männer, so weit wir schauen konnten - in Busagula kamen wir bei unserer Ankunft kaum durch die Menschenmenge", erinnert sich Wintrich. Pfarrer Lars Rebhan durfte insgesamt 90 Kinder in zwei Gottesdiensten taufen. "Während der Gottesdienste erhielten wir Ehrenplätze neben dem Altar", berichtet Wintrich. Doch danach mischten sich die "Muzungus", so werden weiße Menschen in Teilen Afrikas bezeichnet, schnell unter die Einheimischen. Die Hannberger schossen Fotos, tanzten und feierten zusammen die gute Beziehung.

Auch der Bischof von Masaka, John Baptist Kaggwa, empfing die Hannberger und nahm sich Zeit für ein gemeinsames Abendessen. Der ugandische Pfarrer Peter Ssenkaayi zeigte den Gästen voller Stolz einen der von Hannberg und der Pfarrei Adelsdorf gesponserten Brunnen in Busagula und berichtete von den Erfolgen der Zusammenarbeit. Um den Berichten Ssenkaayis in Englischer Sprache folgen zu können, übersetzte der Heßdorfer Daniel Makumbundu der Gruppe die Ausführungen ins Deutsche.

Bereits im Vorfeld hatten die Hannberger viele Geschenke von freiwilligen Helfern im Seebachgrund gesammelt. So konnten Hanne Willert und Gabriele Hüttner den Gastgebern viele Schulutensilien überreichen. Die Leitung der Volksschule Hannberg schickte ihren Erlös des diesjährigen Schulfestes in Höhe von 2000 Euro mit nach Busagula zur dortigen Grundschule. Aus dieser Geste soll nun eine Brieffreundschaft zwischen den Schülern der beiden Bildungseinrichtungen entstehen.

Das Jugendteam der Pfarrei Hannberg stellte 5000 Euro zinslosen Kredit für die Molkerei der Entwicklungseinrichtung Caritas Maddo in Masaka zur Verfügung. Für die Einrichtung hatte Franzi Wagenseil als Vorsitzende des Jugendteams auch noch zwei Laptops dabei. Stefan Reif hatte 24 Solarlampen organisiert, die an die bedürftigen Gemeinden verschenkt wurden. Besondere Freude lösten 30 Fußbälle und zehn komplette Trikotsätze bei der dortigen Jugend aus. Unter anderem hatten die Puma AG und einheimische Fußballvereine wie die Spielvereinigung Heßdorf diese Gegenstände gespendet. Als Gegenleistung erhielten die Gäste aus Hannberg von den Pfarrern aus Mbirizi und Busagula kleine Buschtrommeln, leckere tropische Früchte und natürlich viele Eindrücke, die ohnehin unbezahlbar sind.

Spenden für die Partner-Pfarreien Hannbergs können auf folgendes Konto überwiesen werden: Katholische Kirchenstiftung Hannberg, Stichwort "Ugandahilfe", Raiffeisenbank Seebachgrund (Bankleitzahl 76069602), Kontonummer 300011665. 

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