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5:8 in Selb: Der HEC hat das Siegen verlernt

Auch gegen die Wölfe können die Alligators kein Erfolgserlebnis verbuchen - 10.02.2019 20:32 Uhr

Nachdenkliche Gesichter auf der HEC-Bank schon am Freitag gegen Weiden: Am Sonntag in Selb dürfte Petr Kasik (mit Kappe) nicht viel hoffnungsvoller geblickt haben. © Foto: Hollfelder


Sieben Niederlagen in Folge. Nur zwei Siege in den vergangenen 15 Partien. Die Bilanz der Höchstadt Alligators in der Oberliga-Meisterrunde sah vor dem Spiel bei den Selber Wölfen ziemlich düster aus. Auch der Trainerwechsel vor knapp zwei Wochen hat zumindest die Ergebnisse noch nicht zum Besseren ändern können.

Immerhin: Daniel Sikorski, am Freitag noch erkrankt, konnte in Selb an der Bande stehen. Doch auf sieben weitere Spieler, darunter Leistungsträger wie Ales Kreuzer und Lukas Lenk, musste der HEC erneut verletzungs- oder krankheitsbedingt verzichten.

Aber weil die Partie gegen die Wölfe eine Art Franken-Vergleich ist, war es auch eine gute Gelegenheit für einen Befreiungsschlag. Das Spiel begann allerdings auf beiden Seiten verhalten, HEC-Goalie Philipp Schnierstein musste zweimal klären.

Nach knapp sechs Minuten gingen die Wölfe durch Florian Lüsch dennoch in Führung (6:13). Doch die Alligators konnten binnen vierzig Sekunden durch Markus Babinsky ausgleichen (6:53). Er traf gegen Selbs Goalie Niklas Deske – den Bruder von HEC-Stürmer Marvin Deske.

Damit war Höchstadt endgültig im Spiel und ging durch Michal Petrak zweieinhalb Minuten später sogar in Führung (9:26). Weil Erik Gollenbeck trotz massiver Abwehrversuche der Alligators Schnierstein zum zweiten Mal an diesem Abend überwinden konnte (15:51), ging es mit einem 2:2 zur Drittelpause in die Kabine.

Das "Kopf-Problem" bleibt evident

Selb kam mit etwas mehr Elan aus der Kabine, Höchstadt mit mehr Kampfgeist. Die Alligators warfen sich in jeden Schuss der Oberfranken. Und gingen durch Ondrej Nedved sogar wieder in Führung (25:24).

Doch wie so oft in dieser Saison: Lange Bestand hatte sie nicht. Nur zehn Minuten, um genau zu sein. Dann folgte – auch das ist ein bitteres Deja-Vu für den HEC in dieser Spielzeit – ein Dreifach-Schlag der Wölfe. Innerhalb von nur etwas mehr als zweieinhalb Minuten drehten Andreas Geigenmüller (35:59), Landon Gare (36:19) und Erik Gollenbeck (38:36) die Partie komplett. Nur Tor Nummer fünf fiel im Powerplay. Ein "Kopf-Problem" hatten sie beim HEC zuletzt bei sich selbst diagnostiziert, es bleibt offensichtlich evident. Plötzlich führte Selb wieder mit 5:3.

Ruppige Partie, Strafen für beide

Immerhin: Ebenfalls wie in den Vorwochen gaben sich die Alligators nicht auf, Jiri Mikesz gelang zu Beginn des letzten Abschnittes noch der Anschlusstreffer (41:53). Doch in einer nun ruppigen Partie – Nedved beim HEC, Dominik Müller bei Selb kassierten jeweils 2+2+10 Minuten Strafe wegen übertriebener Härte – stellten die Wölfe schnell wieder die alten Verhältnisse her. Gollenbeck erhöhte mit seinem dritten und vierten Treffer des Abends auf 7:4 (48:51, 51:58). Das Tor von Vitalij Aab zum 5:7 aus HEC-Sicht blieb reine Ergebniskosmetik (53:41), zumal Selbs Kapitän Florian Ondruschka Sekunden vor dem Ende noch ins leere Tor traf (59:17).

Weil Konkurrent Lindau gegen Rosenheim verlor, bleibt der Abstand der Alligators auf den Playoff-Platz weiter bei vier Punkten. Am Sonntag kommen die Islanders ins Eisstadion. Die Gelegenheit, Boden auf den Rivalen vom Bodensee gut zu machen, hat der HEC an diesem Wochenende verpasst. Am Sonntag nützt nur ein Sieg, will man die Chance auf Platz acht realistisch halten. 

cah/alep

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