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Donnerstag, 21.03.2019

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Ehrenspange für Dagmar Wennmacher

Auszeichnung für die Vorsitzende des Freundeskreises Höchstadt-Castlebar - 14.01.2019 16:39 Uhr

Die Ehrenspange der Stadt erhielt aus den Händen von Bürgermeister Gerald Brehm die Vorsitzende des Freundeskreises Höchstadt-Castlebar, Dagmar Wennmacher. © Fotos: Jürgen Petzold


Bürgermeister Gerald Brehm nutzte seine Neujahrsansprache in der Aischtalhalle aber auch, um ein paar Sätze an die Nörgler und Kritiker in der Stadt zu richten: Höchstadt sei liebenswert und außerdem ein Wirtschaftsstandort, der seinesgleichen suche. "Und wer sich selbst wohlfühlt, wird nicht ständig versuchen, alles schlechtzureden", so Brehm.

Begegnen müsse die Stadt auch dem Bedürfnis der Menschen nach bezahlbarem Wohnraum – und das passiere eben über die Ausweisung von Bauland. "Alle, die da dagegen sind, sollen sich mal daran erinnern, dass da, wo heute ihr Grundstück ist, vor 30 Jahren auch noch unberührte Natur war", mahnte der Bürgermeister. In Richtung des Stadtrates sagte er, dass es nichts Verwerflicheres gebe, als wenn Politiker in der Öffentlichkeit etwas anderes sagen als das, was sie selbst vorher in geheimer Abstimmung beschlossen hätten.

Viele Sportler

Doch abgesehen von dieser kleinen Moralpredigt war der Neujahrsempfang natürlich ein Ort des Dankes und des Lobes. Gelobt und geehrt wurden die zahlreichen Sportler, die auf die mit prächtigem Blumenschmuck versehene Bühne gebeten wurden: Als erstes die Alligators für ihren Bayernligameistertitel 2018 und ihren Aufstieg in die Oberliga. Die Eishockeyspieler, die Sonntagabend ja selbst wieder auf dem Eis standen und deshalb nicht in die Aischtalhalle kommen konnten, hatten den verletzten Spieler Andre Lenk und Pressesprecherin Caroline Hauke als Abordnung geschickt.

"Wir können stolz sein auf unseren HEC", lobte Brehm. Der Club sei eine hervorragende Werbung für die Stadt und deshalb hoffe man auch auf eine finanzielle Förderung durch den Bund, um das Eisstadion zukunftsfit machen zu können.

Und noch mehr herausragende Sportler wurden auf die Bühne gebeten: Als nächstes kam Martin Grau, der Biengartener 3000-Meter-Hindernis- und Crossläufer, der auch auf europäischer Ebene erfolgreich ist. Grau ist wie berichtet mittlerweile vom LSC Höchstadt nach Erfurt gewechselt – ein Schritt, den Brehm als nachvollziehbar bezeichnete, damit Grau seinem Schritt Olympia-Teilnahme näherkomme: "Und wir freuen uns, wenn Martin bei den nächsten Olympischen Spielen auf dem Podium steht." Auch Höchstadt wäre dann dabei, denn: "Das hier ist meine Heimat und das wird sich auch nicht ändern", versicherte Grau.

Die Alligators mussten spielen, daher nahmen stellvertretend der verletzte Spieler Andre Lenk und Pressesprecherin Caroline Hauke die Sportlerehrung entgegen. Viele weitere Sportler wurden ausgezeichnet.


Geehrt wurden beim Neujahrsempfang ebenfalls die erfolgreichen LSC-Athleten Brian Weisheit und Bernhard Weinländer, die Senioren-Sprinter des TSV Höchstadt Werner Dengler, Joachim Masatz, Reiner Scheckenbach und Karlheinz Schatz sowie die Kickboxerin Yasmin Wolf. Die Höchstadterin ist beim FC Pommersfelden aktiv, war bereits im Trainingslager der Nationalmannschaft und schnupperte auch schon internationale Wettkampfluft.

Ohnehin ist das Kickboxen die Sportart, in der Höchstadt seit Jahrzehnten international am erfolgreichsten ist, wie Brehm ausführte. Zu verdanken sei dies Werner Soßna, dem früheren Kickbox-Bundestrainer, der auch in Höchstadt als Trainer arbeitet. Geehrt wurden für ihre Leistung im vergangenen Jahr folgende für den TSV Höchstadt startende Kickbox-Schützlinge: Andreas Willert, Dalip Kastrati, Semin Ramicevic und Dzenan Ramicevic.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die erfolgreichen Bogenschützen Thomas Rompza und Herbert Sucker von der Schützengilde Höchstadt sowie Eiskunstläuferin Madlen Lunz vom ESC Höchstadt, die sich mit 15 Jahren schon sehr erfolgreich mit den Erwachsenen misst, sowie das Synchron-Eislaufteam des ESC, die Blue Sparkles. Auf die Bühne gebeten wurden außerdem Kinderfußball-Mannschaften und die zweite Herrenmannschaft der SpVgg Etzelskirchen sowie die Herrenmannschaft des TTC Höchstadt.

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden Tobias Leithold und Friedrich Schmidt geehrt. Leithold trainiert unter anderem die Jugend beim TTC, gründete sogar eine zweite Mannschaft, um noch mehr Jugendlichen den Tischtennissport näherbringen zu können. Friedrich Schmidt ist seit über 25 Jahren mit viel Herzblut und hohem Einsatz bei den Natur- und Vogelfreunden aktiv.

Thomas Meier wurde von Bürgermeister Gerald Brehm für seine Zivilcourage ausgezeichnet. Er habe durch seinen Einsatz, bei dem er auch von der Polizei unterstützt wurde, wie Meier verriet, Edeltraud Kellermann zu "neuem Lebensglück" verholfen. Konkret beschrieben wurde sein Einsatz nicht, da Fälle, in deren Zusammenhang Zivilcourage gebraucht wird, "ja oft sehr persönlich sind", wie Brehm sagte.

Den größten Raum nahm jedoch die Ehrung von Dagmar Wennmacher ein. Sie bekam für ihr Engagement für die Städtepartnerschaft Höchstadt-Castlebar die Ehrenspange überreicht. Wennmacher ist Gründungsmitglied des Freundeskreises Höchstadt-Castlebar und seit vielen Jahren dessen Vorsitzende.

Sie trägt zur Völkerverständigung bei, indem sie Delegationen anführt, Reisen organisiert, Praktika vermittelt. Für ihre "Lebensleistung", so Brehm, wurde sie nun geehrt. Was sie bei ihrem außergewöhnlichen Engagement antreibt, verriet Wennmacher in ihren Dankesworten: Sie wolle auch andere für Irland, das sie so sehr liebe, begeistern.

Vorgestellt wurde beim Empfang ebenfalls das Gesundheitsjahr, das wie berichtet, in Höchstadt angelaufen ist. Ein Jahr lang wird es um Themen wie Bewegung, Ernährung oder auch Entspannung gehen. Wie diese Bewegung aussehen kann, zeigte der vhs-Kurs von Sandra Heilmann "High Intensity Interval Training" im Rahmenprogramm. Ebenfalls im Rahmenprogramm dabei: Die Stadtkapelle sowie "Smiley & Emma", die rund um die Verleihung der Ehrenspange an Wennmacher für irische Klänge sorgten. Auffällig war beim eigentlich gut besuchten Neujahrsempfang das Fehlen vieler Stadträte: Ein guter Teil der entsprechend gekennzeichneten Stühle war leer geblieben. 

Katrin Bayer Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt E-Mail

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