Donnerstag, 17.01.2019

|

Ein Gläschen Sekt geht schon in Schlüsselfeld

Martha Günther feiert dank harter Arbeit und gesundem Lebenswandel 101. Geburtstag - 12.01.2019 16:00 Uhr

Die 101-jährige Martha Günther stößt mit dem Bürgermeister an, dahinter ihre Tochter und ihr Schwiegersohn. © Niko Spörlein


Mit dem Hören, gestand sie, klappe es nicht mehr so richtig, "aber wenn Sie ganz laut sprechen, höre ich das schon noch". Die Greisin lebt heute noch bei ihrer Tochter Inge Hofmann in der Königsberger-Straße und langt auch noch zu, "wenn’s halt irgendwie geht". Sie nehme nur sehr wenige Medikamente, es komme kein Pflegedienst zu ihr, nur ihre Tochter und deren Ehemann Siegfried kümmern sich um die derzeit älteste Bewohnerin der Steigerwaldstadt.

Martha Günther erblickte 1918 in der Nähe von Breslau das Licht der Welt; gleich nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete sie mit ihren beiden Kindern Richtung Westen. Sie verschlug es nach Thüngbach, einem Stadtteil der Großgemeinde Schlüsselfeld. "Man muss es nehmen, wie’s kommt", das sei schon immer ihre Devise gewesen, wobei sie natürlich nie in Erwägung zog, dass sie derart alt werde. Und ein Rezept für ein langes Leben sei das auch nicht. Vielleicht habe es aber mit einem soliden Lebenswandel zu tun. "Und mit harter Arbeit". Martha Günther arbeitete Jahre in einem landwirtschaftlichen Betrieb und zog nach einigen Jahren von Thüngbach nach Thüngfeld; dort heiratete sie ihren zweiten Mann, den in Schlüsselfeld recht bekannten Steuerberater Hans Günther.

Tochter Inge und deren Mann Siegfried bauten schließlich ein schickes Häuschen auf der Anhöhe namens "Tannenberg", früher auch bekannt als "Galgenberg", der heutigen Königsberger-Straße. Martha Günther zog schließlich zu ihrer Tochter.

Zuvor gleichwohl machte sie sich einen Namen als Näherin beim Wachenrother Bekleidungshaus Murk. Eine Arbeitsatmosphäre herrschte dort, die einmalig war, "so richtig zum Wohlfühlen", erzählt die Jubilarin. Bis vor wenigen Jahren war die grauhaarige, alte Dame regelmäßige Kirchgängerin. Vom landwirtschaftlichen Betrieb zum Bekleidungshaus, von der Hobbygärtnerin zur Hausfrau und Mutter. "Da braucht es keinen Sport oder Ähnliches mehr".

Klar, dass am Samstag eine Menge Freunde, Nachbarn und Verwandte gratulierten; namens der Stadt übermittelte Johannes Krapp die Grüße. Ministerpräsident Markus Söder, Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und der Landrat des Landkreises Bamberg, Johann Kalb, ließen Grüße übermitteln. Ferner gratulierten zwei Kinder, fünf Enkel, zwei Urenkel und eine Ururenkelin.

Hinten Tochter Inge und Schwiegersohn Siegfried Hofmann 

NIKO SPÖRLEIN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Schlüsselfeld