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„Erbaute Erinnerungen“ gemeinsam lebendig erhalten

„Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis wurde auf dem Höchstadter Kellerberg eröffnet - 12.09.2016 06:00 Uhr

Am Höchstadter Kellerberg, der erst im vergangenen Jahr nach aufwändiger Sanierung feierlich eingeweiht worden war, eröffnete Landrat Alexander Tritthart für den Landkreis den bundesweiten „Tag des Denkmals“.

Am Höchstadter Kellerberg, der erst im vergangenen Jahr nach aufwändiger Sanierung feierlich eingeweiht worden war, eröffnete Landrat Alexander Tritthart für den Landkreis den bundesweiten „Tag des Denkmals“. © Paul Neudörfer


Die Zeckerner Musikanten, vor allem aber Landrat Alexander Tritthart begrüßten die zahlreichen Besucher am städtischen Kellerhaus. Trittharts besonderer Gruß galt Bürgermeister Gerald Brehm, den Kreisräten, Bezirksrätin Ute Salzner, Kreisheimatpfleger Manfred Welker, Sigurd Kohler als zweitem Vorsitzenden des Kellerbergverein und von der Denkmalschutzabteilung Norbert Walter, Udo Fröhlich und Sieglinde Lehner.

Man habe sich für das städtische Kellerhaus als Erinnerungsort entschieden, so Tritthart, da dieser das diesjährige Motto „Denkmal erhalten“ perfekt repräsentiere. Seit 25 Jahren habe sich ein rühriger Kellerbergverein für die Sanierung der Anlagen am Kellerberg eingesetzt und immer weiter an den Verbesserungen gearbeitet. Denkmäler seien „erbaute Erinnerungen“, so Tritthart, auch wenn Privatleute für deren Erhaltung oft tief in die Taschen greifen müssten.

Sigurd Kohler freute sich, dass nun schon zum zweiten Mal diese Stätte ausgewählt wurde. Nicht nur das jährliche Kellerfest zeige, dass der Kellerberg für viele Bürger ein Ort der Kommunikation sei. Kellerführungen würden ständig und wurden auch zum Denkmaltag angeboten, auch das Museum gebe Einblicke in die Keller- und Bierkultur.

Bürgermeister Brehm, der offiziell in Urlaub ist, ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen. Er dankte dem Kellerbergverein, der fast 300 Mitglieder hat, für sein großes Engagement. Mit Hilfe von Zuschüssen der EU sowie Zuwendungen von Kreis und Stadt und dank der gelungenen Planung des Architekten Fritz Wiesneth sei es gelungen, ein Musterbeispiel für Vergangenes zu erhalten. Weitere Arbeiten stünden nun mit der Sanierung der Keller an, und da hoffe man, so das Stadtoberhaupt, ebenfalls die Eigentümer mit ins Boot zu holen. Anschließend berichtete Kreisheimatpfleger Manfred Welker über die Geschichte des Kellerbergs und des Höchstadter Brauwesens.

Angeboten wurde auch eine Führung durch das „Töpfla“ in der Hauptstraße. Das denkmalgeschützte Anwesen aus dem Jahr 1723 wird derzeit gerade saniert.

In Herzogenaurach bot der dortige Heimatverein eine Führung zu Denkmalen rund um den Kirchenplatz an. Vom Fehnturm über den Kiliansbrunnen führte Heimatvereinsvorsitzender Klaus-Peter Gäbelein die Besucher vorbei an den beiden Spitälern, der Marter vor dem Pfarrhaus zu weiteren historisch wertvollen Denkmälern. Zum Abschluss konnte das älteste Bürgerhaus der Stadt im Steinweg Nr. 5 besichtigt werden. Der 3. Vorsitzende, Herbert Dummer, führte fachkundig durch das Haus, das nachweislich Jahr 1447/48 erbaut worden ist. Die Besucher konnten hier nachempfinden, wie man früher auf engstem Raum in einem kleinen Bürgerhaus zusammenlebte. Vor rund 30 Jahren hat die Stadt das Anwesen erworben, vor dem Verfall geschützt und aufwändig sanieren lassen, bevor es der Heimatverein übernommen und stilvoll eingerichtet hat, wovon sich zahlreiche Besucher am Sonntag überzeugen konnten. 

Paul Neudörfer / Klaus-Peter Gäbelein

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