Mittwoch, 12.12.2018

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"Fehlende Argumente": German Hacker kontert StUB-Gegner

Bürgermeister reagiert auf heftige Kritik - 06.12.2018 14:00 Uhr

Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker fährt mit einer StUB-Modellbahn Probe. © Foto: Matthias Kronau


Werner Gründel, Mitglied der Initiative "Pro Aurachtalbahn" kritisiert in einem Beitrag, der auch als Leserbrief in den Nordbayerischen Nachrichten erschien, den Bürgermeister und die Berichterstattung über die Diskussion, die Herzogenaurach derzeit bewegt. Das gesamte Statement lesen Sie hier: 

Bürgermeister German Hacker bezieht jetzt Stellung zu den Vorwürfen. Er schreibt in seiner Stellungnahme, die Aussagen des Leserbriefschreibers Gründel, "die ja nicht zum ersten Mal zu lesen sind" (Hacker), würden nicht dadurch wahr, wenn dieser und seine Mitstreiter der Gruppe "Pro Aurachtalbahn" sie immer wieder wiederholten.

Persönliche Angriffe, die im Leserbrief stehen, schreibt Hacker, "halten ein Bürgermeister und ein Redakteur aus". Dies gehöre zum Geschäft, allerdings gebe es Grenzen. Angriffe persönlicher Art seien ein Zeichen für fehlende Argumente.

Hacker: Kritik grenze an Verunglimpfung

Es grenze an Verunglimpfung des höchsten Gremiums der Stadt Herzogenaurach, des Stadtrats, dass von Gründel und anderen kolportiert werde, ein Bürgermeister entscheide alleine über alles. Das tut er nicht, so, Hacker, "weil er es weder darf noch kann". Der Stadtrat plus Bürgermeister entscheide und habe dies bei allen Projekten stets mit sehr großer Mehrheit getan.


Initiative will Bürgerentscheid: Schneller mit der Aurachtalbahn?


Dem vorangestellt sind immer Diskussionen, öffentliche Berichte, das Einholen fachlicher Bewertungen und am Ende ein Abwägen, so Hacker. Das sei schwierig, dauere seine Zeit und es werde auch nach der längsten Abwägung immer Gegner geben.

Gründel möchte aber im Wesentlichen seine Meinung durchsetzen, so der Bürgermeister weiter. Zur Klarstellung merkt Hacker an, dass der Leserbriefschreiber ein Anwohner der Rathgeberstraße ist, die, wie berichtet, als die beste Einfallstraße für die Straßenbahn von Norden her beurteilt ist. Der Leserbrief bezeichnet Fahrgastprognosen als "aus der Luft gegriffen", fordert aber selbst welche an anderer Stelle.

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Gründel nenne, führt Hacker an, den Verdichtungsraum von Erlangen-Bahnhof über Büchenbach, die Herzo Base, das adidas- und das Puma-Hauptquartier, das Wohngebiet bis hinunter zu Schaeffler und dem Zentrum abfällig "ländliche Vororte" und fordere stattdessen "eine einspurige Pendelbahn im dünn besiedelten Aurachgrund zwischen Bruck und Schaeffler. Er fordere einen Lohhoftunnel, vergesse aber zu erwähnen, dass dieser in einem Verkehrsgutachten bereits als nicht tragfähige Lösung untersucht wurde. Das sei alles bestenfalls als "nicht zutreffend" zu bezeichnen. Es gäbe, schreibt Hacker, auch andere Begriffe dafür.

  

nn

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