Samstag, 17.11.2018

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Gelbe Infotafeln leiten Besucher an Pfingsten

Stadt investiert rund 20.000 Euro für historische Stadtrundgänge - 05.06.2014 17:54 Uhr

Die Informationsschilder sind in schickem Gelb gehalten. © Ralf Rödel


Trotz seines gediegen-dunkelblauen Dienstanzuges legte Bürgermeister German Hacker beim Anbringen des Schildes am vhs–Gebäude in der Badgasse selbst Hand an. Natürlich durfte dabei auch die Wasserwaage nicht fehlen.

Doch dafür, dass mit den neuen historischen Stadtschildern tatsächlich alles im Lot ist, musste die Kommune schon selbst sorgen.

Reichlich Ärger und eine monatelange Verzögerung gab es, weil die ersten Firmenentwürfe der mehrschichtigen Acrylschilder schlichtweg ungeeignet waren. Die Stadt wechselte den Hersteller und wich auf „2-Print“ aus Nürnberg aus.

Im Design sind die neuen Schilder an die bereits seit einem Jahr erhältliche Stadtbroschüre angelehnt. Für das „Grunddesign“ habe Harry Koerber gesorgt. Auch der vom Bürgermeister scherzhaft als „HerzoSchmied“ titulierte Kunstschmied Walter Drebinger war daran beteiligt. Schließlich konnte nicht überall in historische Außenwände „hineingedübelt“ werden, sagte Dr. Hacker.

„Neuester Stand“

Voll des Lobes für das nun verwirklichte Projekt war auch Kreisheimatpfleger Dr. Manfred Welker. „Es ist schön, dass das, was 1926 angefangen wurde, nun in die neue Zeit übersetzt und auf den neuesten Stand gebracht wurde.“ Bereits damals waren an historischen Gebäuden erstmals InfoTafeln angebracht worden.

Für die jetzt aufgehängten oder auf Stelen fixierten Schilder sei eine lange Vorbereitungszeit nötig gewesen. führte Rathauschef Hacker aus. „Die Schilder haben mehrere Väter und Mütter.“ Ziel ist, dass Interessierte an diesen Schildern entlanggehen. Ideengeber seien auch das Agenda 21-Projekt und der Heimatverein gewesen.

Auf den Schildern selbst informieren kurze Texte in Deutsch und Englisch über die Sehenswürdigkeit. Im vorliegenden Fall war das die „Untere Badstube“. Sie ist auf Position 31 des äußeren Stadtrundganges. Eilige Stadtbesucher begnügen sich vielleicht schon mit dem deutlich kürzeren „inneren Stadtrundgang“.

Über den QR-Code auf den Schildern mit den abgerundeten Ecken können die Besitzer von Smartphones oder Tablets weitere Informationen abrufen. Für handylose Besucher interessant: Sie erhalten bald direkt vor der Tourist-Info auch außerhalb der Öffnungszeiten bereit gelegte Stadtprospekte.  

FRANK HEIDLER

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