Freitag, 16.11.2018

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Gemeindezentrum Großenssebach: Außenanlagen erhalten neues Gesicht

Ansprechende Gestaltung am Gemeindezentrum angestrebt — Protokollsatz wird gestrichen - 03.08.2018 16:11 Uhr

Die Westansicht des Gemeindezentrums. Links soll der Weg erneuert werden, überall auf der Westseite neu bepflanzt werden. Rechts hinter dem kleinen Grünstreifen sollen Parkplätze entstehen. © Foto: Max Danhauser


Insbesondere die Grünanlagen auf der Westseite seien in die Jahre gekommen, erklärte Bürgermeister Bernhard Seeberger. Bei der neuen Anlage will man aber nicht nur neues Grün schaffen, sondern auch die Parkprobleme vor dem Gemeindezentrum lösen. Vor allem vor Gemeinderatssitzungen kann es dort schon mal eng werden. Auf der Westseite sollen daher drei neue Parkplätze errichtet werden, auch Behindertenparkplätze soll es geben. Der schon bestehende Weg zum Eingang des Rathauses soll dafür auch erneuert werden. Für all diese Maßnahmen, erklärte Popp, sei eine kleine Geländeanpassung notwendig. Mit zwei Gegenstimmen beschloss das Gremium anschließend das Planungskonzept.

Anderes Thema: die Erschließung des Baugebietes Bergstraße/Neuenbürger Weg. Jürgen Wagner vom zuständigen Ingenieurbüro stellte dazu die eingearbeiteten Änderungen vor. Nach derzeitigem Stand sollen sich die kompletten Erschließungskosten auf etwa 780 000 Euro belaufen. Das Oberflächenwasser soll nördlich über einen bereits bestehenden – aber noch gründlich zu reinigenden – Graben an den Tennisplätzen vorbei an die Lindach Richtung Neuenbürg abgeleitet werden. Dort soll dann ein Regenrückhaltebecken entstehen. Das soll mit einem Grundsee, also einem dauerhaften Pegelstand, versehen werden.

Im Zuge der Straßen- und Kanalsanierung in der Bergstraße wird es in Sachen Oberflächenentwässerung ein gemeinsames Kanalsystem mit dem neuen Baugebiet geben. Das Oberflächenwasser der Bergstraße soll künftig auch nördlich in das neue Regenrückhaltebecken an der Lindach geleitet werden. Am Donnerstag forderten einige Räte zudem, Anschlüsse bis an Grundstücksgrenzen zu legen, damit bei Wunsch Anlieger an das neue Entwässerungssystem angeschlossen werden können. Das wird aber voraussichtlich zu einem größeren Regenrückhaltebecken führen. Ohne Vergrößerung des Beckens und der zusätzlichen Anschlüsse rechnete man mit Kosten von etwa 252 000 Euro.

Auch bei der Straßensanierung war Wagner aktiv. Wie favorisiert, wird die Planung jetzt mit einem südlich und westlich gelegenen 1,5 Meter breiten Gehweg angegangen.

Zusammen mit der "Verlängerung" des zu sanierenden Straßenabschnittes um gut 100 Meter gen Neuenbürger Weg belaufen sich die Straßensanierungskosten auf etwa 580 000 Euro. Anwohner können aber beruhigt sein: In Bayern werden Anlieger bei derartigen Sanierungen nicht mehr zur Kasse gebeten.

"Ein Satz im Protokoll gibt Rätsel auf", so berichtete die NN am 14. Juli. In der vorherigen Gemeinderatssitzung hatte es nämlich Unmut darüber gegeben, wie und warum der Satz "Herr GR Bauenschmidt hatte das Schreiben der Verwaltung vom 6.6.2018 ohne Kenntnis des Bürgermeister als Tischvorlage verteilt" seinen Weg in das Protokoll der Sitzung vom 14. Juni fand. Immerhin ein ernstzunehmender Vorwurf gegenüber einem Bürgervertreter, der solche Unterlagen gar nicht weitergeben dürfte. Nach längerer Diskussion hatte man im Juni die Genehmigung des Protokolls vertagt.

Seitens der Gemeinde Großenseebach hatte man schon vor der Juni-Sitzung Kontakt mit der Kommunalaufsicht in dieser Sache aufgenommen. Man vermutete, Ulrich Bauenschmidt habe das betreffende Schreiben via E-Mail oder WhatsApp an andere Gremiumsmitglieder versandt, was er und seine Gemeinderatskollegen aber bestritten.

Nach der Juli-Sitzung hatte die Kommunalaufsicht noch einmal darauf hingewiesen, dass eine unverschlüsselte, elektronische Weitergabe in dieser Form grundsätzlich aus datenschutzrechtlichen Gründen unzulässig sei.

Moniert hatten sich Bauenschmidt und andere Ratsmitglieder über ein Schreiben der Verwaltung, dass an ein Großenseebacher Ehepaar gegangen war. Darin hatte man diese unter anderem auf den Vollzug von Ersatzpflanzungen hingewiesen, die durch das Fällen von Bäumen im Zuge eines Hausbaus vereinbart wurden.

In dieser Vereinbarung behielt sich die Gemeinde allerdings vor, die Art der Ersatzpflanzungen festzulegen. Dies sollte entweder in Form von Jungbäumen oder Pflanzkübeln entstehen, was aber der Gemeinderat zu entscheiden hätte.

Durch bereits begonnene Pflasterarbeiten würde die Ersatzpflanzung aber auf die Kübel-Variante hinauslaufen, weswegen man das Schreiben versandte.

Diese Vereinbarung soll nun verzogen werden. Auf Anraten der Polizei will man nun die Kübelvariante ausführen lassen, da die Sicherheit der Schüler auf dem Schulweg dadurch verbessert werde. Bis zur nächsten Sitzung muss das Ehepaar nun einen Gestaltungsvorschlag abgeben.

Wie nun aber der vieldiskutierte Satz ins Protokoll kam, wurde in der Sitzung gar nicht mehr thematisiert. Einstimmig beschloss das Gremium nun, den Satz aus dem Protokoll zu streichen. 

mda

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