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Glücklose Alligators scheitern wieder nach Verlängerung

Eishockey-Oberliga: 1:2 in Selb ist die sechste Niederlage in Folge — Erstes Tor von Youngster Robert Hechtl reicht nicht - 02.01.2019 22:15 Uhr

HEC-Keeper Philipp Schnierstein (hier eine Szene aus dem Spiel am zweiten Weihnachtsfeiertag) hatte einen guten Tag erwischt, aber am Ende siegten wie damals die Selber Wölfe. © Foto: Jürgen Hauke


Das Spiel startete mit einem Knalleffekt: HEC-Stürmer Michal Petrak traf mit einem wuchtigen Schuss die Maske des Selber Goalies Niklas Deske. Ein Offensivspektakel wurde es ansonsten aber nicht. Die Höchstadter spielten auf Augenhöhe, hatten auch durchaus einige Chancen, um in Führung zu gehen. So kam nach Vorarbeit von Oleg Seibel und Lukas Lenk Verteidiger Maximilian Otte frei zum Schuss, aber Deske parierte.

In der 10. Minute beim Spiel Vier gegen Vier kam dessen Gegenüber Philipp Schnierstein erstmals ernsthaft in Bedrängnis, doch noch konnte er seinen Kasten sauber halten. Das war vier Minuten später aber Geschichte, als ein Schuss von Erik Gollenbeck ins rechte obere Eck traf. Mit diesem 1:0 für die Hausherren ging es auch in die erste Pause.

Aus dieser kam der HEC in Unterzahl, überstand die Strafzeit aber schadlos. Noah Nijenhuis prüfte Schnierstein kurz darauf noch einmal, ehe die Gästefans zum ersten Mal jubeln durften. Sieben Spiele hatte Förderlizenzspieler Robert Hechtl aus Ingolstadt bisher für die Höchstadter bestritten; noch hatte er keinen Scorerpunkt auf seinem Konto stehen. Doch nach Pass von Kapitän Martin Vojcak schlug der 19-Jährige Linksaußen erstmals zu.

Das Spiel war damit auch vom Ergebnis her offen, vom Spielverlauf her war es das ohnehin schon lange . Seibel und Jari Neugebauer hatten die besten Gelegenheiten, die Alligators in diesem Durchgang sogar in Führung zu bringen, aber nach ihren Alleingängen war jeweils Deske Endstation. Der ist übrigens der Bruder des verletzten Höchstadter Stürmers Marvin, der ebenso wie Vitalij Aab, Ales Kreuzer, André Lenk und Daniel Ribarik fehlte. Auf Selber Seite wurde von allem der Kanadier Ryan McDonough schmerzlich vermisst. So arbeiteten sich die Angriffsreihen der Tabellennachbarn meist vergeblich ab, die gegnerischen Verteidigungsblöcke auszuspielen, zumal zwei sehr solide Keeper dahinter standen.

Im Schlussdrittel sah das zunächst ähnlich aus, der HEC hielt die Wölfe auch im siebten Unterzahlspiel vom Tor weg (Selb hatte bis dahin nur einen Akteur auf die Strafbank setzen müssen). Lukas Lenk schoss Mitte des Drittels bei einer tollen Chance knapp über die Latte.

Dann gleich Minuten Überzahl für die Gäste, weil David Hördler zu robust zu Werke gegangen war. Aber die Höchstadter ließen diese Möglichkeit ebenfalls verstreichen. Wie fast immer in den jüngsten Spielen musste die Entscheidung in den letzten Minuten fallen. Erneut in Unterzahl retten sich die Alligators in die Verlängerung, 22 Sekunden hätten sie noch überstehen müssen, doch nach 21 ekunden trafen vier Selber gegen drei Höchstadter und sicherten sich den Extrapunkt. Landon Gare war der Matchwinner. Am Freitag gegen Landshut wird der HEC erneut versuchen, das Glück nach Höchstadt zurückzuholen.  

cah/hp

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