Mittwoch, 21.11.2018

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HEC-Serie endet beim alten Rivalen Lindau

Eishockey-Oberliga: Alligators kassieren anfangs zu viele Strafzeiten und sind später im Sturm zu harmlos - 26.10.2018 22:20 Uhr

Der Anfang vom Ende für den HEC: Der Schuss von Anthony Calabrese (nicht im Bild) zum Lindauer 1:0 (natürlich in Höchstadter Unterzahl) überraschte die HEC-Abwehr mitsamt Goalie Philipp Schnierstein. © Foto: Christian Flemming


Es war kein großer Leistungsunterschied zu erkennen. Im ersten Drittel beispielsweise hatte Lindau zwar ein leichtes optisches Übergewicht, die klareren Chancen lagen aber bei den Gästen, bei denen in der ersten Reihe der zuletzt starke Lukas Lenk wegen Krankheit pausieren musste. Dann musste Jari Neugebauer schon in der zweiten Minute mit einer blutenden Wunde vom Eis – er kam jedoch zum zweiten Drittel wieder. Bis dahin hatten die Alligators bei den Strafzeiten schon mit 6:0 vorgelegt.

Nach Toren ging es zwar noch mit 0:0 in die Kabinen, aber das sollte sich schnell ändern: Die erste doppelte Großchance gehörte zwar dem Höchstadter Duo Ales Kreuzer und André Lenk, aber noch in der gleichen Minute wieder eine Strafzeit gegen den HEC. Ausgerechnet den Ex-Lindauer JiÝi Mikesz erwischte – und prompt traf der US-Amerikaner Anthony Calabrese zum Führungstreffer in der 22. Spielminute.

Anschließend machten die Alligators wieder Druck, EVL-Goalie David Zabolotny geriet sogar so stark in Bedrängnis, dass er sich den Puck beinahe ins eigene Gehäuse gekickt hätte. Nach einem Außennetztreffer von Kreuzer drohte aber wieder Unheil für die Aischgründer.

Erst waren sie mit sechs Feldspielern auf dem Eis, dann beging erneut Mikesz ein Foul. Resultat: gleich zwei Mann weniger auf dem Spielfeld und fast zwangsläufig der nächste Gegentreffer durch Jan Hammerbauer.

Zwölf Strafminuten standen da schon auf dem Spielberichtsbogen für den Aufsteiger, dann folgten die ersten Einträge für die Islanders, doch im Überzahlspiel gelang dem HEC bis dato nichts. Ein Schlagschuss von Ales Kreuzer kurz vor Drittelende war noch die größte Chance in diesem Durchgang. Bezeichnend für die Verunsicherung der Höchstadter Offensive: Lindau kam in Unterzahl sogar zwei Mal zu aussichtsreichen Kontern, weil die Gäste die Scheibe nicht sauber kontrollierten.

Im Schlussdrittel mussten dann die Hausherren etwas häufiger in die "Kühlbox" – und schon wurde es noch einmal spannend. In der 47. Minute gelang Verteidiger Richard Stütz, der sich immer beim Powerplay vor dem gegnerischen Tor breit macht, der Anschlusstreffer.

Danach mühten sich die Alligators redlich, allein es wollte vor dem Tor von David Zabolotny herzlich wenig gelingen. Auch eine weitere Strafzeit gegen den EVL half nicht. Und als die Lindauer wieder komplett waren, stellent sie sich keineswegs hinten rein, um den Sieg abzusichern, so dass Philipp Schnierstein im Kasten des HEC mehrfach parieren musste, um sein Team im Spiel zu halten.

Eine Minute vor Schluss ging "Fipsi" vom Eis, dank einer Strafe gegen Verteidiger David Farny hatten die Höchstadter sogar noch 22 Sekunden lang eine doppelte Überzahl, aber der alte Rivale vom Bodensee stemmte sich erfolgreich gegen die Übermacht und fuhr drei wertvolle Punkte ein.

Die Alligators können sich am Sonntag ab 18 Uhr vor eigenem Publikum gegen das schon abgeschlagene SchlusslichtEHC Waldkraiburg rehablitieren, das auch am Freitagabend gegen ECDC Memmingen böse unter die Räder kam.  

cah/hp

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