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Jubiläums–Herzoman mit Bürgermeister-Premiere

German Hacker startete bei 30. Auflage — Lasse Ibert gewann bei den Herren — Bei den Damen siegte Julia Schübel — 510 Teilnehmer - 26.07.2015 19:53 Uhr

Der Auftakt des 30. Herzoman erfolgte bei herrlichem Wetter, aber doch kühlen Temperaturen im Herzogenauracher Freibad. Voll konzentriert stürzten sich die Teilnehmer in die gut temperierte Fluten. © Fotos: Mark Johnston


TS-Abteilungsleiter Marcel Zollhöfer konnte zudem vermelden, dass sich rund 100 freiwillige Helfer zur Verfügung gestellt hatten, die zum Gelingen dieser Veranstaltung mit beitrugen. Egal ob im Freibad oder an der Radstrecke, im Thonwald wo gelaufen wurde, oder auch auf der TS-Anlage – überall hieß es unisono: „Tolle Organisation, ganz ausgezeichnete Wettkampfstrecken und ein faires Publikum überall.“

Dazu passt dann auch dass etliche Aktive nach zuvor anstrengenden 400 Meter Schwimmen (Jugendliche 200 Meter), 20 km Radfahren (Jugendliche 10 km) sowie fünf Kilometer Laufen (Jugendliche 3,5 km) auf den letzten 50 Metern von ihren Kindern an der Hand über die Ziellinie „geführt“ wurden.

Wem das noch nicht genug Mobilisierung der letzten Kräfte war, dem wurde vom Forchheimer Moderator Carsten Wink am Mikrofon nochmals kräftig „eingeheizt“ („Jürgen gib Gas, Deine Frau will nicht länger warten und Deine Kinder haben Hunger“), oder einfach nur beglückwünscht. Denn Wink ließ es sich rund drei Stunden lang nicht nehmen, jeden Finisher abzuklatschen. Dem Vernehmen nach hat fast jeder der Teilnehmer im Alltag eine Spezialdisziplin, welche er favorisiert, die beiden anderen sind oft die „großen Unbekannten.“

Das konnte auch Bürgermeister German Hacker bestätigen, der Wort hielt und mitmachte und mit beachtlichen Leistungen in allen drei Disziplinen. aufwartete. „Nun muss ich mal abwarten, welche Spätfolgen auftreten. Das Laufen machte mir schon Probleme, es sind halt doch 100 Kilogramm Körpergewicht zu bewegen“, so das Stadtoberhaupt. Und: „Wir haben morgen im Kreistag einen Termin in Sachen StUB, dafür musste ich mich fit machen.“

Dass er besonders auf der Radstrecke Zeit gutmachen konnte, wird keinen verwundern, ebenso wenig, dass er nach der Siegerehrung zur Fußball-Stadtmeisterschaft weiter musste — natürlich mit dem Rad. „Bisher habe ich den Teilnehmern nur meine Anerkennung aussprechen können, heute aber habe ich selbst erlebt, was hier geleistet wird. Umso größer ist mein Respekt vor allen Aktiven als auch Organisatoren“, so ein sichtlich beeindruckter Bürgermeister.

Aus dem Triathlon-Mekka Roth war naturgemäß eine starke Mannschaft am Start. Eine von ihnen, die 13- jährige Joeline Büttner und Dritte bei den weiblichen Schülern A, zeigte sich rundum zufrieden und ist sich sicher, im nächsten Jahr erneut beim Herzoman an den Start zu gehen.

Zwei Jahre Pause vom Herzoman hatte der vereinslose 37-jährige Patrick Reinhardt aus Nürnberg gemacht: „Ich war vor drei Jahren auch schon hier, habe aber danach keine Zeit gehabt. Erneut hat mich die ganze Atmosphäre wunderbar stimuliert, es macht einfach Spaß hier zu starten.“ Die 13-jährige Fenja Sommer vom TSV Zirndorf konnte den Schüler A-Wettbewerb gewinnen. Dabei hatte sie am Vortag schon einen Triathlon bestritten. Dass man beim Übergang vom Rad zur Laufstrecke professionell das Rad abgenommen bekommt kenne sie gar nicht.

56 Jahre alt ist Sabine Lösel, die schon seit Jahren am Start ist: „Heute hatten wir ein optimales Wetter für diesen Sport. Obwohl ich nicht gerne laufe, wird man vom tollen Publikum getragen, es macht beim Herzoman einfach Spaß.“ Auf 40 Jahre Schuldienst an der Realschule kann die 65-jährige Erlangerin Sabine Tröltzsch zurückblicken. Vor 20 Jahren hatte sie mit diesem Sport begonnen und ist trotz einiger Blessuren durchgängig dabei. So vermag sie auch nach einer Knieoperation die Belastung richtig einzuteilen: „Da muss man etwas langsamer tun, ankommen ist wichtig.“ Rainer Weber ist 44 Jahre alt und einer von vier Herzogenauracher Feuerwehrlern am Start. „Ich mache zum vierten Mal mit und bin immer wieder von der Atmosphäre hier angetan, nur trainieren geht derzeit kaum, einfach zu viele Einsätze“, so Weber.

Natürlich gab es auch in den verschiedenen Altersklassen Sieger. Bei den Frauen war dies die 20-jährige Julia Schübel vom TSV Altenfurt. Wie die Athletin bekannte, profitiert sie wesentlich von ihren Starts als Bundesliga-Schwimmerin ihres Clubs: „Ich bin schon als Erste aus dem Wasser raus und da es mit dem Rad weitaus besser lief als erwartet, konnte ich den Lauf auf schöner Strecke prima einteilen.“

Die Drittplatzierte 27-jährige Alica Nörthemann vom Team Schaeffler und auch für die Fa. Arndt startend, kommt aus Niedersachsen und lebt erst seit Januar 2015 in Franken. Ihre neuen Berufskollegen hatten ihr zur Teilnahme geraten und sie war danach voll des Lobes über das tolle Ambiente und die gute Organisation.

Lasse Ibert als Erster im Männerwettbewerb und ebenfalls für das Team Schaeffler und das Team Arndt am Start, konnte seiner Favoritenrolle rundum gerecht werden: „Ich habe den Rückenwind vom Start bei dem Rother Callenge mitnehmen können. Ich kam aus dem Wasser raus und fühlte mich auf dem Rad sofort wohl.“ Der 29-Jährige war zum sechsten Mal dabei und freute sich nach früheren Podestplätzen, diesmal ganz oben zu stehen. Der knapp bezwungene Christian Seeberger (startet für „Gedopt und verloren“) aus Forchheim meinte zum Erfolg Iberts: „Triathlon ist halt ein ehrlicher Sport, wer fleißig trainiert wird auch belohnt.“

Auch dieser Herzoman wurde zu einem tollen Erfolg für die TSH und für Puma. Einen kleinen Beitrag zur Erheiterung steuerte Christa Spitzer, Multi-Macherin bei der TSH und zuständig für die Ausgabe von Puma-Shirts bei: „Es ist schon auffällig, die Männer geben immer die kleinstmögliche Größe an, damit das Shirt ganz eng am Körper anliegt und wenig später kommen deren Frauen und tauschen es gegen ein größeres um.“

Bildergalerie unter: www.nordbayern.de/herzogenaurach 

VOLKER SCHNELLER

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