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„Kleinstadtverein“ räumt in München ab

Drei Goldmedaillen für die Leichtathleten der TS Herzogenaurach bei der bayerischen Hallenmeisterschaft - 21.01.2013 17:12 Uhr

Dreisprung ist inzwischen eine Domäne der TSH: Katharina Schreck ist seit Jahren eine Bank.

Dreisprung ist inzwischen eine Domäne der TSH: Katharina Schreck ist seit Jahren eine Bank. © Theo Kiefner


Dass Katharina Schreck den Dreisprung der Frauen für sich entscheidet, war durchaus erwartet worden. Mit 12,78 Metern siegte sie mit großem Vorsprung und zeigte dabei aufsteigende Tendenz. Anna Dupke hatte mit Anlaufproblemen und der doch recht schwülen Luft in der Halle zu kämpfen und musste sich mit 11,63 Metern zufrieden geben, wofür sie die Bronzemedaille erhielt.

Lediglich erhofft war der Titelgewinn von Timo Kaufmair bei den Männern über 60 Meter Hürden. In einem spannenden Finale hatte er die Nase – oder in diesem Fall die Brust – knapp vor seinem Rivalen Florian Geyer, der als Zweitschnellster gemeldet war. Mit der klasse Zeit von 8,31 Sekunden lag er im Ziel drei Hundertstel vor dem Münchner. Die Freude über den Titelgewinn wurde nur ein klein wenig getrübt, weil Kaufmair damit die Qualifikationsnorm zur deutschen Meisterschaft um eine einzige Hundertstelsekunde verfehlte.

Überraschendes Staffelgold

Völlig unerwartet, und damit umso erfreulicher, war der Sieg der Männer in der 4x200m-Staffel. Im ersten von zwei Zeitendläufen zeigten Daniel Hoseus, Sam Leiblein, Timo Kaufmair und Kai Bauer ein starkes Rennen und kamen nach guten Wechseln in 1:32,30 Minuten als Erste ins Ziel. Damit keimten Hoffnungen auf eine Medaille auf, doch es hieß abwarten, was die vier Teams im zweiten Lauf auf die Bahn brachten. Der große Favorit, die Stadtwerke München, musste nach einem starken Lauf, aber einem klaren Wechselfehler, disqualifiziert werden. So hieß es nun auf die Zeit der zweitplatzierten Landshuter zu warten, für die dann 1:32,64 aufleuchtete. Somit standen die Herzogenauracher als Überraschungssieger fest und freuten sich natürlich riesig, dass sie diesen Titel verteidigen konnten, denn bereits im Vorjahr war ihnen dieser Coup gelungen.

Kai Bauer hatte zuvor im Weitsprungwettbewerb der Männer schon zu gefallen gewusst. Obwohl er in den letzten zwei Monaten fast nur Krafttraining durchführen konnte, weil er in Stuttgart ein Praktikum absolviert, flog er im dritten Versuch auf 6,93 Meter, was am Ende Rang drei bedeutete. Zuvor hat er mit seinem Trainer noch 6,80 Meter als Wunschleistung festgelegt, aber was über viele Jahre gut einstudiert wurde, geht offensichtlich auch nicht so schnell verloren.

Leiblein und Kaufmair traten am ersten Tag auch noch im 60m Sprint an, liefen beide Bestleistung (7,31 Sekunden, bzw. 7,25 Sekunden) und kamen in den Zwischenlauf, wo sie ihre guten Zeiten bestätigen konnten.

Bei der weiblichen U18 reiste Isabel Kraus leicht erkrankt an, startete dennoch im Dreisprung und wurde mit der neuen persönlichen Bestweite von 10,77 Metern Dritte. Dabei fehlte ihr nach eigener Aussage leider etwas die Kraft, denn sonst hätte sie die nur fünf Zentimeter vor ihr auf Rang zwei Platzierte schlagen können.

Über 800 Meter trat Julia Gronau an und landete nach 2:25,82 Minuten in einem engen Rennen auf Platz fünf.

Bei der männlichen U18 schickte Trainer Peter Müller zwei Akteure des jüngeren Jahrgangs in den Wettkampf. Nach hervorragenden 13,83 Metern mit der Kugel und damit Rang vier war Timo Kaufmair hochmotiviert für den Speerwurf, der bei minus fünf Grad im Freien ausgetragen wurde. Im Feld der acht Werfer wurde er erst im letzten Versuch von der Spitzenposition verdrängt. Mit 49,57 Meter überwog aber klar die Freude über die gewonnene Silbermedaille, die vorher nicht erwartet worden war. Damit blieb er nur 43 Zentimeter hinter seiner Bestweite aus dem letzten Jahr mit dem 100 Gramm leichteren Speer. Marc Hoseus hielt sich in dem Feld als Fünfter mit 44,47 Metern ebenfalls gut.

Endlich scheint auch der Knoten bei Kathrin Schmidt geplatzt zu sein. Über die 60 Meter Hürden konnte sie ihre ausgezeichneten Trainingsleistungen endlich auch einmal im Wettkampf umsetzen. Nach 9,36 Sekunden im Vorlauf steigerte sie sich im Finale auf 9,29 Sekunden und wurde nur fünf Hundertstel hinter der Vierten Sechste. Den gleichen Platz erreichte sie danach im Kugelstoßen mit guten 11,82 Metern. 

müp

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