Mittwoch, 20.03.2019

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Kommentar: Die Aurachtal-Eisenbahn ist tot

Was wäre dabei, wenn der Radschnell-Weg über die Aurachtal-Bahnstrecke führt? - 01.12.2018 07:01 Uhr

Die alte Trasse der Aurachtalbahn bei Hauptendorf. © Matthias Kronau


Es ist nun einmal so im menschlichen Leben: Über Tote spricht man nur leise und nicht immer die ganze Wahrheit aus. So, als hörten sie noch zu.

Manchmal aber wäre eine etwas deutlichere Aussprache hilfreich und klärend für künftige Generationen. Deshalb hier und hoffentlich deutlich: Die Aurachtal-Eisenbahn ist tot.

Sollte sie je als Straßenbahn auferstehen, dann in Jahrzehnten. Denn die StUB auf der L-Trasse schlägt sie locker in allen Strukturdaten. Deshalb wird die StUB bezuschusst und nicht eine Aurachtalbahn. Und damit hat es sich bis auf weiteres. Bis auf fernes weiteres.

Die Stadtrats-Aussprache sowohl über das StUB-Forum als auch die neuen, ermutigenden Prognosen lassen vermuten, dass allen Herzogenauracher Stadträten das klar ist.

Genau deshalb war der folgende Streit über eine Trasse an oder auf der Bahnlinie für einen Rad-Schnellweg auch so unglücklich, wenn nicht fragwürdig. Und zwar von beiden Seiten. Beide haben ein bisschen Recht und auch ein bisschen nicht.

Hier die CSU: Sie hat damit Recht, dass es einen gewissen Planungs-Trassen-Mechanismus gibt: Was in der ersten Studie einmal gezeichnet ist, hat die größten Chancen, auch die Feinplanung zu überstehen.

Die CSU hat nicht Recht, wenn sie dies fürchtet. Und der Bürgermeister hat Recht, wenn er dies nicht fürchtet. Unrecht hat er, wenn er versucht, mit Begriffen wie "pragmatische Lösungen" den Ball flach zu halten und abzulenken von dem, was wahrscheinlich ist: Der Rad-Schnellweg wird sehr wahrscheinlich auf der Bahnstrecke verlaufen. Und was ist dabei? 

RAINER GROH

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