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Mit der Zone ziehen die Shorthorns davon

Klares 80:59 gegen Schwabing: Und schon wieder ist ein Verfolger abgehängt - 29.01.2012 18:00 Uhr

Zwei der besten Akteurinnen im Duell: Laura Angerstein (rechts) wird von der Schwabingerin Magali Freitas bedrängt.

Zwei der besten Akteurinnen im Duell: Laura Angerstein (rechts) wird von der Schwabingerin Magali Freitas bedrängt. © Roland Huber


Jetzt läuft alles auf ein Duell mit dem BBV Leipzig hinaus, obwohl der gestern gewaltig patzte. Trainer Markus Schönmüller: „Die werden sich wohl kaum noch einen Ausrutscher erlauben, also müssen wir konzentriert bleiben, um ein ,Endspiel' zu bekommen." Darüber, ob man im Fall des Titelgewinns den Wiederaufstieg in die Zweite Liga wahr nehmen würde, redet bei der TSH niemand – man will aber alles versuchen, um Meister zu werden.

Gegen Schwabing spielten die Shorthorns eine Halbzeit lang alles andere als meisterlich, vor allem in der sonst so starken Abwehr taten sich immer wieder Lücken auf, wenn die überragende Schwabingerin Magali Freitas zum Korb zog und nur selten jemand aushalf, wenn ihre direkte Gegenspielerin geschlagen war.

So verpuffte auch eine frühe 17:8-Führung, die dank der Treffsicherheit von Ilona Brox und der starken Laura Angerstein zustande gekommen war. „Irgendwie haben wir keinen Rhythmus gefunden, weil es ständig Unterbrechungen gab", so Schönmüller – ohne dabei das viel zu kleinliche und unberechenbare Schiedsrichterduo Bittner/Dirmeier anzusprechen.

19:16 hieß es nach dem ersten Viertel, und auch der zweite Durchgang begann flott für die Shorthorns, die auf 23:16 davon zogen, ehe sie wieder in ihr altes Fahrwasser zurück kehrten: nicht bissig genug in der Defensive, hektisch im Angriff.

Nach dem Seitenwechsel brachte ein einziges Manöver von Schönmüller die sofortige Vorentscheidung: Er stellte von Manndeckung auf Zone um, der wurfschwache Gast wusste dagegen kein Mittel. Kerstin Wägner, zuvor noch zurückhaltend, eroberte nun zahlreiche Bälle, erzielte selbst in diesem Viertel zehn Punkte und legte einige andere auf. Beim Zwischenstand von 59:39 nach 30 Minuten war die Partie gelaufen - zudem waren alle Spielerinnen reichlich zum Einsatz gekommen.

Im Schlussviertel spielte sich die Partie viel an den Freiwurflinien ab. 21:20 endete dieser Abschnitt, in dem vor allem Ilona Brox die Akzente setzte. Spannung kam keine mehr auf, dafür gab es noch einige schöne Kombinationen zu sehen. Erfreulich auch, dass die zuletzt pausierenden Tina Riegner und Kornelija Klisanic wieder fit sind. Am nächsten Samstag in Erfurt werden sie sicherlich dringender benötigt als gegen die letztlich überforderten Schwabingerinnen.

TSH: Klisanic 4, Angerstein 12/2 Dreier, Wägner 12/2, I. Brox 22/3, Sieber 2, Hildel 9, Heinz 7, Riegner 4, R. Brox 5, Wittmann, Friedmann3.

  

VON HOLGER PETER

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