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Papa ist schönster Rüde der Welt

Bernhardiner-Zuchtfamilie in Ailsbach hat Nachwuchs von preisgekröntem Hund - 25.10.2017 17:17 Uhr

Sieben Welpen im Bollerwagen: Der preisgekrönte Bernhardiner-Rüde Einstein zieht in einem Garten in Ailsbach die Familie hinter sich her. © Paul Neudörfer


Der Politiker knabbert seiner Schwester am Ohr. "Janik" heißt der kleine Welpe, der im Haus von Familie Schäfer über die Decke tapst. "Er bekommt diesen Namen dem Erlanger Bürgermeister Florian Janik zu Ehren", sagt Züchter Georg Schäfer.

Gemeinsam mit seiner Frau hat der Rentner schon im Jahr 1999 die Zuchtstätte für St. Bernhard Hunde, also Bernhardiner, "aus dem Ailsbachtal" aufgebaut. Am 9. September hat der zehnte Wurf, den sie begleiten durften, das Licht der Welt erblickt. Die sieben Welpen, zwei Rüden und fünf Mädchen, tragen deshalb bald alle Namen mit dem Anfangsbuchstaben J, dem zehnten Buchstaben im Alphabet. "Janik" ist schon vergeben, in frühestens drei Wochen kommt er zu seinen neuen Besitzern.

Für seine Mutter, die vierjährige Melange von der Plassenburg, ist es der erste Wurf. "Es war eine ganz besondere Geburt", sagt Manuela Schäfer. Zehn Würfe von verschiedenen Hündinnen hat die Züchterfamilie schon miterlebt. Bislang gab es fast immer Komplikationen und der Tierarzt musste einen Kaiserschnitt machen. Diesmal lief im Gästezimmer im Keller des großen Hauses unter der Rotlichtlampe alles glatt.

Vater Einstein vom Engelshof ging da gerade ganz anderen Verpflichtungen nach. Der Hund von Inge und Georg Dürrstein aus Königsberg in Bayern ist ein begehrter Deckrüde. Schließlich wurde er dieses Jahr zum schönsten Langhaar-Bernhardiner der Welt gekürt. Und das nicht irgendwo, sondern am Großen Sankt Bernhard in der Schweiz, wo einst Mönche Bernhardiner gezüchtet haben, als Lastenträger und Lawinensuchhunde. Der bekannteste von ihnen, Barry, soll über 40 Menschen das Leben gerettet haben.

Welpe "Janik" hat also über 30 Halbgeschwister, denn sein gerade mal zweijähriger Vater hat schon fünf Damen beglückt. Heute ist er mit Dürrsteins zu Besuch in Ailsbach für ein Foto-Shooting. Im Garten der Schäfers lässt er sich vor einen Bollerwagen spannen. Die sieben Welpen wuseln hinein und schauen natürlich erstmal überall hin — außer in die Kamera. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Nachwuchs", sagt Dürrstein. Er meint dabei Zeichnung und Farbe von Janik, Josef, Johanna und Co., die gerade über die Wiese stolpern. Bei Schäfers in Ailsbach dürfen sich die Hunde auch im großen Haus frei bewegen. "Neben unseren St. Bernhardhunden haben wir auch zwei Katzen und zwei Großpudel, die sich gut verstehen", sagt Manuela Schäfer. Auf einem Podest reihen sich Pokale aneinander, die die Familie für ihre Zuchterfolge bekommen hat.

Natürlich investieren die Ailsbacher auch einiges. Sie brauchen nicht nur Platz und Zeit — sie müssen auch ständig Futter besorgen. Drei bis vier Euro geben Bernhardiner-Liebhaber pro Hund und Tag in Leckereien, schätzt Inge Dürrstein.

Und da kommen schnell ein paar Kilo zusammen. Die Welpen sind jetzt sechs Wochen alt und wiegen etwa acht Kilo. Auch Vater Einstein stand beim Tierheim schon auf der Schweinewaage. Er bringt 78 Kilogramm mit.

Nachwuchs-Politikerwelpe "Janik" kann also eines Tages auch noch zum Schwergewicht werden.

ZWeitere Informationen gibt es im Internet unter www.ada-bernhardiner.de, direkt bei Familie Schäfer, = (0 91 93) 69 76 71 oder an die Adresse bernies.ada@web.de per Email.  

CLAUDIA FREILINGER

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