18°

Mittwoch, 18.07.2018

|

Poesie von Paddi und Osama beim Dichterwettstreit

Elf Teilnehmer beim ersten „Poetry Slam“ in Hemhofen ließen Esprit sprühen und sorgten für Amüsement - 13.02.2011 18:00 Uhr

Mit Gefühl und feurigen Worten: Die Teilnehmer des ersten Hemhofener Poeten-Wettbewerbs zeigten eine erstaunliche sprachliche Virtuosität. © Rudolph


Der Verlust einer großen Liebe verglichen mit den Vorzügen und Nachteilen der Jahreszeiten, oder der Tag der vermeintlich allerletzten Uni-Prüfung, der eigentlich auch ganz langweilig hätte werden können:


Die elf Poeten aus der näheren und weiteren Umgebung bescherten den über 60 Zuhörern einen abwechslungsreichen und amüsanten Abend.

Insofern hatte Moderator Felix Kaden, der die Premiere gemeinsam mit dem Spielraum Kultur veranstaltete, am Anfang nicht zu viel versprochen.

Der Slam-Master, der auch den monatlichen Poetry Slam in Forchheim organisiert (am 16. Februar wieder im Rockcafé), erklärte auch kurz die vier Regeln: jeder Beitrag darf nicht länger als sieben Minuten sein, das Vorgetragene muss selbst verfasst sein,

Kostümierung oder Akrobatik-Einlagen sind bei den Wettbewerben des Wortes nicht erlaubt, und schließlich muss das Publikum allen Teilnehmern mit Respekt begegnen. In der ersten von zwei Runden à fünf Beiträge waren völlig unterschiedliche Texte von einigen sehr erfahrenen Poeten und der „Newcomerin“ Krissi zu hören, die für ihre unkonventionellen Überlegungen über Alkohol und seine wundersamen Wirkung großen Applaus bekam.

Am meisten Beifall spendete das Publikum bei der Zwischenbewertung aber eindeutig der Bambergerin Clara Niesen – eine erfahrene Poetin, die schon auf vielen Bühnen im Land ihre gefühlvollen, philosophisch anmutenden Zeilen vorgetragen hat.

Sie setzte sich am Ende auch klar gegen den Gewinner der zweiten Runde durch, das Poeten-Duo Paddi und Osama aus Ansbach.

Dichterwettstreite dieser Art gibt es mittlerweile eine ganze Anzahl in Deutschland.

In Franken habe sich eine besonders agile Szene entwickelt, meint Felix Kaden, der auch einige „Stars“ wie die Kölner Liedermacherin Catherin de la Roche, Martin Geier oder Lena la Chevalier, Siegerin der Nürnberger U20-Stadtmeisterschaften, für den ersten Hemhofener Slam gewinnen konnte.

„Ich kann mir gut vorstellen, das hier in einem halben Jahr zu wiederholen“, meinte der Organisator. 

ANDREA RUDOLPH

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Hemhofen