Mittwoch, 26.09.2018

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Rührige Reuther Dorfgemeinschaft

Vor 25 Jahren "aus der Not" geboren - 28.02.2018 07:58 Uhr

60 Prozent der Mitglieder der Dorfgemeinschaft kamen zur Feier des 25-jährigen Jubiläums nach Krausenbechhofen. Im Hintergrund erster Vorsitzender Georg Mayer bei seinem Resümee zum Jahr. © Foto: Ingrid Jungfer


Dort waren der Einladung 58 Mitglieder gefolgt. Bei aktuell 101 Mitgliedern fast 60 Prozent, wie Vorsitzender Georg Mayer feststellte und stolz fragte: "Welcher Verein schafft das schon?" Und das bereits zu Anfang des Jubiläumsjahrs, in dem es schon jetzt fünf neue Mitglieder gebe.

Mayer, 24 Jahre lang stets zweiter Vorsitzender, führte den Verein ab 2016 zunächst kommissarisch und ist nun erstmals an die Spitze gewählt. Insofern freute er sich, in neuer Funktion besonders Ehrenvorstand Georg "Schorsch" Seitz, Pfarrer Johannes Saffer und Bürgermeister Heinrich Süß begrüßen zu können.

Gute Jugendarbeit

Letzterer hatte neben seinem Grußwort auch ein Kuvert für die gute Jugendarbeit des Vereins dabei. Den Jahresrapport zur Vereinsarbeit 2017 hielt Mayer kurz. Neben zwölf Gottesdiensten in der Kapelle berichtete er von zehn Veranstaltungen.

Auch für 2018 stehen schon wieder fünf Termine fest, wozu – wie bereits 2017 – auch Arbeiten an der eigenen Kapelle gehören. Mayers Dank ging letztendlich nicht nur an seine Vorstandskollegen, sondern auch an die Mitglieder für ihren Einsatz. Besonders auch wegen ihrer Zuverlässigkeit, die sie "für die gemeinsame Sache erbracht haben".

Schriftführer Norbert Kreiner ließ die letzten 25 Jahre zur Feier des Tages in Wort und zahlreichen Bildern Revue passieren. Ende 1988 hatte die örtliche Gastwirtschaft offiziell geschlossen. Wo sollte man sich künftig in Reuth treffen?

Natürlich hatte es in der Folge private Initiativen zum geselligen Dorfleben gegeben. Aber auf Dauer? Folglich gründete man Anfang Dezember 1992 mit 14 Mitgliedern einen Verein. Ziel war, in Reuth eine Kapelle zu bauen und mit "gewissen Vorstellungen" einen Gemeinschaftsraum zu schaffen. Also wandte man sich ans Bischöfliche Ordinariat Bamberg und erfuhr, dass es bei dieser Größenordnung der Kapelle keine Zuschüsse gäbe.

Folglich traf man sich weiter im privaten Raum zum geselligen Leben, zum Frühschoppen, bewirtete sogar 1994 und 1995 an Weisendorfs Markttag die Bürger im eigenen Zelt mit Speisen. Man lud zu Weinfahrten und diversen Wanderungen und verfolgte weiter das Ziel, im Dorf einen Gemeinschaftsraum zu schaffen.

Im September 1997 startete dann der Verein den zweiten Versuch zum Bau einer Kapelle, jetzt mit Unterkellerung, um dort dann den lang ersehnten Gemeinschaftsraum realisieren zu können. Diesmal gab es 20 Prozent Baukostenzuschuss vom Bischöflichen Ordinariat. Im August 1999 wurde die Kapelle am Weiher eingeweiht. Damit hatte die Dorfgemeinschaft noch mehr Gestaltungsfreiheit für ihre Aktivitäten. 2009 führte sie anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums das allseits beliebte Fischerstechen ein. 2011 gab es in der Jahreshauptversammlung den ersten Führungswechsel. "Schorsch" Seitz trat nach langer Zeit zurück, gleichzeitig auch Adam Mayer, ein Gründungsmitglied. Sie machten Platz für die nächste Generation der Dorfgemeinschaft.

Marko Hümmer wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Der Verein blieb weiter aktiv, nahm an Faschingsumzügen im Marktort teil und war genauso bei Festumzügen in der Region vertreten. 2016 trat Marco Hümmer zurück. Man fand nicht sofort einen Nachfolger. Kurz drohte sogar die Auflösung des Vereins. Bis Georg Mayer den Posten des ersten Vorsitzenden übernahm und auch alle anderen Positionen besetzt werden konnten. 

INGRID JUNGFER

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