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Freitag, 21.09.2018

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Weihergeier stachen heraus

Beim Reuther Fischerstechen holten sich Nankendorfer zum dritten Mal den Pokal - 08.08.2018 06:00 Uhr

Versenkt! Die „Weihergeier“ präsentieren sich in Topform, und schnell steht den Gegnern das Wasser bis zum Hals. © Foto: Roggenthin


Angetreten waren am Moritzweiher, den die Eigentümer Mayer "topfit" gemacht hatten, wie Kreiner lobte, 15 Mannschaften. Die 16., das "Wolfsrudel" des FC Herzogenaurach, hatte abgesagt. Gleich zu Beginn sorgten zunächst die Neumüller-Stecher für beste Stimmung. Denn ihr Stecher fiel noch vor dem Anpfiff ins Wasser. Selbst sein zweiter Versuch, auf dem Boot stehend die Balance zu halten, misslang nach nur 30 Sekunden. Ein neuer Rekord! Zudem kippte das Boot wegen der schweren Last der Ruderer, die ihr Gewicht nicht geschickt verteilt hatten. So lief das Boot voll und musste mühsam geleert werden. Zur Gaudi einer stattlichen Anzahl an Zuschauern, die bei anregender Musik auf die nächsten Mannschaften warteten.

Besonders auf die "Rathaus-Segler", deren Stecher Heinrich Süß, ansonsten erster Bürgermeister, frisch aus dem Urlaub zum Spektakel gekommen war, so Kreiners Ansage, "um hier baden zu gehen". Allerdings fiel er in der ersten Runde gegen "Die großen grünen Brummer" nur als Zweiter ins Wasser. Während in der zweiten Runde, dem Viertelfinale, er dann tatsächlich als Erster "baden" ging. Weiter am Start waren "Die Neumüller-Stecher", die "Reinersdorfer Jung-Stecher", "Hussderschuss und die Randalestecher", "Die Tiefseetaucher", "Rewe – Deine Mannschaft", "Die Gummibärchenbande", "The Green Hornets", "Die drei glorreichen Sieben". Sogar zwei Frauen hatten sich als Ruderer ins Boot gewagt. Tanja von der "Gummibärchenbande" (OGV) und Ana bei den "Großen grünen Brummern" (Peetz).

Als besondere Favoriten hatten erneut "Die Ballgladdscher" gegolten. Drei Jungs des TC 98, die schon zweimal nach je drei Siegen den WanderPokal auf Dauer behalten durften und zusätzlich als Preis nach Berlin fuhren. Um dort, so Kreiner, "den Preußen das Fischerstechen zu erklären". Diesmal landeten sie auf dem vierten Platz.

Taktisch klug

Eindeutig Sieger waren heuer die "Nankendorfer Weihergeier", die ihre Gegner erst mal abtasteten, sie souverän auf sich zusteuern ließen, sie dann schnell angriffen und ins Wasser beförderten. Der Wanderpokal, den man nach drei Siegen behalten darf, kommt mitsamt einem neuen Fenster "ins Milchhäusla", versprach der recht stolze Vorstand der "Weihergeier". Außer dem Pokal gab es für die dreiköpfige Mannschaft noch eine Goldmedaille, dazu je einen Liter Bier. Und dazu eine dreitägige Reise nach Berlin, traditionell gesponsert vom hiesigen Bundestagsabgeordneten Stefan Müller.

Neu dagegen war am Moritzweiher, dass die Jury – Pfarrer Johannes Saffer, Adam Mayer und Hans Kreiner – sogar den Videobeweis per Handy des Pfarrers eingesetzt haben. Bei einem Kampf hatte es den Verdacht gegeben, dass der Stecher den Gegner-Stecken angefasst hatte. Der Verdächtige ist dann doch ins Wasser gefallen.

ZSieger 2018: Gold: Nankendorfer Weihergeier; Silber: Das Boderboot 3.0, Reuther DG; Bronze: Der Ureinwohner, Reuther DG.  

jun

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