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Weiter Weg zum Wahllokal

Stimmbezirke: Einteilung in Herzogenaurach unlogisch? - 03.09.2018 17:31 Uhr

Manche Herzogenauracher Bürger müssen zu "ihrem" Wahllokal weit laufen. Warum ist das so, obwohl es näher gelegene Wahllokale gibt? © Thomas Kienzle/dpa


Einen solchen Fall gibt es bei der Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober in Herzogenaurach, beklagt ein Bürger aus der Rathgeberstraße. Diese gehört zum Stimmbezirk 10, das Wahllokal ist in der Carl-Platz-Schule, ein ganz schöner Fußweg für einen 75-Jährigen wie ihn.

Gleich um die Ecke dagegen liegt der Montessori-Kindergarten an der Ecke Von-Hauck-Straße/Zum Flughafen. Auch er ist ein Wahllokal. Dort dürfen seit der Bundestagswahl im vergangenen Jahr auch die Anwohner der vorher dem Freizeitheim zugeteilten Von-Hauck-Straße an die Urnen, nicht aber die aus der Rathgeberstraße, was für den 75-Jährigen nicht logisch ist.

Aber trotzdem — zumindest vorerst — nicht zu ändern. So Gerd Lorenz, der Leiter des städtischen Ordnungsamts, in dessen Zuständigkeit auch die Stimmbezirke bei Wahlen fallen. Lorenz, dem wir die Frage des Bürgers gestellt haben, verweist auf Kapazitätsgrenzen. Man müsse die Stimmbezirke auch so einteilen, das jedes Wahllokal ungefähr die gleiche Zahl von Wählern empfängt.

Denn die Wahlhelfer müssen ja auszählen, und dies ebenso präzise wie zügig. Eklatant große Bezirke könne man da nicht bilden, im Gegenteil, sie sollten so klein wie möglich gehalten werden. Die Auszählung würde zu lange dauern, was nicht nur das vorläufige Ergebnis verzögere, sondern auch für das Personal unzumutbar sei. 1000 Wahlberechtigte, so Lorenz, seien da die "magische Grenze".

Jedes Jahr, schildert Lorenz, schaut man im Ordnungsamt das Straßenverzeichnis durch und versucht, die Einteilung zu optimieren. So habe man die Von-Hauck-Straße dem Wahllokal Montessori-Kindergarten neu zuordnen können. Doch jetzt sei die Kapazität ausgeschöpft. In dem Kindergarten stimmen unter anderem die Bewohner der Herzo Base-Wohngebiete ab und zum Stimmbezirk gehört auch ein Teil des Lohhofgebiets.

Neben der Kapazität nennt Lorenz auch noch den Faktor der Gewöhnung. Die Carl-Platz-Schule sei ein "altes" Wahllokal. Die Wähler zwischen Zeppelinstraße, Flughafenstraße, Plonergasse und Einsteinstraße seien einfach an die zwei Abstimmungsräume in dem Bau gewöhnt, was auch gegen zu häufige Neueinteilungen spreche. Ab 17. September, so Lorenz abschließend, werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt. 

rg

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