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Lungenentzündung: Beste Behandlung in der Oberpfalz

St. Anna-Krankenhaus ist Gesamtsieger unter den 31 bewerteten Krankenhäusern - 07.07.2018 08:29 Uhr

Das Abhören der Lunge gehört zu jedem medizinischen Standard-Check. © colourbox.de/Francois Destoc


Auch für diesen medizinischen Fachbereich haben Gesundheitswissenschaftler der Uni Erlangen-Nürnberg das Ranking aus öffentlich zugänglichen Daten der Kliniken zur gesetzlichen Qualitätsmessung erstellt. Gesamtsieger unter 31 bewerteten Kliniken wurde das St. Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg. Ebenfalls mit Top-Werten folgen das Klinikum Neumarkt und das Stadtkrankenhaus Schwabach auf den Plätzen dahinter.

In der Printausgabe der Nürnberger Zeitung erläutert der Ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Klaus Nester, worauf es bei der Diagnose und der Therapie einer Lungenentzündung ankommt: "Das klinische Bild ist nicht immer eindeutig. Manchmal sagt auch nur die Ehefrau, dass ihr Mann plötzlich verwirrt wirkt", sagt Nester. Der Grund: Sauerstoffmangel.

Welche Schritte müssen befolgt werden, um eine Lungenentzündung zu diagnostizieren? Dr. Klaus Nester erklärt es. © St. Anna Klinikum Sulzbach-Rosenberg


Die Ärzte nähern sich der Diagnose so an: "Im Krankenhaus wird oft eine internistische Labordiagnostik mit mehreren Entzündungsparametern vorgenommen", erklärt Nester. "Liegt tatsächlich eine Lungenentzündung vor, ist unser Ziel, dem Patienten 20 bis 30 Minuten nach der Einlieferung ein Antibiotikum zu verabreichen." Ein schneller Behandlungsbeginn ist entscheidend.

Hier geht es zur vollständigen Ansicht der Infografik. © Melanie Held


Denn auch wenn die Lungenentzündung im Vergleich zu früher etwas ihren Schrecken verloren haben mag – sie bleibt eine gefährliche Erkrankung. Noch immer sterben etwa 13 Prozent der Patienten, die mit einer Pneumonie ins Krankenhaus eingeliefert werden. "Gefährdet sind besonders alte und multimorbide Patienten", erklärt Internist Klaus Nester.

"Ziel unseres Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt PD Dr. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement. In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten.


Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck finden Sie hier. 


Die GoogleMap zeigt alle gerankten Häuser. Falls die Karte nicht angezeigt wird, benutzen Sie bitte diesen Link.

Hier geht es zur vollständigen Ansicht der Infografik. © FAU


Im NZ-Klinikcheck (er findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt) schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab. Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten.

Deutliche Unterschiede

Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann." Von Häusern in der weniger guten Kategorie 4 ist keineswegs allgemein abzuraten. Für ihre schlechteren Ergebnisse im regionalen Vergleich sind teilweise geringe Unterschiede ausschlaggebend. 

Bilderstrecke zum Thema

Vom Hüftgelenk bis zum Herzschrittmacher - Info-Grafiken zur Serie

Hier finden Sie die Infografiken aller im NZ-Klinikcheck bereits erschienenen Krankheitsbilder.


  

Dominik Mayer E-Mail

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