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Nach Energiedialog: Seehofer stellt Stromtrasse infrage

"Eine Verständigung im Lauf dieses Jahres reicht völlig aus" - 05.02.2015 10:42 Uhr

Es ist noch zu klären, "ob wir neue Stromtrassen überhaupt brauchen", sagte Seehofer der "Welt". © dpa


Die Stromversorgung in Bayern müsse künftig vorrangig mit Gaskraftwerken sichergestellt werden, sagte der CSU-Vorsitzende der „Welt“ (Donnerstag). „Das ist für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in Bayern der wichtigste Punkt. Und dann schauen wir, ob wir neue Stromtrassen überhaupt brauchen“, betonte er.

Darüber werde man in aller Ruhe entscheiden. „Ich lasse mich da nicht in Termine zwängen. Über die Notwendigkeiten der Energieversorgung der Jahre 2023 und folgende müssen wir nicht bis Ostern 2015 entscheiden. Eine Verständigung im Lauf dieses Jahres reicht völlig aus.“

In den vergangenen Wochen versuchte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner beim Energiedialog immer wieder die Wogen zu glätten - vergeblich.  SPD, Freie Wähler und Grüne warfen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Dienstag vor, dass knapp vier Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima nach wie vor die wichtigsten Entscheidungen für den Umbau der bayerischen Stromversorgung fehlen.

Bei Aigners Energiedialog sei nichts herausgekommen, monierten die drei Oppositionsfraktionen unisono. Die CSU schiebe alles wichtigen Entscheidungen nach Berlin ab, ohne ein eigenes Konzept zu haben. "Verantwortungsloser geht es nicht mehr", sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann bei der Aktuellen Stunde.

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Alles, was Sie über die Stromtrasse wissen müssen

Der Netzbetreiber Amprion plant eine rund 450 Kilometer lange Hochspannungsleitung von Sachsen-Anhalt bis ins schwäbische Meitingen. Ursprünglich verlief der bevorzugte Trassenkorridor quer durch Ober- und Mittelfranken sowie durch die Oberpfalz. Im Juni 2015 präsentierte Wirtschaftsminister Gabriel einen neuen Verlauf.


 

dpa, tl

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