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Freitag, 16.11.2018

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Adrenalin-Schub zwischen Huckeln aus Erde und Lehm

Berger Jugend darf beim Pumptrack- und Dirtline-Platz am Ende selbst mit Hand anlegen — Aufzug am Rathaus II - 18.05.2018 09:44 Uhr

2. Bürgermeisterin Susanne Hierl überreichte bei der Sitzung dem überraschten Bürgermeister Helmut Himmler eine Urkunde für 40 Jahre Arbeit im öffentlichen Dienst; rechts 3. Bürgermeister Peter Bergler. © Foto: Wolfgang Fellner


Das Rathaus war 1994 eröffnet worden und damals war das Wort Barrierefreiheit noch nicht bekannt, sagte Bergs Bürgermeister Helmut Himmler. Doch nun sollen auch Menschen mit Handicap problemlos jede Etage des Hauses erreichen können. Der Aufzug wird an der Fassade Richtung Sophie-Scholl-Platz angebaut und geht vom Keller bis zum obersten Stockwerk. Der Rat stimmte der Planung zu.

Abgesegnet hat der Rat auch den Pumptrack- und Dirtline-Platz oben an der Autobahn (wir berichteten). Bauamtsleiter Bernhard Birgeier sagte, er habe sich den Neumarkter Platz in der Hasenheide angesehen, aber soviel wie dieser, nämlich 130 000 Euro, werde der in Berg nicht kosten. Auch werde man den Platz in Berg benutzerfreundlicher bauen.

Die Hügel und Huckel werden nur zwischen 30 und 120 Zentimeter hoch und aus Erde sein, es werde keine festen und so hohen Verbauten wie in der Hasenheide geben, die nicht veränderbar seien. Mit Erde und Lehm wolle man arbeiten, die Jugendlichen in die letzte Phase der Arbeiten einbeziehen. Diese könnten in der Folge ihren Platz verändern, wie sie wollten. Nur eines müsse vorher noch geleistet werden: "Eine Drainage muss rein." Schließlich solle es zwar ein Dirt-, aber kein Schlammparcour werden. Der Rat segnete das Vorhaben, das Birgmeier mit gut 10 000 Euro veranschlagte, ab.

"Ich will nie wieder vor diesem Haus stehen und der Keller ist voller Wasser", sagte Bürgermeister Helmut Himmler. Deshalb soll die Hochwassersituation in Unterrohrenstadt schnell unter Kontrolle gebracht werden. Bauamtsleiter Bernhard Birgeier schlug vor, in der Straße, in der das Wasser in den betroffenen Teil des Ortes strömt, eine aco-Rinne mit einem halben Meter Breite zu versenken und diese an den Vorfluter zu hängen. Das 200er Rohr, das bisher dorthin führt, soll durch ein 500er ersetzt werden. Der Rat stimmte zu.

Keine Änderungen wird es heuer beim Bürgerfest geben, noch, sagte Susanne Hierl. Aber: Die steigenden Kosten für die Sicherheit, den Sanitätsdienst und mehr, würden dies bald nicht mehr zulassen. Also gilt: Heuer kostet die Maß Bier noch einmal 5,50 Euro, was sie 2019 kostet, muss verhandelt werden.

Die Bündelausschreibung für Erdgas beschert der Gemeinde eine Einsparung von bis zu 7000 Euro, sagte Bürgermeister Himmler. Der günstigste Anbieter, die Rewag Regensburg, verrechne einen Preis von 1,74 Cent je Kilowattstunde; der Jahresverbrauch der Kommune liege bei 1,4 Millionen Kilowattstunden. Abgesegnet hat der Rat auch die Neufassung des Gesellschaftervertrages für die Regina sowie die Vergaben für den Neubau des sechsten Kindergartens der Gemeinde Berg.

Genehmigt wurde ebenso der Kauf von Streusalz, denn, so Bürgermeister Himmler, "der nächste Winter kommt bestimmt." In Berg darf er das, die nötigen 500 Tonnen Streusalz kauft der Markt zum Vorzugspreis von 33 915 Euro.  

wof

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