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Sonntag, 23.09.2018

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Bushäuschen bietet keinen Schutz vor Regen und Wind

Bürgermeister Kraus konnte Wiesenackerern aber keine Lösung bieten - 24.03.2018 10:50 Uhr

Das Bushäuschen in Oberwiesenacker schaue zwar nicht schlecht aus, schütze aber nicht vor Wind und Wetter, kritisierten einige Bürger. © Foto: Werner Sturm


Vor gut 50 Zuhörern berichtete der Rathaus-Chef, dass alle 26 Bauparzellen im Baugebiet "Zum Setzer" in Unterwiesenacker so gut wie verkauft seien. Spätestens im Herbst könne mit dem Bau von Wohnhäusern begonnen werden.

Der Bürgermeister führte aus, dass er gerne einen Fußweg von dem Baugebiet hinunter ins Dorf verwirklichen wolle. "Dafür brauchen wir Grund und ich hoffe, dass wird den auch bekommen", so der Bürgermeister.

Er weiß, dass sich die Kommunen in einem Wettbewerb um neue Einwohner befänden: "Die Gemeinden rund um Velburg powern, wenn es um die Ausweisung von Bauland geht. Da sind wir gefordert, damit die Leute nicht wegziehen", meinte Bernhard Kraus. Schließlich seien zentralörtliche Einrichtungen von der Einwohnerzahl abhängig.

Als Beispiel dafür nannte er den Kindergarten St. Walburga in Oberwiesenacker: "Es ist nicht einfach den zu halten. Da ist es gut, dass alle Bauplätze in Wiesenacker verkauft sind." Auch deshalb wäre aus seiner Sicht "ein neues Baugebiet hier wünschenswert."

Wo könnte das Gewerbe hin?

Ausführlich ging das Stadtoberhaupt anschließend auf den Flächennutzungsplan ein und kam dabei auf die Ausweisung von Gewerbeflächen zu sprechen: Immer mehr Gewerbegebiete entstünden an Autobahnen, sagte Kraus.

An der Autobahnausfahrt Velburg sei ein Gewerbegebiet aufgrund der topografischen Verhältnisse jedoch kaum zu realisieren. Ob eines bei der Autobahnausfahrt Frickenhofen denkbar wäre, darüber sollte man sich Gedanken machen, so Kraus. Ideen und Vorschläge dazu seien jederzeit willkommen: "Denn diese Autobahnausfahrt ist ein großer Standortvorteil für den Raum Wiesenacker", meinte der Bürgermeister.

Natürlich ging es auch um die Dorferneuerung in Ober- und Unterwiesenacker. Mit dem Ausbau der Sankt Nepomukstraße sei das Verfahren nahezu abgeschlossen. Es würden lediglich noch ein paar Schutzplanken fehlen. Er hält die Dorferneuerung für "eine sehr gelungene Maßnahme" und sorgte für wohlwollende Blicke, als er ankündigte, dass es "hier keine Straßenausbaubeiträge mehr für die Anleger geben wird. Die sind endgültig vom Tisch."

Des Weiteren berichtete er, dass in der Sankt-Nepomuk-Straße auf beiden Seiten der Fahrbahn neue Metallgeländer montiert worden seien. Die Stadt wäre bereit dazu, diese mit bepflanzten Blumenkästen aufzuhübschen. Allerdings müsste sich dann jemand bereit dazu erklären, sie zu gießen.

Apropos Wasser: Der Bürgermeister teilte mit, dass die Stadt für alle Ortsteile Einleitungsgenehmigungen für Oberflächenwasser beantragen müsse. Dafür seien teils Regenrückhaltebecken notwendig. Das gelte auch für Ober- und Unterwiesenacker, wo man sogar ein Ingenieurbüro mit der Angelegenheit habe betrauen müssen. Deswegen sei bereits ein Rückhaltebecken bei der Gehermühle gebaut worden. Ein weiteres mit einem Fassungsvermögen von 1800 Kubikmetern werde folgen; das benötigte Grundstück habe man bereits erworben, so Bernahrd Kraus.

Sitze zu hoch, Seiten undicht

Und dann ging es noch um das Bushäuschen: Der Bürgermeister räumte ein, dass die Sitzflächen im neuen Bushäuschen am Kirchenweg für Kinder etwas hoch angelegt seien. Aus statischen Gründen könne man daran aber wahrscheinlich kaum etwas ändern.

Doch das ist nicht das einzige Problem, wie einige Besucher bei der Bürgerversammlung sagten: Da es in das Bushäuschen hinein regnet, biete "es keinen Schutz vor Wind und Wetter", hieß es.

Der Bürgermeister hatte – wie schon bei der Sitzhöhe – nur eine unbefriedigende Antwort parat: Das Problem sei nicht einfach zu lösen, ein Umdrehen des Häuschens käme einem Schildbürgerstreich gleich, so Bernhard Kraus. 

WERNER STURM

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