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Mittwoch, 19.09.2018

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Die "Box-Tours" zogen 1500 Besucher an

Beliebte Busrundfahrten durch den Truppenübungsplatz Hohenfels beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest - 18.05.2018 09:46 Uhr

Die Deutsch- Amerikanische Freundschaftswoche in Hohenfels war auch heuer wieder ein großer Erfolg. © Foto: Paul Boehm


Gut gemischt und mit vielen Attraktionen gespickt war heuer die völkerverbindende Freundschaftswoche in der 47. Auflage. Da waren nicht nur Boogie-Woogie, Line-Dance und polynesische Tänze, Country Musik und die Fahrzeugshow von militärischem Gerät samt Hubschrauber, sondern auch der typische Vergnügungspark.

Beeindruckt hat auch wieder die US-Fahrzeugausstellung aus dem Fuhrpark der Amerikaner in Hohenfels samt gestylten Motorrädern, die der Verein US Car Franken zum Volksfest organisiert hatten. Neben US-Polizeifahrzeugen, Knight Rider und überdimensionalen Jeeps standen formschöne Muscle-Cars der Hersteller Pontiac, Dodge, Chevrolet und Ford gleich neben überdimensionalen Forstwirtschaftsfahrzeugen.

Gut 1500 Besucher hat Norbert Wittl von Public Affairs bei den beliebten "Box-Tours" gezählt. Für die begehrten Tickets zu den Busrundfahrten durch das Truppenübungsplatzgelände musste man freilich zeitig anreisen. Fünf Busse waren heuer den ganzen Tag über unterwegs, um historisch Interessierte und Naturfreunde zufrieden zu stellen.

Zunächst ging die Fahrt durch den Lagerbereich Nainhof, vorbei an Hauptquartier, Feuerwehr, Schulen, Turnhalle über die Kreuzung "Five Corner" in den Lagerbereich von Albertshof. Man konnte dort noch die letzten Truppenteile sehen, die am US-Großmanöver "Combined Resolve" der vergangenen Wochen teilgenommen haben. Die überdimensionale Waschanlage mit fast 40 Waschplätzen überzeugte ebenso wie der gute Zustand der Panzerstraßen. Über das Deinfelder Tal, der großen Absprungzone für Fallschirmjäger, ging die doch etwas staubige Fahrt in Richtung Raversdorf, einem früheren Kirchdorf am Rande des ehemaligen Wehrmachtsübungsplatzes. Man sieht dort immer noch deutlich die Konturen des einstigen Dorfes mit den Obst- und Kulturbäumen und dem Übungsdorf der Militärs mit einem Minarett als dominantem Bauwerk.

Das Café Aladin in Schwend war leider geschlossen. Auf dem Weg dorthin kam man nicht nur an den Bordercamps der Militärs vorbei. Beeindruckt hat die Gäste auch das Höhlensystem "Tora Bora von Schwend".

Viel Wissenswertes erfuhren die Teilnehmer zu den Umweltschutzmaßnahmen der Amerikaner, zum Stand der Entmunitionierung von ehemaligen Schießbahnen bis hin zur Pflege der Regenrückhaltebecken, die man über den gesamten Truppenübungsplatz zum Schutz vor Bodenerrosion verteilt findet.

Der Weg führte an der ehemaligen Raketenstation vorbei ins große Übungsdorf. Über Kirchenödenhart und dem wieder hergerichteten Kirchturm von "Maria Magdalena" ging die Fahrt nach Matzhausen, dem Fundort der "Linsenflasche von Matzhausen", einer Grabbeigabe aus der prähistorischen Latene-Zeit etwa 300 bis 400 vor Christus. Über Oberdietldorf ging die Fahrt hinunter ins Hauntal und hinaus zur ehemaligen Ortschaft Haasla, zu dem die Soldaten wegen eines angelegten Kreisverkehrs kurz "Circle-Town" sagen. Über ein Stück Autobahn für Konvoiausbildung kehrte man wieder über den Lagerbereich von Pöllnricht und Unterödenhart, einem ehemaligen Kriegsgefangenenlager während des 2. Weltkrieges (STALAG 383), zurück zum Volksfestplatz.  

pboe

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