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Sonntag, 23.09.2018

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Dynamik von Parsberg ist spürbar

Parsberger Stadtrat kehrt nach Umbau ins Rathaus zurück - Hochmodern eingerichtet - 29.04.2018 10:07 Uhr

Vor der Stadtratssitzung wurde der neue Sitzungssaal eingeweiht. Auch Landrat Willibald Gailler nahm teil. © Foto: Sturm


Seit Mitte des Jahres 2014 musste der Stadtrat für seine Sitzungen ins Feuerwehrgerätehaus ausweichen. Im Zuge des Rathausumbaus wurde jetzt im Dachgeschoss des Altbaus ein Sitzungssaal untergebracht, der über zwei Treppenanlagen und einen Aufzug zu erreichen ist. Moderne Sitzungstechnik, eine kleine Teeküche und eine Garderobe erleichtern den Stadträten die Arbeit.

Mit acht Dachgauben bietet sich dem Gremium ein wunderbarer Blick zur Burg, nach Lupburg und über große Teile der Stadt. "Sitzungssaal bedeutet nicht, dass man hier alle Themen aussitzen soll, sondern vielmehr, dass man mit positiver Streitkultur und fraktionsübergreifend Lösungen erarbeitet", erklärte der Geistliche und sagte: "Möge das Wirken hier von Gottes Segen begleitet sein." Bürgermeister Josef Bauer sprach von einem historischen Tag für die Stadt Parsberg und meinte: "So einen schönen Sitzungssaal gab es in Parsberg noch nie." Und mit einem kleinen Seitenhieb auf ein im Moment viel diskutiertes Thema fügte Bauer an: "Wie in allen Räumen des Rathauses hängt auch hier ein Kreuz an der Wand und das ist gut so."

Architekt Alois Iberl erläuterte die umfangreichen, während des normalen Geschäftsbetriebes durchgeführten Baumaßnahmen, die notwendig waren, um aus einem alten Lagerraum einen modernen Sitzungssaal zu machen.

Landrat Willibald Gailler sagte: "Hier spürt man die Dynamik, die in Parsberg herrscht." Die Stadt habe in den letzten Jahrzehnten eine hervorragende Entwicklung genommen, investiere sinnvoll in die Zukunft und verfüge über eine gut aufgestellte, professionell arbeitende Verwaltung. Gailler nannte es eine Besonderheit, dass in dem generalsanierten Gebäude auch eine Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises untergebracht ist.

Nach einem Glas Sekt ging man zur Tagesordnung über, denn es galt viele Punkte abzuarbeiten. So wurden gleich Aufträge in Millionenhöhe vergeben. Die Arbeiten für die Erschließung des Technologiecampus gingen für 1 695 673 Euro an die Firma Mickan aus Amberg. Dieselbe Firma übernimmt die Erschließung im neuen Baugebiet West für 829 222 Euro. Das Baugebiet wird an das Erdgasnetz angebunden. Netzbetreiber ist das Bayernwerk. Für die insgesamt 22 Bauparzellen entstehen der Stadt Kosten in Höhe von 29 321 Euro.

Im Vorfeld dieser Jahrhundertmaßnahme sind wie berichtet bereits heuer umfangreiche Kanal-Umverlegungen erforderlich. Diese Arbeiten übernimmt für 1 090 018 Euro die Firma Rohmann Bau aus Beilngries.

Schweiß-Haus muss weichen

Um den Weg für die Neugestaltung des Eingangsbereiches zum Friedhof zu ebnen, wird das im Eigentum der Stadt stehende, sogenannte Schweiß-Haus im Forstgartenweg abgebrochen. Der Auftrag dafür wurde zum Angebotspreis von 17 147 Euro an die Firma Perras aus Kemnathen vergeben.

Einstimmig beschloss das Gremium ferner die Beteiligung der Stadt an der Erstellung eines interkommunalen Konzeptes zur Klärschlammentsorgung durch den Landkreis. Die Firma Südwerk hat einen weiteren Standort für eine Freiflächenphotovoltaikanlage in der Gemarkung Darshofen beantragt. Die Standorte befinden sich an der Bahnlinie. Es wurde beschlossen zur Ausweisung eines Sondergebietes den Flächennutzungs- und Landschaftsplan der Stadt zu erweitern und einen Bebauungsplan aufzustellen. Der bekommt die Bezeichnung "Solarpark Darshofen". 

VON WERNER STURM

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