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Erstes Mittelzentrum-Trio in Bayern?

Pyrbaum, Postbauer-Heng und Burgthann wollen gemeinsam aufgestuft werden - 19.08.2012 12:59 Uhr

PYRBAUM  - Pyrbaum setzt zum dritten Anlauf an: Die Gemeinde möchte zusammen mit Postbauer-Heng und Burgthann zum Mittelzentrum aufgestuft werden.

Laut einem Punkt im Landesentwicklungsprogramm Bayern sollen zentrale Orte die überörtliche Versorgungsfunktion für sich und andere Gemeinden wahrnehmen. Dabei ist es möglich, dass zwei oder mehrere Gemeinden als zentrale Doppel- oder Mehrfachorte den zentralörtlichen Versorgungsauftrag gemeinsam wahrnehmen.


Bürgermeister Guido Belzl erklärte den Gemeinderäten, dass Pyrbaum und Burgthann aktuell als Kleinzentren und Postbauer-Heng als Unterzentrum eingestuft werden. Künftig soll es jedoch lediglich noch die Bezeichnungen Grund-, Mittel- und Oberzentrum geben.

Einzelhandel profitiert

Laut Belzl würden nach einem Zusammenschluss der drei Gemeinden im Verbund 90 Prozent der vorgegebenen Kriterien erfüllt. Der Gemeinderat beschloss gemeinsam mit den beiden anderen Gemeinden, eine Aufstufung zum Mittelzentrum zu beantragen. Horst Schrödel gab zu bedenken, dass von einer Aufstufung gerade im Hinblick auf die Ansiedlung von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben vor allem Postbauer-Heng profitieren würde.


Weiter stimmte der Gemeinderat dafür, dass Pyrbaum im Landesentwicklungsprogramm Bayern die Einstufung als Verdichtungsraum des Ballungszentrums Nürnberg-Fürth-Erlangen fordert.

Belzl fasste folgende Gründe für die Einstufung zusammen: Da über zwei Drittel der Gemeindefläche nicht bebaubar sind, sind, wenn man diese abzieht, sowohl die Einwohner- und Beschäftigungsdichte als auch der Siedlungs- und Verkehrsflächenanteil hoch. Weiter pendeln rund zwei Drittel der Arbeitnehmer der Marktgemeinde in den Großraum Nürnberg, weshalb das Gemeindegebiet zum Einzugs- und Verflechtungsbereich des Ballungszentrums gehört.

Belzl argumentierte auch damit, dass die Marktgemeinde eine aktive Siedlungspolitik betreibt, welche laut dem Landesentwicklungsprogramm auf Verdichtungsräume konzentriert werden soll.

Die in der letzten Bürgerversammlung besprochenen Aspekte und Eingaben wurden zum Teil schon behandelt. Den aktuellen Stand fasste der Bürgermeister kurz zusammen. In Pyrbaum sollen die Parkflächen am Friedhof erweitert werden. Hier läuft die Ausschreibung bereits. Die Gemeinde ist mit mehreren Interessenten im Gespräch, um ein Pflegeheim in Pyrbaum anzusiedeln.

In Kürze sollen Untersuchungen stattfinden, wie leerstehende Gebäude in Pyrbaum genutzt werden können. So zum Beispiel der Schlossstadel und die Bräustube. Die Schaffung einer Freizeitanlage wird jetzt mit der Verlagerung des Sportplatzes in Angriff genommen. Die Oberhembacher Bevölkerung beklagt sich in den Bürgerversammlungen seit Jahren über die stark befahrene Durchgangsstraße. Dieses Problem war bis jetzt laut Belzl nur schwer zu bekämpfen.

Auf dem Radweg zwischen Schwarzach und Seligenporten sollen Holzpfosten bald vor starken Schwankungen warnen. In Pruppach war der momentan laufende Ausbau der NM6 bei der letzten Bürgerversammlung ein großes Thema. Hier konnte Belzl berichten, dass die Verbindungsstraße zwischen Pruppach und Pyrbaum auf jeden Fall bis Ende 2012 gesperrt sein wird.

Einheitliche Hinweistafeln

Der Standort der Glascontainer in Rengersricht soll noch geklärt werden. Der Gartenabfallcontainer in Seligenporten wird laut den Gemeinderäten von der Bevölkerung gerne angenommen und die Leerung verläuft mittlerweile unproblematisch.

Die Gemeinde möchte sich laut Belzl bald um einheitliche Ortseingangstafeln für Veranstaltungshinweise kümmern, welche sich Bürger letztes Jahr wünschten. In Kürze soll in Seligenporten eine Erneuerung aufgeplatzter Pflasterungen durchgeführt werden. Hierzu werden momentan Angebote eingeholt.

Die Rohbauarbeiten der Kinderkrippe in Seligenporten wurden nach der Ausschreibung an die Firma Bauer aus Ezelsdorf vergeben. Diese möchte noch im August mit den Bauarbeiten beginnen.

  

sbo


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