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Familienfest der Trachtenvereine

Lengenfeld: Toller Umzug mit mehr als 700 Teilnehmern — Viele Kindergruppen - 09.06.2012 09:45 Uhr

Die Almrauscher aus Neumarkt boten mit vielen großen und kleinen Leuten im Umzug einen Hingucker. Mehr Fotos unter www.nm-online.de.

Die Almrauscher aus Neumarkt boten mit vielen großen und kleinen Leuten im Umzug einen Hingucker. Mehr Fotos unter www.nm-online.de. © nas


Es war das 31. Mal, dass sich Trachtler aus der Oberpfalz im Rahmen des Wiesenfestes in Lengenfeld in der Gemeinde Velburg ein Stelldichein gaben. Rund 600 Aktive aus folgenden 13 Vereinen waren gekommen: Heimat- und Trachtenverein Postbauer-Heng, Heimat- und Volkstrachtenverein „Sechs Lilien“ Kastl, Volkstanzgruppe Hohenfels, Trachtenverein „Almenrausch“ Neumarkt, Heimat- und Trachtenverein Sindlbach, Heimat- und Volkstrachtenverein Parsberg, Trachtenverein d‘Vilstaler (Haselmühl), Trachtenverein „Almrausch Stamm“ Regensburg, Heimat- und Volkstrachtenverein „d‘Lauterachtaler“ Schmidmühlen, Trachtenverein „Hoamatland“ Amberg, Trachtenverein Wiesenacker, Trachtenverein „d‘Oberpfälzer“ Seubersdorf und Volkstanzgruppe „d‘Heutaler“ aus Breitenbrunn. Dazu die Musikanten der Stadtkapelle Velburg, der Spielmannszüge aus Lupburg und Hemau sowie vom Historischen Fanfarenzug aus Saal/Donau. Sie alle spielten vorm Winklerbräu zum Standkonzert auf und das Publikum war begeistert.

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Trachtentreffen auf dem Wiesenfest in Lengenfeld

Traditionell trafen sich in Lengenfeld Trachten- und Volkstanzgruppen zum Auftakt des Wiesenfestes in Lengenfeld. Tausende begeisterte Zuschauer verfolgten den Umzug und feierten anschließend im Festzelt.


Der Wettergott ließ die Sonne über Lengenfeld erstrahlen, und pünktlich um 14 Uhr zog sich ein imposanter Trachtenumzug durch die Straßen des Ortes. Vorneweg die Musikanten aus Velburg und der Festwagen vom Winkler-Bräu und dahinter die Ehrengäste: MdL Albert Füracker, Bürgermeister Bernhard Kraus, die Velburger Stadträte und natürlich die Festwirtsleute Karin und Georg Böhm sowie Gabi und Hanns Konrad Winkler.

Premiere fürs Rosentor

Stolz zeigten sich die jungen Mitglieder vom Heimat- und Volkstrachtenverein Sechs Lilien aus Kastl beim Wiesenfest.

Stolz zeigten sich die jungen Mitglieder vom Heimat- und Volkstrachtenverein Sechs Lilien aus Kastl beim Wiesenfest. © nas


Es folgten die Musikkapellen und die Familie der Trachtenvereine. Dass Tradition und Brauchtumspflege nicht von vorgestern sind, bewiesen die Begeisterung der Mitwirkenden und die vielen Kinder- und Jugendgruppen. Ganze Familien waren in Tracht unterwegs, Fahnen wurden geschwungen, es war wunderschön.

Die Verbundenheit mit der Heimat, überzeugtes Pflegen der Traditionen, harmonisches Vereinsleben und die Bereitschaft jedes Trachtlers, dafür Freizeit zu opfern und der Jugend ein begeisterndes Vorbild zu sein, ermöglichte diesen Nachmittag des Oberpfälzer Brauchtums.

Im Festzelt fand das Trachtentreffen seine Fortsetzung. Die Gautrachten-Kapelle aus Beratzhausen unter der Leitung von Herbert Ehrl musizierte. Die Trachtenvereine zeigten traditionelle Tänze. Kreisheimatpfleger Rudi Bayerl stellte in bewährter Manier die Trachten, Vereine sowie Tänze und Plattler vor. Marschierboarischer“, „Sicheltanz“, „Kaiserlandler“, „Zigeunerpolka“, „Hammerschmied“, „Mühlboum“ oder „Amtsgerichtspolka“: Jeder Verein hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und erntete viel Beifall.

Alle diese Tänze kennt Rudi Bayerl quasi aus dem „Effeff“. Eine Premiere für ihn war der Tanz „Rosentor“, den die Tänzerinnen und Tänzer der Volkstanzgruppe „d‘Heutaler“ aus Breitenbrunn nach Lengenfeld mitgebracht hatten. „Rosentor“ wurde schon vor Jahrzehnten in Breitenbrunn getanzt, aber lange Zeit waren die Musik und die dazugehörigen Noten verschwunden und keiner konnte sich mehr an die Tanzschritte erinnern.

Über das Internet stieß man auf Ingeborg Heinrichsen, Leiterin der Gruppe Geretsried des Isartaler Volkstanzkreises. Die kannte die Musik und die Tanzschritte zum „Rosentor“. Demnach stammt der Tanz aus Norddeutschland, genauer gesagt aus Barsbüttel in Schleswig-Holstein.

Die Freunde des Volkstanzes und der Volksmusik im vollbesetzten Zelt hatten ihre Freude am „Rosentor“ und an den Darbietungen aller Gruppen und Vereine. Zum Dank für ihre mit Leidenschaft vorgetragenen Tänze gab es auch eine frische Maß und eine Brotzeit von den Festwirtsleuten. 

nas

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