Mittwoch, 21.11.2018

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Freystadt: Bald Platz für die Kita-Container

Erdbaufirma arbeitet seit zwei Wochen — Widerstand der Nachbarn - 27.06.2018 09:47 Uhr

Die Vorarbeiten zum Aufstellen der Container, in der die zweite Freystädter Kindertagesstätte übergangsweise in Betrieb geht, laufen. © Foto: Anne Schöll


Wie berichtet, soll die Einrichtung an der Appianistraße im September mit vier Gruppen in Betrieb gehen. Der Platz wurde zunächst ausgehoben, mit Sand aufgefüllt und es wurde darüber ein Schotterbett aufgebracht. Nun arbeitet man daran, die Versorgungsgräben für Kanal, Wasser, Strom und Sonstiges, was unter die Erde muss, anzulegen. Die Container selber kommen Mitte bis Ende Juli.

Damit die vier Gruppen samt Intensivräumen für die Betreuung der etwa 80 Kinder, die Personalräume, WC und Gänge untergebracht werden können, werden über 50 Container benötigt, die bis zu 16 Quadratmeter groß sind und variabel verbaut werden können. Die ganze Anlage wird ebenerdig aufgestellt. Dazu kommt die Gestaltung der Außenanlagen mit Spielmöglichkeiten für die Kinder und Parkplätze für die Angestellten und die Eltern.

In der Mai-Stadtratssitzung hat Bürgermeister Alexander Dorr die Kosten für diese Übergangslösung genannt. So kostet die Containermiete selbst auf zwei Jahre 566 000 Euro. Dazu kommen 188 000 Euro für die Außenanlagen und Parkplätze und 88 000 Euro für das Mobiliar. Weitere Nebenkosten bezifferte er mit 100 000 Euro.

Ursprünglich ging man davon aus, dass die Übergangslösung nach zwei Jahren aufgehoben und zurückgebaut werden kann, wenn das neue Gebäude der Kindertagesstätte auf dem Platz gegenüber "In den Schalmeien", auf dem sich jetzt noch ein Spielplatz befindet, fertig errichtet ist. Seit einiger Zeit regt sich jedoch massiver Widerstand in diesem Siedlungsgebiet.

Die Anwohner fürchten nicht den Kindergarten, sondern das damit einhergehende vermehrte Verkehrsaufkommen. Sie rechnen vor, dass sich die Hol- und Bringbelastung durch die unterschiedlichen Buchungszeiten über den gesamten Tag hinziehen werden, nicht nur morgens und mittags. Sie weisen darauf hin, dass in ihrer Siedlung bereits die Außenstelle der Volkshochschule und der Königreich-saal der "Zeugen Jehovas" Anfahrpunkte sind. Der Bauhof, die Glascontainer davor, das Feuerwehrhaus und das an der Berchinger Straße liegende Lagerhaus bringen von jeher Mehrverkehr in die Siedlung. Im Sommer werde die Straße "An der Bahn" sogar als kürzere Umgehung der Neumarkter Straße von anliefernden landwirtschaftlichen Fuhrwerken benutzt. 

ANNE SCHÖLL

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