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Mittwoch, 19.09.2018

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Kabarett und Musik beim Neumarkter Kulturverein

Kulturverein "K3" stellte sein Herbst-Programm vor - Gastspiele des Turmtheaters - 31.08.2018 09:45 Uhr

Um Liebesbriefe zweier komplett gegensätzlicher Charaktere geht es im Theaterstück „Love Letters“ des Regensburger Turmtheaters am 6. Oktober in Neumarkt. © Foto: PR


Geboten wird "Mei Fähr Lady" mit dem "Dialektpapst" Professor Ludwig Zehetner, der Schauspielerin Eva Sixt, dem Schauspieler Georg Lorenz und der Stimme von Alba Falchi in einem Stück und einer Inszenierung von Joseph Berlinger.

Die Chinesin Mei Ding ist Putzfrau im Regensburger Asia-Shop ihres Bruders. Aber ihre heimliche Leidenschaft ist das Wasser, die Donau. Sie würde gern eine Fähre betreiben. Aber als Fährfrau muss sie perfektes Bairisch sprechen. Also besucht sie einen Crash-Kurs beim bairischen "Dialektpapst".

Am 6. Oktober gibt es dann im Raumwerk "Love Letters": Andy und Melissa kommen nicht zusammen, aber auch nicht voneinander los. Sie sehen sich oft jahrelang nicht, aber sie vertrauen sich alles an.

Sie verfehlen die große Liebe, aber sie führen einen innigen Briefwechsel. Obwohl Melissa Briefe altmodisch findet. Andy ist konservativ, Melissa will Freiheit. Andy ist ehrgeizig, Melissa ist reich. Andy macht Karriere, Melissa macht Kunst. Andy sucht den Kompromiss, Melissa die Wahrheit.

Regisseur Joseph Berlinger hat dieses Drama für das Raumwerk Neumarkt neu inszeniert. Er nutzt die besondere Ästhetik des Zweckbaus und seiner Architektur auf überraschende Weise.

Wie sich die Welt verändert

Auf die Theater-Abende folgt Kabarett: Mäc Härder gastiert am 12. Oktober im Klostersaal des Evangelischen Gemeindezentrums Neumarkt. Anlässlich seines 30. Bühnenjahres hat Mäc Härder ein neues Programm im Gepäck: "Wir haben nicht gegoogelt, wir haben überlegt."

Es zeigt, wie sich die Welt in den vergangenen 30 Jahren verändert hat. Wir hetzen durchs Leben, ob wir 20 oder 60 Jahre alt sind. Selbst 80-Jährige hängen mittlerweile mit dem Smartphone herum.

Wenn wir irgendetwas nicht wissen, schauen wir sofort im Computer oder im Handy nach. Immer liegt ein Zettel auf dem Küchen- oder Schreibtisch mit Dingen, die zu erledigen sind. Und wenn man sich die Weltgeschichte anschaut, fragt man sich wofür?

Der nächste Kabarett-Termin ist am 23. November im Klostersaal das "Totale Bamberger Cabaret" mit "Aller Unfug ist schwer". Und guter Unfug hat einen Namen: TBC.

Während blutige Amateure wie Markus Söder, Sigmar Gabriel und die AfD billigen Unfug produzieren, kommt beim Totalen Bamberger Cabaret nur geprüfter Qualitätsquatsch auf die Bühne.

Mit ihrer einzigartigen Mischung aus fränkischer Coolness und weltoffenem Galgenhumor zünden diese Zwerchfell-Schmeichler ein Feuerwerk des gepflegten Unfugs und helfen ihrem Publikum dabei, über sich selbst und den weltweiten Wahnsinn zu lachen.

Es gibt auch wieder Musik im Raumwerk des "K3" – am 17. November mit "PAO". Petra Scheeser (Vocals) und Oliver Hahn (Piano) sind ein eingespieltes Duo. Petra Scheeser holte mit der Gruppe WIND ("Für alle", "Lass die Sonne in dein Herz") Mitte der 1980er zweimal den zweiten Platz beim Eurovision Song Contest für Deutschland.

Seit 1991 arbeitet sie mit dem Komponisten und Keyboarder Oliver Hahn zusammen. Der vielseitige Musiker ist seit Jahren vor der Kamera in Sendungen wie "Thomas Gottschalk Late Night", "Die Komiker" und Günter Grünwalds "Freitagscomedy" zu sehen. Unter anderem ist er Pianist und Keyboarder bei Reinhard Fendrich. 

nn

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