Samstag, 17.11.2018

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Katholischer Frauenbund Neumarkt erinnert an Ellen Ammann

Ausstellung im Neuen Markt - Porträt einer starken Persönlichkeit - 09.11.2018 09:53 Uhr

Zum 100. Jubiläum eröffnete der Katholische Frauenbund Neumarkt im Neuen Markt eine Ausstellung über die Landesverbands-Gründerin Ellen Ammann. © Foto: Günter Distler


Die Ausstellung preist Ellen Ammann als "kleine Person mit großer Persönlichkeit". Die gebürtige Schwedin, die mit einem Münchner Arzt verheiratet war, hat sich zeitlebens intensiv um Frauen und Arme gekümmert und sich politisch engagiert. Sie setzte sich für Bildung von Frauen ein und gründete 1909 die Sozial-caritative Frauenschule, 1911 den Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Sie wurde als eine der ersten Frauen 1919 in den bayerischen Landtag gewählt und erkämpfte sich dort über die Jahre Anerkennung. 1932 hielt sie ihre letzte Rede und erlag kurz darauf einem Schlaganfall.

Ursula Seitz, die Vorsitzende des Frauenbundes Neumarkt, würdigte Ammanns Leistungen für die Emanzipation von Frauen bei der Eröffnung der Ausstellung im Neuen Markt, zu der auch Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger gekommen war. Der Frauenbund Neumarkt mit derzeit 297 Mitgliedern feiert am Samstag, 15. Dezember, sein 100-jähriges Jubiläum um 15 Uhr mit einem Festgottesdienst im Münster St. Johannes und anschließend mit einem Festakt im Johanneszentrum.

Der Neumarkter Zweigverein war am 16. Dezember 1918 ins Leben gerufen worden. Marie Buczkowska vom Bayerischen Landesverband in München kam an diesem Tag nach Neumarkt und sprach zum Thema "Frauenwahlrecht".

Ihre feurige Rede schlug ein. Der Zweigverein wurde gegründet und sofort schlossen sich 120 Frauen an. Seitdem engagieren sich die Neumarkter Frauen kirchlich, aber auch politisch. Eine Tafel der Ausstellung im Neuen Markt bildet das rege Vereinsleben ab.

Maria Romstöck, die bei der gestrigen Eröffnung in historischem Gewand die Ellen Ammann darstellte, sagte voller Stolz: "Diese starke Stadt Neumarkt kann froh sein, dass sie den Frauenbund hat."

Die Ausstellung ist bis zum 13. November zu sehen.  

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