Sonntag, 18.11.2018

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KJR-Feriencampus macht Kinder zu Billard-Profis

Vereine laden Jugendliche dazu ein, Neues auszuprobieren - 30.08.2018 17:37 Uhr

Mit ihnen duelliert man sich am Billard-Tisch nun besser nicht mehr: Diese Jugendlichen haben im Rahmen des Feriencampus des Kreisjugendrinds beim Billard-Club 93 in Neumarkt geübt. © Foto: Helmut Sturm


Große Billard- und Snooker-Tische mit blauem Stoff und Beleuchtung in einem sonst eher gefälligem Halbdunkel. Dazwischen tummelt sich ein eher ungewöhnliches Publikum: Kinder und Jugendliche mit Betreuern des Kreisjugendringes. Sie probieren in den Sommerferien ein spezielles Spiel aus: Billard. Die einen spielen locker drauf los, andere versuchten Ein- und Ausfallwinkel zu planen, um über die Bande zu spielen.

Während der letzten zwei Ferienwochen bietet der Kreisjugendring in Zusammenarbeit mit Neumarkter Vereinen und Verbänden ein Freizeit- und Bildungsangebot von neun bis 16 Uhr an. Dazu treffen sich die Kinder mit ihren Betreuern zum Sommercampus auf dem Zeltplatz der Pfadfinder auf dem Mariahilfberg. Dort wird dann – je nach Wetter – beschlossen, was an dem Tag gemacht wird.

Und am Mittwoch stand wie gesagt ein Besuch beim Billard-Club in der Hasenheide, zum Schnupper-Golfen am Herrenhof oder bei der Werkvolkkapelle auf dem Programm. Jeder kann nach Lust und Laune Neues ausprobieren. Auch Action-Painting war heuer schon im Angebot: "Es gibt keine Vorgaben und kein Ziel", sagt Markus Ott vom Kreisjugendring. Die Kinder und Jugendlichen dürfen und sollen "einfach loslegen". Meistens seien sie über das Ergebnis selbst am meisten erstaunt.

Einblicke ins Cricket-Spiel

An einem weiteren Ferien-Betreuungstag schauten die Kinder beim ersten Neumarkter Cricket-Team vorbei. Es besteht überwiegend aus Kindern mit Fluchterfahrung aus Pakistan. Dort ist Cricket Nationalsport und die Kinder zeigten einander gerne, wie die Sportart funktioniert.

Auch Kinder mit Handicaps von der Regens-Wagner Betreuung sind bei den Angeboten des Kreisjugendrings dabei. Denn "jeder kann irgendetwas", meint Markus Ott vom Kreisjugendring. Und sollte es mal nicht auf Anhieb klappen, sind immer ausgebildete Betreuer in der Nähe.

Auch Chillen ist möglich

Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, einfach mal nichts zu tun. Dazu gibt es am Mariahilfberg extra ein "Chillout-Tipi". Dort lässt sich Energie tanken für die musischen, sportlichen oder kreativen Angebote, die den Kindern für den Vormittag und Nachmittag angeboten werden. Auch Spiele aus dem Spiele-Anhänger, der Lernwerkstatt, eine Wasser- und Rollenrutsche, Interaktions- oder Fallschirmspiele stehen zur Verfügung.

Wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, ziehen die Gruppen kurzerhand in die Mensa oder die Turnhalle des Ostendorfer-Gymnasiums. Beim Billard-Spiel neulich war das nicht notwendig. Binnen kurzer Zeit wurden aus den Kindern kleine Profis: Die Blicke wurden konzentrierter, die Rede war nicht mehr von Stöcken, sondern vom Queue und statt "einfach drauf los" wurde nun taktiert – gefolgt vom einen oder anderen Jubelschrei, wenn‘s geklappt hat. 

HELMUT STURM

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