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Klärschlammpresse aus Hause Huber macht Testlauf

Postbauer-Heng: Trockenmasse lässt sich verbrennen — Kleinstes Modell noch zu groß für die Marktgemeinde allein - 27.04.2012

POSTBAUER-HENG  - Die Entsorgung von Klärschlamm ist für viele Kommunen ein kostspieliges Problem. Um die Kosten in Zukunft zu verringern, testet die Marktgemeinde Postbauer-Heng zurzeit eine Klärschlammpressmaschine.

Max Feuerer und Martin Wild von der Firma Huber erklärten dem Marktgemeinderat die Funktionsweise und die Nutzen der Klärschlammpressmaschine.
Max Feuerer und Martin Wild von der Firma Huber erklärten dem Marktgemeinderat die Funktionsweise und die Nutzen der Klärschlammpressmaschine.
Foto: Huck
Max Feuerer und Martin Wild von der Firma Huber erklärten dem Marktgemeinderat die Funktionsweise und die Nutzen der Klärschlammpressmaschine.
Max Feuerer und Martin Wild von der Firma Huber erklärten dem Marktgemeinderat die Funktionsweise und die Nutzen der Klärschlammpressmaschine.
Foto: Huck

Die „Schneckenpresse“ der Firma Huber aus Berching steht diese Woche über von Montag bis Freitag an der Kläranlage Kemnath. Dort saugt sie aus einem Klärbecken die mit Schlamm durchsetzte Flüssigkeit an. Im Inneren der Maschine befindet sich eine Spirale, die das Wasser aus dem Schlamm presst. In einem Abfallcontainer wird der nur mehr feuchte Klärschlamm, zwischengelagert.

Max Feuerer und Martin Wild von der Firma Huber erklärten den Mitgliedern des Gemeinderats und der Arbeitsgruppe Agenda 21 den technischen Vorgang und den Nutzen der Anlage. Denn zurzeit wird der Klärschlamm teuer durch ein Entsorgungsunternehmen beseitigt, da eine Ausbringung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen aufgrund der hohen Schadstoffbelastung nicht mehr erwünscht ist.


Mit der Maschine ist es nun möglich, das Volumen des Schlammes zu reduzieren. Auch könne man den Schlamm an eine Trocknungsfirma weiterverkaufen, die daraus Brennstoff, etwa für Blockheizkraftwerke, herstellt. Doch dieses Verfahren stecke noch in den Kinderschuhen.

Die Mitglieder des Marktgemeinderates diskutierten Nutzen/Kosten der Anlage, die mit etwa 11000 Euro netto zu Buche schlägt, die nötige Infrastruktur nicht mit einberechnet. Selbst die kleinste Ausführung der Anlage würde wahrscheinlich vom Anfall aus der Marktgemeinde nicht ausreichend ausgelastet.

Deshalb die Idee, die Anlage gemeinsam mit einer Nachbargemeinde zu kaufen oder den Gemeinden anzubieten, ihren Klärschlamm kostenpflichtig nach Kemnath anzuliefern. Auf jeden Fall soll auch der Klärschlamm aus der Kläranlage von Pavelsbach hier behandelt werden.

Entscheidung in diesem Jahr

Nach Ablauf der fünftägigen Testzeit wird die Firma Huber den Rechenstift spitzen und der Marktgemeinde ein Angebot unterbreiten. Noch dieses Jahr soll, so Bürgermeister Horst Kratzer, eine Entscheidung fallen.

Sollte diese Anlage auf längere Sicht lohend sein, werde man dieses Jahr noch einen Beschluss zur Anschaffung tätigen, erklärte Postbauer-Hengs Bürgermeister Horst Kratzer. 

beh


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