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Kraftwerk passt in Kühlschrank-Gehäuse

Kompakter Strom- und Wärmelieferant aus Freystadt wird der Fachwelt vorgestellt - 14.04.2012

KW Energie in Freystadt produziert mit 30 Mitarbeitern kompakte Blockheizkraftwerke.

KW Energie in Freystadt produziert mit 30 Mitarbeitern kompakte Blockheizkraftwerke. © privat


Das soll ein Kraftwerk sein? Gerade mal 100 mal 60 mal 80 Zentimeter ist das Gerät groß. Im Gehäuse aus der Produktion von KW Energie in Freystadt verbirgt sich nicht mehr und nicht weniger als ein Mini-Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme liefert. Der Hersteller verbaut einen Großserien-Erdgasmotor, der allerdings komplett „getunt“ und mit einer eigenen, ausgetüftelten Steuerung versehen wird. Firmensprecher Guido Hloch schwärmt: „Sie hören nichts mehr, vielleicht das Säuseln eines Sechszylinders.“

Die neue Generation der Mini-Blockheizkraftwerke soll in der kommenden Woche bei der Sanitär-, Heizungs- und Klimamesse IFA-Intherm in Nürnberg der Fachöffentlichkeit vorgestellt werden. Die elektrische Leistung der kompakten Energielieferanten liegt zwischen 7,5 und 50 Kilowatt. Der Wärmeausstoß erreicht zusätzlich etwa die doppelte Leistung. Mit den kleinen Geräten lassen sich bereits Mehrfamilienhäuser heizen und mit Strom versorgen.

Für die technischen Feinschmecker: Die Ingenieure von KW Energie haben einen neuen Abgaswärmetauscher konstruiert, der den Wirkungsgrad des Mini-Kraftwerkes in die Höhe treibt. Das Freystadter Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter und produziert auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern. Der Umsatz des vergangenen Jahres wird mit etwa sieben Millionen Euro angegeben.

Die Firma konkurriert auf dem inländischen Markt mit mehreren Mitbewerbern und liefert ihre Produkte unter anderem nach Spanien, England, Italien, Österreich und Tschechien. Pro Jahr werden in Freystadt etwa 250 Blockheizkraftwerke hergestellt.

Längst sind über 60 KW-Energie-Blockheizkraftwerke in Betrieb, die unter anderem aus ökologischen Gründen mit Pflanzenöl betrieben werden. Die Geräte stehen zum Beispiel in Hütten in den Alpen, wo der Einsatz anderer Energieträger aus Naturschutzgründen nicht in Frage kommt. 

wdn

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