Dienstag, 20.11.2018

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Lauterhofener fordert Denkmal für Karl den Großen

Lauterhofen will rechtzeitig vor der 1300-Jahrfeier mit seiner reichhaltigen Geschichte punkten - 01.09.2018 13:31 Uhr

Karl Graml hat auch ein Hinweisschild für die Autobahn entworfen, dass alle wichtigen Merkmale Lauterhofens beinhaltet. © Foto:: Karl Graml


Zwar findet sich Karl der Große in dem Bild am Rathaus zwischen Seyfried Schweppermann und dem Grafen Berengar – doch eine Statue oder Figur, ein richtiges Denkmal zur Erinnerung an den einstigen großen Kaiser gibt es bislang nicht, bedauert Graml.

Dabei zeuge der Karlshof, das ehemalige Schloss Oberlauterhofen aus dem 8. Jahrhundert, von der Präsenz des Kaisers und dessen Besuchen im damaligen karolingischen Kammergut Lutrahahof,

Zu jener Zeit lag Lauterhofen strategisch günstig an einem bedeutenden Verkehrsweg vom Main zur Donau und erzielte dadurch in der politisch wechselhaften und turbulenten Zeit einige Bedeutung als Markt- und Zollstätte.

Im 19. Jahrhundert wurde in den noch erhaltenen Gebäuden ein Heim für Pflegebedürftige eingerichtet, seit Ende des 19. Jahrhunderts zählt der Karlshof zu den Regens-Wagner-Stiftungen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anstalt zu einem Lazarett umfunktioniert, nach Kriegsende war darüber hinaus zeitweise eine Lungenheilstätte angegliedert. Heute werden in dem stattlichen Komplex knapp 250 Menschen mit Behinderung betreut.

Einen Entwurf für eine Figur hat Graml in der Zwischenzeit bereits selbst angefertigt: die Umrisse von Kaiser Karl, aus einer drei Meter hohen und 1,50 Meter breiten Stahlplatte herausgefräst. Auch für eine Inschrift hat er einen Vorschlag ausgearbeitet. Unterstützt wurde er dabei von seiner Tochter, die Kunst studiert hat. Auch eine Kostenschätzung hat er bereits eingeholt: 8000 Euro wären notwendig, meint Graml.

Schon vor einigen Jahren äußerte Graml gegenüber Bürgermeister Ludwig Lang den Wunsch nach einem Denkmal für Kaiser Karl. Auf Nachfrage bestätigt Lang, er habe das Projekt im Hinterkopf: im Hinblick auf die Neugestaltung des Freizeitparks "Am Karlshof". Lang ist überzeugt, mit der reichhaltigen Geschichte Lauterhofens "punkten zu können", und hat dabei auch die 1300 Jahrfeier im Blick, die 2025 ansteht. Karl der Große zähle dabei zu den zentralen Figuren. Was Ausführung und Standort eines derartigen Denkmals anbetreffe, müsse das allerdings mit dem Planer, mit Regens Wagner und dem Marktrat abgestimmt werden.

So könnte das Denkmal für Kaiser Karl den Großen aussehen. © F.: Graml


Graml hat bereits mit der Erinnerungstafel an den "Totentanz", das als Fresko die Ostwand des ehemaligen Pfarrheim in Lauterhofen zierte, ein Zeichen für die Geschichte des Ortes gesetzt. Auch hat Graml für die Alte Mälze seine Unterstützung angeboten mit alten Fotografien.

Aufwarten kann Graml auch mit einem Entwurf für ein Hinweisschild an der Autobahn, der die Wahrzeichen von Lauterhofen beinhaltet: die Pfarrkirche "St. Michael", den Karlshof, das Bahnhofsgebäude und neben der Figur von Kaiser Karl auch noch den Ammoniten, der im Steinbruch gefunden wird. 

JUTTA RIEDEL

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