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Lieferte Seligenportener Ex-Torwart Waffen nach Syrien?

Salafisten-Prozess in München: Emil K. spielte bei ASV Neumarkt, Greuther Fürth II und SVS - 10.11.2017 13:06 Uhr

Der ehemalige Torhüter spielte auch in der 2. Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth - hier bei einem Trainingslager des Kleeblatts in Kitzbühel. © Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / WoZi


Den Männern wird vorgeworfen, 2013 und 2014 die radikal-islamistische "Junud Al-Sham" mit Fahrzeuglieferungen unterstützt zu haben. Organisiert wurden die Transporte laut Anklage unter anderem aus Nürnberg. Die Generalstaatsanwaltschaft legt den Angeklagten außerdem Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Sie sollen bei einem Ausflug ins syrische Kriegsgebiet Kalaschnikows in der Hand gehabt haben.

Die Männer wollten sich weder zu den Tatvorwürfen äußern noch dazu, woher sie sich kennen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand der bosnischer Salafisten-Prediger Izudin J., der zu dem Zeitpunkt im Nürnberger Raum aktiv war und die beiden Mitangeklagten, Emil K. und der Kosovare Mehdi D., zu der Tat angestiftet haben könnte. Im Gegensatz zu Izudin J. sitzen sie derzeit nicht in Haft.

Offenbar  war K. nach Deutschland gekommen, um Fußballprofi zu werden. Ende 2008 wechselte er von der SpVgg Weiden zum ASV Neumarkt, wo er ein halbes Jahr blieb und das Tor der zweiten Mannschaft hütete. Über den KFC Uerdingen und die zweite Mannschaft von Greuther Fürth, in der er vom Februar 2009 bis zum August 2010 spielte, kam er zum SV Seligenporten, für den er 13 Bayernliga-Spiele bestritt. Im Mai 2011 bat er um die Auflösung seines Vertrages. 

Für den Prozess vor dem Staatsschutzsenat sind noch 21 Verhandlungstage angesetzt. Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft. 

Nicolas Damm E-Mail

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