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Mittwoch, 19.09.2018

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Maler Alfons Dürr zeigt in Parsberg neue künstlerische Seite

Parsberger Kunstgilde feiert ihr 30-jähriges Jubiläum mit Ausstellungen ihrer Mitglieder — Bis 23. September zu sehen - 08.09.2018 10:06 Uhr

Begrüßten die Besucher zur Vernissage: Bürgermeister Josef Bauer, die Kunsthistorikerin Dr. Bettina Mayer, der glückliche Künstler Alfons Dürr und die Vorsitzende der Kunstgilde Parsberg, Hanna Rothenbücher. © Foto: Werner Sturm


1988 formierte sich in Parsberg eine Gemeinschaft aus Kunstschaffenden und Kunstförderern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Menschen zur Kunst und die Kunst zum Menschen zu bringen. Mit der Wechselausstellung im Jubiläumsjahr wird die Kunst nun mitten in das Herz der Stadt gebracht. Dazu hat die Kunstgilde die Räumlichkeiten neben dem Weltladen bezogen, um dort eine temporäre Galerie einzurichten. Die derzeit 30 aktiven Künstler beleben diese von April bis November mit ihren Werken. Nach Peter Alois Brutler ist es jetzt der 80-jährige Alfons Dürr aus Neumarkt, der mit seinen Bildern zeigt: "Dou bine dahoam". Der Heimatmaler kam kurz nach der Gründung zur Kunstgilde Parsberg. In seiner Einzelausstellung präsentiert er sich jetzt von einer bislang ungekannten künstlerischen Seite.

Da sind zunächst einmal die Tuschzeichnungen im Nebenraum. Neben einer Ansicht der Stadt Parsberg und der Kerschbachquelle werden hier die Mühlen an der Schwarzen Laber und am Kerschhofer Bach gezeigt. Exakt im Detail und gekonnt in der Schraffurtechnik sind hier die Obermühle bei Darshofen, die Bogenmühle, die Bienmühle, die Christlmühle, die Hammermühle, die Darshofener Mühle, die Steinmühle und die Polstermühle dargestellt. An einer Flurkarte kann man die geografische Lage der Mühlen einsehen.

Farbenprächtige Aquarelle im Hauptraum sind das Prunkstück der Ausstellung. Schlaue Waldbewohner wie der Fuchs, Auerhahn, abstreifende Enten, Wildschwein, Dachs, Mufflon und ein Hasentreiben – eindrucksvoll. Das Ganze wird ergänzt durch wunderbare Farbkompositionen, etwa von Makarska in Kroatien, vom Seestück Ostsee oder von der Nordseeinsel Husum. "Auch das ist Alfons Dürr", sagte dazu die Kunsthistorikerin Dr. Bettina Mayer in ihrer Laudatio. "Alles was er malt, malt er für die Menschen. Und sie werden ihn nicht verlieren, denn er gibt seinen realistischen Stil ja nicht auf, sondern die neuen Stilvarianten kommen hinzu, als Bereicherung für alle. Also lassen wir unserem Kunst- und Heimatmaler Alfons Dürr freien Lauf und seien wir in Vorfreude gespannt auf alles, was aus seiner Intuition heraus in Zukunft noch auf dem Malgrund erscheinen mag", sagte Mayer zu den vielen Gästen der Vernissage, darunter auch die Ehefrau des Künstlers, Angelika.

Begeistert zeigte sich auch Bürgermeister Josef Bauer. Der zitierte Karl Valentin mit den Worten "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" und wandelte dies ab: "Kunst herzustellen und auszustellen ist etwas Wunderbares und sie zu betrachten ist ein Vergnügen." Die Kunstgilde und die in ihr tätigen Künstler hätten einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Parsberg so eine liebenswerte Stadt geworden sei. Alfons Dürr, dessen Großvater Joseph einst Bezirksbaumeister in Parsberg war, sagte mit einem Augenzwinkern: "Jetzt bin ich 18 Jahre alt und dazu kommen 62 Jahre Lebenserfahrung. Die besondere Ausstellung in Parsberg zählt zu den Höhepunkten in meinem Künstlerleben. Ich wünsche ihnen sehr viel Freude beim Betrachten." 

nas

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