Samstag, 17.11.2018

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Postbauer-Heng rüstet sich für künftige Regengüsse

Weitere Kapazitäten für Rückhaltung nötig — Neues Dach für Bahnhof - 04.07.2018 08:52 Uhr

Bei zwei Unwettern innerhalb einer Woche wurden in Postbauer-Heng Straßen überflutet, Keller liefen voll. Nun erarbeitet die Marktgemeinde mit dem Wasserwirtschaftsamt ein Gesamtkonzept, um das Problem in den Griff zu bekommen. © F.: Fellner


Diese Woche stehen schon Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt in Regensburg auf dem Programm. Es soll ein Gesamtkonzept aufgestellt werden, um das Problem in den Griff zu bekommen. In Heng soll der Kanal vergrößert werden, auch im Centrum und Kemnath.

Auch die Regenrückhalte-Kapazitäten zum Beispiel am Siegenbach müssten neu berechnet werden. Ebenso soll erhoben werden, wie viel Fläche in den vergangenen Jahren versiegelt wurde. Es bedürfe neuer Kapazitäten für die Regenrückhaltung. Die Bürger würden die Misere auf die neuen Baugebiete zurückführen, sagte Kratzer, aber dem sei nicht so: Die Situation am Siegenbach in Kemnath sei "zwar grenzwertig gewesen, aber er hat gehalten". Trotz der extremen Regenmengen. In Heng oder am Schwall seien Keller vollgelaufen, weil es Anschlussfehler gegeben habe. Oder Rückstauventile, die nicht mehr funktionierten, weil sie Risse hatten oder einfach schlecht gewartet waren.

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So einen Regenguss hatte es vor wenigen Tagen in Postbauer-Heng schon einnmal gegeben: Und wieder standen Teile des Ortes ordentlich unter Wasser.


So habe es in einer Straße nebeneinander stehende Häuser gegeben, in denen bei dem einen der Keller voll lief, beim anderen nicht. Kratzer: "Das waren Anschlussfehler."

Kanal vergrößern

Die Kläranlage sei für 10 000 Einwohnergleichwerte ausgelegt, und seit die Gemeinde das Trennsystem bei der Abwasserentsorgung einführe und umsetze, sei noch mehr Luft nach oben. Kratzer: "Wir müssen den Kanal aber vergrößern, damit er das Wasser aus den Seitensträngen besser aufnehmen kann." Die Verwaltung werde ein Konzept erstellen, das sich im Haushalt niederschlagen werde. "Das wird ein Schwerpunkt der Arbeit der nächsten Jahre werden", sagte Kratzer, verwies aber auch auf die Verantwortung der Bürger: "Bei manchen fehlt schlicht eine Drainage."

Einen weiteren Schritt zu mehr Hochwasser-Sicherheit hatte der Rat kurz zuvor getan: In der Wiesen-, Sand- und der Siedlerstraße wird Kanal und Wasser erneuert. Die Arbeiten an der Wasserleitung schlagen mit 589 000 Euro zu Buche, die am Kanal mit 187 000 Euro. In zwei Wochen sollen die Arbeiten beginnen.

Kurz streifte Kratzer noch die Planungen der Tennet bezüglich der Stromtrasse durch den Ort, wo die Planungen derzeit anlaufen. Bis 2026 werde mit dem Baubeginn gerechnet.Bitter sei der Brand im Bahnhofsgebäude gewesen: Der Dachstuhl müsse nun komplett abgehoben und erneuert werden. Die Decken seien zudem voll Löschwasser. Die Inhaberin wolle das Projekt trotzdem umsetzen, sie rechne mit Mehrkosten von 150 000 Euro.

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Wolfgang Fellner Neumarkter Nachrichten E-Mail

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