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Sonntag, 16.12.2018

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Schule der Nepalhilfe Beilngries ist wieder aufgebaut

Hilfe von Profi-Bergsteigern nach verheerendem Erdbeben — Weiterer Trakt steht an - 02.05.2018 10:07 Uhr

Im nepalesischen Thulosirubari gab es jetzt die Einweihung der Schule zu feiern. Das Projekt ist maßgeblich von der Nepalhilfe Beilngries gefördert worden. © Foto: Stefan Nestler


Diese Straßensperre ist keine gewöhnliche. Fünfhundert Meter vor dem Schulgelände in Thulosirubari, 70 Kilometer östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, endet Mitte März für Ralf Dujmovits und Stefan Nestler die mehrstündige Fahrt im Jeep. Als Deutschlands erfolgreichster Höhenbergsteiger und der Kölner Journalist aus dem Auto steigen, beginnen die wartenden Musiker auf ihren traditionellen Instrumenten zu spielen.

Auf dem Schulvorplatz werden sie zusammen mit Sunil Shrestha und Shyam Pandit, den Mitarbeitern der Nepalhilfe Beilngries, mit "großem Bahnhof" begrüßt. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer, die Dorfhonoratioren und andere Bewohner von Thulosirubari haben sich zur feierlichen Einweihung der ersten beiden Gebäudeteile eingefunden.

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg hin zum Wiederaufbau und der Sanierung der durch das Erdbeben beschädigten oder zerstörten Schulen der Nepalhilfe Beilngries ist damit getan. Wesentlich dazu beigetragen haben die Spenden des von Ralf Dujmovits, der österreichischen Topbergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und Stefan Nestler initiierten Hilfsprojekts "School up". Ziel war es, die damals vollständig zerstörte Schule schnellstmöglich wieder aufzubauen.

Von dem einst dreistöckigen Schulgebäude war 2015 nur noch ein Haufen aus zerknülltem Stahlgeflecht und Betonbrocken übrig geblieben. Im Oktober 2016 konnten dank "School up" die Bauarbeiten beginnen. Jetzt sind die ersten beiden Gebäude mit insgesamt zwölf Klassenräumen fertig. An diesem Festtag werden unter einem großen Zeltdach auf dem Schulhof Reden gehalten, Urkunden und Geschenke überreicht. Tanzeinlagen von Schülerinnen lockern das Programm auf. "Ihr habt uns nicht nur geholfen, sondern auch neuen Mut geschenkt", sagt Devi Dulal, der Vorsitzende des Schulkomitees.

Angespornt durch die Bauarbeiten an der neuen Schule hätten viele Einwohner von Thulosirubari damit begonnen, auch ihre zerstörten Häuser im Dorf wieder aufzubauen.

Mittlerweile laufen im Sindhupalchowk-Distrikt die Arbeiten an rund 75 Prozent der Gebäude, die durch das Erdbeben 2015 beschädigt oder zerstört wurden, sagt Bauingeniuer Sanjay Sapkota, der als technischer Berater der "Nepalhilfe Beilngries" den Wiederaufbau der Schulen betreut.

Acht zusätzliche Klassenzimmer

Nestler und Dujmovits legen an diesem Festtag auch gleich den Grundstein: für den zweiten Bauabschnitt von "School up". Hier soll ein weiteres Gebäude mit acht Klassenräumen entstehen. "Erziehung ist die beste und wichtigste Investition in unsere Jugend", sagt Dujmovits. Den Dank der Menschen von Thulosirubari nehmen er und Stefan Nestler stellvertretend für alle Spender entgegen. So auch für Gerlinde Kaltenbrunner und die Mitarbeiter der "Nepalhilfe Beilngries", die den Bau des ersten Gebäudetraktes umgesetzt haben.

Für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts, der bis zum Ende des kommenden Jahres dauern wird, werden weitere Spenden für "School up" benötigt, sagt Nestler.

Spendenkonto der Nepalhilfe Beilngries e.V. bei der Volksbank Bayern Mitte eG; IBAN: DE05 7216 0818 0004 6227 07; Verwendungszweck: Gerlinde-und-Ralf-Schule.

  

nn

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