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Sengenthaler Supermarkt nimmt nächsten Schritt

Gemeinderat hat Einwände berücksichtigt - 13.09.2017 18:02 Uhr

Das ausstehende Gutachten bereitet Guido Bauernschmitt vom Planungsbüro Team 4 aber keine großen Sorgen: Für massive Auswirkungen auf die Nachbar-Kommunen sei das, was in Sengenthal geplant werde, viel zu klein.

Keine Einwände

Investor Theo Nutz (Mitte), hier bei der Eröffnung des Norma-Marktes in Lauterhofen, baut auch den in Sengenthal. © Jutta Riedel


Unter dem Strich gab es keine Einwände gegen die Vorgehensweise der Kommune, die zwei Investoren im Boot hat, die am Abzweig zum Baggersee direkt neben der Bundesstraße 299 ein kleines Einkaufszentrum etablieren wollen. Wobei: Ein Einkaufszentrum sei das schon nicht mehr, sagte Bauernschmitt, dafür seien die Dimensionen zu klein. In einem Sondergebiet wird ein Supermarkt samt Metzger und Bäcker entstehen, rund 1000 bis 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche ist angedacht.

Im Gewerbegebiet direkt daneben sind maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt – somit kann keine Agglomeration von mehreren Geschäften entstehen, wie von der Stadtverwaltung Neumarkt in ihrer Stellungnahme befürchtet.

Gut erreichbar

Das Gebiet sei von Sengenthal noch fußläufig zu erreichen, es erhöhe die Versorgung des Orte mit Lebensmitteln. Ein Fußweg durch den Grünstreifen um den Supermarkt soll die Erreichbarkeit erhöhen, die Parkplätze im Norden der Norma werden kritisch gesehen: Es könnte zu laut werden. Entweder die Parkplätze werden verlagert oder man baut eine Schallschutzwand.

Das Landratsamt wies vor allem auch auf den Lärmschutz hin. Die Werte im Bereich des Sonder-/Gewerbegebietes sind eh schon recht hoch – "die schöpft der Bögl fast komplett aus", sagte Bauernschmitt. Mit dem Lärm, der von seinen Produktionsanlagen über die B 299 dringt. Also war im Sonder-/Gewerbegebiet Fingerspitzengefühl gefordert, um die maximal zulässigen Werte nicht zu überschreiten. Doch das sei gelungen, sagte Bauernschmitt.

Noch offen ist, wie das Gebiet an die B 299 angeschlossen werden soll. Es gibt Pläne und Planungen, aber was genau passieren wird und wie, ist noch offen, sagte Bürgermeister Werner Brandenburger. Das Landratsamt notierte auch ein anderes Problem: Auf dem Bögl-Werksgelände leben zahllose Arbeiter, viele davon ohne eigenen Pkw. Diese liefen oft zu Fuß nach Mühlhausen oder Neumarkt zum Einkaufen. Das werde künftig nicht mehr der Fall sein – aber die Arbeiter müssten auch sicher in die Norma kommen. "Da soll der Bögl sie drauf hinweisen, dass sie den Fußweg am Kanal nutzen", sagte Brandenburger.

Nicht mit aufgenommen in den Genehmigungskatalog haben die Räte den Wunsch der Investoren nach einem 15 Meter hohen Werbe-Pylonen. Der könne, so unbedingt nötig, nachher immer noch genehmigt werden, hatte auch Planer Bauernschmitt gesagt.

Viele Bäume gepflanzt

Ein Thema waren auch die Ausgleichsflächen. Der Bund Naturschutz bemängelte, dass sich Sengenthal bei dieser Maßnahme mit der geringst möglichen Fläche aus der Verantwortung stehle. Durch die Bebauung seien die Flächen schon mehr geworden als ursprünglich gedacht, sagte Bauernschmitt, aber die Gemeinde verhalte sich trotzdem regelkonform. Zudem hatte der BN bemängelt, dass es bei den Ausgleichsmaßnahmen in Raitenbuch und bei Sindlbach nur um Waldverbesserung gehe. Bauernschmitt: "Dafür haben wir das Gebiet selbst stark eingegrünt und es müssen viele Bäume gepflanzt werden."

Der Plan geht nun mit den Änderungen – alles wurde 8,50 Meter nach Süden verschoben, die Straße ist breiter als geplant, es gibt einen Fußweg und die Fläche wird nicht als Mischgebiet, sondern als Gewerbegebiet mit Einschränkungen ausgewiesen – in die Auslegung. 

WOLFGANG FELLNER

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