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Donnerstag, 13.12.2018

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„Speed Dating“ bei Berchinger Literaturwoche

Bei der Literaturwoche müssen die Autoren besonders schnell sein - 09.10.2016 17:32 Uhr

Erika Gulder (r.), hier mit Ina Willux, macht Origami und Kirigami-Kunstwerke aus Büchern. © F.: Karg


Mit dabei war Sonja Schneider aus Velburg. Sie stellt ihr erstes Buch „Goggolori“ vor, einen Krimi: Gleich drei Morde klurz hintereinander erschüttern das oberbayerische Hampfing. Dank des Spürsinns des Kriminalers Bartl kann der Serientäter bald ermittelt werden.

Simon Traub, bekannt als Wadl Symen, stammt ebenfalls aus dem Landkreis. Der Neumarkter ist seit gut 20 Jahren Profikellner und hat seine Erlebnisse in seinem Buch „Die Krüge hoch! Hinter den Kulissen der Bierzeltkultur“ festgehalten. Auf 124 Seiten schildert der Wadl Symen, der Neugierigen gerne seine beträchtlichen Wadlen zeigt, seine Erlebnisse in den Bierzelten in Bayern und überall, wo er Maßen und Hendln verteilt. Er erklärt dem Laien wichtige Begriffe wie zum Beispiel „blind gehen“ gehen, was heißt, dass der Kellner immer ein paar Maß mehr befördert als aufgenommen: „Wenn viel los ist.“ Oder „abkochen“, was heißt, dass die Bedienung eine gute Reservierung hat. Das Buch ist auch für Wenigleser gut gveeignet, und eine Vorbereitung für den Kellnernachwuchs: Schließlich müsse man in dem Beruf auch schlagfertig sein, weiß der Wadl Symen.

Bedrohliches Geheimnis

Der Roman „Grasmond“ von der Regensburgerin Gerda Stauner ist eher was für Bücherwürmer und Leute, die an Zeitgeschicht4 interessiert sind. Der Ausgangspunkt der spannenden Geschichte ist Regensburg im heißen Sommer 1973. Der 20-jährige Volontär Melchior versucht, emotionalen Abstand zu seiner Familie, im Besonderen zu seiner dominanten Mutter Walburga, zu bekommen. Bei einer zufälligen Begegnung mit dem Staatssekretär Schmiedl stößt er auf ein bedrohliches Familiengeheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg, über welches vor allem sein Großvater Anderl schweigt. Irritiert macht Melchior sich auf, die zwischenmenschlichen Verstrickungen zu entwirren.

Auf der anderen Seite der Geschichte steht der Beginn einer neuen Zeit für die Stadt Regensburg. Das Buch mit 208 Seiten ist im SüdOst Verlag erschienen.

Was nichts mit dem Inhalt aber mit der künstlerischen Veränderung des Bundes zu tun hat, ist die Papierfaltkunst der Neumarkterin Erika Gulder. Ihre Leidenschaft: Buch-Origamini (falten) und Kirigami (schneiden). Extra für die Berchinger Literaturwoche hat sie die Seiten von zwei Büchern mit feinem Schneiderwerkzeug künstlerisch so verändert, dass bei dem einen ein Herzchen zu sehen und „Berching“ zu lesen ist, beim anderen „Literaturwoche“. Damit sich der Besucher eine Vorstellung von ihrem künstlerischen Schaffen machen kann, hatte sie eine kleine „Bibliothek“ ihrer Werke mit im Gepäck.

Die weiteren Autoren: André Buchner, er stellte eine „Lateinschablone“ vor, gedacht für Schüler und auch Lehrer, um die komplizierte Grammatik ein wenig durchschaubarer zu machen. Anja-Nadine Mayer las Auszüge aus „Morgen sagen die Sterne“, Margit Auer stellte aus der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ Band7: „Wo ist Mr. M?“ vor. Richard Auer las aus „Lammauftrieb“. Susanne Brom hat im Gepäck „Lone Rider: Navy und Runa“, und Engelbert Huber kam mit seinen „Weihnachtserzählungen“ nach Berching.  

ANTON KARG

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