Montag, 24.09.2018

|

Sportverein Lauterhofen weiht sein neues Sportheim ein

Ein "Schweißtuch" als Lohn für gute Arbeit: Mitglieder leisteten 8000 Arbeitsstunden - 22.05.2018 09:30 Uhr

Mit Unterstützung der Raiffeisenbank und vielen engagierten Helfern hat der SV Lauterhofen noch fehlendes Geld zusammengebracht. Nun wurde das neue Sportheim kräftig gefeiert. © Foto: Maria Krauß


Los ging es am Freitag mit der kirchlichen Segnung und offiziellen Einweihungsfeier, zu der viele Gäste geladen und gekommen waren. Nachdem Pfarrer Gerhard Ehrl die Räume im kleinen Kreis gesegnet hatte, sprach er im Festzelt vor dem Sportheim noch ein Segensgebet und wünschte den Mitgliedern des SV Lauterhofen noch viel "Freude am Sport und Spiel" verbunden mit einem fairen Wettkampf.

Der erste Vorsitzende des Vereins, Helmut Spagl, betonte, dass man sehr stolz auf diesen Tag sei. "Ein Verein braucht einen Mittelpunkt" und diesen habe man dank vieler Helfer, Sponsoren, Firmen und Unterstützern auch erschaffen können. Er bedankte sich herzlich bei allen für die geleistete Arbeit und Unterstützung in den letzten sechs Jahren.

Bürgermeister Ludwig Lang freute sich, "dass mit dem neuen Sportheim auch die neue Heimat für die SV-Familie" gefunden worden sei. Er lobte das große Engagement der Mitglieder, welche über 8000 Stunden für das Sportheim geleistet haben, um es "kostengünstig und qualitativ hochwertig" zu errichten. Der Vereinssport fördere wichtige Tugenden in der heutigen, technisierten Welt und gerade in Lauterhofen seien viele Kinder und Jugendliche aktiv. "Wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft", sagte Lang und zollte dem Verein für die Jugendarbeit im Namen der Marktgemeinde Lauterhofen Dank und Anerkennung. Der SVL sei mehr als nur ein paar Buchstaben in der Region, er sei eine feste Größe und einfach nicht mehr wegzudenken. Er wünschte dem Verein viele Siege, Aufstiegsfeiern und eine erfolgreiche Zukunft. Anschließend überreichte der Bürgermeister dem ersten Vorsitzenden das Wappen der Marktgemeinde für die Räume des neuen Sportheims.

Robert Hoidn, Kreisvorsitzender des BLSV Oberpfalz, überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Sportverbandes und betonte, mit dem neuen Sportheim und den Sportplätzen habe man "eine tolle Sportanlage" errichtet, die sehr beeindruckend und auf den SV Lauterhofen zugeschnitten sei. Die große Zahl der Stunden in Eigenleistung sei nur noch aus dem Dorf möglich, sagte Hoidn und bedankte sich auch bei allen Zuschussgebern des Projekts. "Jeder Euro ist eine Investition für die Zukunft", betonte Hoidn und dachte dabei vor allem an die Jugend. Er dankte auch der Vorstandschaft und überreichte ein "Schweißtuch" als Lohn für die gute Arbeit.

Susanne Horn von der Neumarkter Lammsbräu gratulierte ebenso. Der Sport brauche die Gemeinschaft und ein Sportheim als Mittelpunkt. Mit diesem Projekt könne der Verein der Jugend nicht nur den Sport mitgeben, der gut tut und sowohl Gesundheit als auch Geist fördert. Darüber hinaus sei auch ein "Heim" geschaffen worden, um Erfolge und Niederlage gemeinsam zu feiern. "Ihr könnt stolz sein", betonte Horn.

Eifrig ins Zeug gelegt

Als zum Abschluss des Projekts die finanziellen Mittel beinahe nicht mehr ausgereicht hätten und es noch darum ging, die Küche zu finanzieren, entstand mit der Raiffeisenbank Neumarkt eine Crowdfunding-Aktion. Von Anfang Januar bis Ende März wurden über 5450 Euro gesammelt, so Alexander Wastl. Über 150 Helfer haben sich engagiert. Die Idee kam vom Vorsitzenden Helmut Spagl selbst, doch haben auch Simon und Philipp Gottschalk sowie Josef Nibler großen Einsatz für diese Sache an den Tag gelegt. Auch Max Baumann von der Raiffeisenbank betonte, dass diese Aktion ein "Meilenstein" sei und hervorsteche aus den Projekten, die bisher unter "Viele schaffen mehr" eigenes verwirklicht hätten.

Günther Langner gab anschließend noch einmal einen Rückblick auf die Geschichte des Sportheimbaus. Am 21. März 2013 habe hier die erste Bauausschusssitzung stattgefunden und anschließend habe man mit vielen Besichtigungen anderer Anlagen und einer Online-Befragung die Marsch-Richtung für die Planung erstellt. Es seien Standorte durchgesprochen worden ebenso wie Raumkonzepte und allgemein habe sich die Planung schwierig gestaltet. Doch die über 8000 geleisteten Arbeitsstunden haben dafür gesorgt, dass man im veranschlagten Kostenrahmen bleiben konnte. In den nächsten Jahren werde eventuell noch ein Gymnastik- und Fitnessraum dazukommen und ein paar Sachen seien immer noch nicht fertig, doch allgemein habe man hiermit eine gute "Balance für Sport und Spiel geschaffen". Der SV Lauterhofen habe sich weiterentwickelt und sei attraktiv geblieben.

Auch der erste Vorsitzende, Helmut Spagl, blickte in die Zukunft, der Verein müsse weiter seine Chancen nutzen und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

Das weitere Programm des Wochenendes beinhaltete unter anderem ein Gauditurnier mit anschließender Playernight sowie den Vereinstag mit Frühschoppen, Menschenkicker und Live-Musik. 

MARIA KRAUSS

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Lauterhofen